Kinotrailer und Filmkritik

„Der kleine Tod“: So lustig kann Lust sein

Mit dem Ausdruck „La petite mort“, der kleine Tod, bezeichnet man in Frankreich den Orgasmus. Im gleichnamigen Film von Josh Lawson mühen sich fünf Paare auf höchst amüsante Weise, diesen zu erreichen.

Fünf Paare – zehn sexuelle Vorlieben. Maeve setzt ihren sanftmütigen Paul mit ausufernden Vergewaltigungsfantasien zunehmend unter Druck. Phil von nebenan mag seine strenge Frau beispielsweise am liebsten, wenn sie schläft, und bedient sich deswegen üppig bemessener Schlafmittel-Rationen. Ein anderer Nachbar entpuppt sich als ehemaliger Sexualstraftäter. Der taube Sam will sich per Telefonsex-Hotline ein paar Wünsche befriedigen lassen – und Monica muss ihm das am Bildtelefon in Gebärdensprache übersetzen.

Der australische Filmemacher Josh Lawson hat seine Studie über das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit als genau beobachtete, schräge Groteske inszeniert. In einigen Momenten zumindest glückt ihm das extrem gut. Andere Szenen sind dagegen eher ein bisschen zu brav ausgefallen. Insgesamt ist „Der kleine Tod“ nach ein paar Anlaufschwierigkeiten aber eine überraschende, weil gewagte, erfrischende und überaus tolerante Komödie über Lust und Frust und Triebe und Hiebe.

von Ulrike Frick

„Der kleine Tod“

mit Damon Herriman

Regie: Josh Lawson

Laufzeit: 95 Minuten

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