"Herz aus Stahl" und andere

Sony gehackt: Filme vor Kinostart im Netz

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Nach dem Hacker-Angriff hat Sony einem Zeitungsbericht zufolge das FBI eingeschaltet.

New York - Nachdem drei wichtige Filme noch vor ihrem Kinostart im Internet aufgetaucht sind, hat der Sony-Konzern nach einem Zeitungsbericht das FBI eingeschaltet.

Nach einem Hacker-Angriff auf das Sony-Filmstudio sind mehrere neue Filme als illegale Kopien im Internet aufgetaucht, darunter „Herz aus Stahl“ mit Brad Pitt. Bis Sonntagabend sei der Streifen von mehr als 1,2 Millionen verschiedenen IP-Adressen aus heruntergeladen worden, schrieb das Branchenmagazin „Variety“. Sony schaltete nach Informationen der „Financial Times“ die amerikanische Bundespolizei FBI ein.

Drei Sony-Filme wurden sogar noch vor ihrem US-Kinostart ins Netz gestellt. Darunter ist der Familienfilm „Annie“, auf den Sony Hoffnungen im Weihnachtsgeschäft setzt. Der Streifen sei im Internet mit gut 200.000 Downloads allerdings deutlich weniger populär als Pitts „Herz aus Stahl“ (Originaltitel: „Fury“) gewesen, schrieb „Variety“. Die Zahlen stammten von der Spezialfirma Excipio, die illegale Downloads überwacht. In den USA lief der Weltkriegs-Film „Herz aus Stahl“ bereits Mitte Oktober an, in Deutschland startet er erst im Januar.

Vor einigen Tagen hatte es einen groß angelegten Hacker-Angriff auf die Computersysteme von Sony Pictures gegeben. Zunächst blieb unklar, ob die Veröffentlichung der Filme direkt damit zusammenhing. Nach der Hacker-Attacke war Sony Pictures tagelang weitgehend von der Daten-Kommunikation abgeschnitten. Vertrauliche Dateien von Sony Pictures waren auf der Diskussionsplattform Reddit.com zu lesen gewesen, darunter auch Passkopien von Hollywoodstars wie Angelina Jolie und Cameron Diaz, wie das Branchenblatt „Hollywood Reporter“ berichtete.

Spekulation: Steckt Kim Jong Un dahinter?

In den vergangenen Tagen war spekuliert worden, der Hacker-Angriff könne etwas mit Nordkorea zu tun gehabt haben. Sony bringt demnächst den Film „The Interview“ mit Seth Rogen und James Franco heraus, in dem ein TV-Journalist ein Interview mit Machthaber Kim Jong Un bekommt, aber beauftragt wird, ihn zu töten.

Sony äußerte sich nur kurz in einer Erklärung zu den Vorfällen. „Der Diebstahl des Materials von Sony Pictures Entertainment ist eine kriminelle Angelegenheit. Wir arbeiten in der Sache eng mit der Polizei zusammen“, erklärte das Unternehmen.

dpa

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