"House of Cards"

Pussy Riot legt sich im TV mit fiktivem Putin an

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Nadezhda Tolokonnikova (links) und Maria Alekhina mischen bei "House of Cards" mit.

Moskau - Die russischen Punk-Aktivistinnen von Pussy Riot, die in ihrer Heimat wegen ihrer Kreml-Kritik in Lagerhaft mussten, legen sich in der neuen Staffel der US-Serie "House of Cards" mit einem fiktiven russischen Präsidenten an.

In der dritten Staffel, die ab Freitag auf Netflix läuft, spielen Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Alechina bei einer Party im Weißen Haus sich selbst, wie Tolokonnikowa am Mittwoch dem russischen Oppositionsblatt "New Times" verriet.

Ehrengast von Frank Underwood, wie der von Kevin Spacey gespielte US-Präsident in der Serie heißt, ist Viktor Petrow - Underwoods russisches Pendant. Das Galadinner nimmt eine dramatische Wende, als die beiden Pussy-Riot-Mitglieder eine Hasstirade auf Petrow loslassen. "Wir stehen auf und sprechen einen Toast: Wir trinken auf den russischen Präsidenten, der seine Freunde so sehr liebt, dass er ihnen das halbe Land verkauft hat; auf den Oberkommandierenden, der sich vor niemandem fürchtet außer vor Schwulen", erzählte Tolokonnikowa der "New Times". Anschließend spiele die Band einen Song, in dem auch die US-Regierung scharfe Vorwürfe kassieren müsse.

Lesen Sie hier, wie gut die 3. Staffel von "House of Cards" ist - Spoiler inklusive!

Tolokonnikowa und Alechina hatten vor drei Jahren ein sogenanntes Punkgebet in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale aufgeführt, das sich gegen Russlands Staatschef Wladimir Putin richtete. Sie wurden daraufhin wegen "Rowdytums" zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt. Ende 2013 kamen sie vorzeitig frei.

AFP

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