Umstrittener Beitrag über Varoufakis

Stinkefinger-Video: Zeitung fordert Jauch-Rauswurf

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Der Screenshot aus der ARD-Sendung "Günther Jauch", die am 15.03.2015 ausgestrahlt wurde, zeigt den Moderator Günther Jauch; hinter ihm ist auf zwei Monitoren der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis zu sehen, links live und rechts in einem Video von 2013 den Stinkefinger zeigend.

Zürich - Nach dem umstrittenen Video-Beitrag um einen Stinkefinger des griechischen Finanzministers in der ARD-Talkshow Günther Jauch, hat eine Zeitung den Rauswurf des Moderators gefordert.

Die „Neue Zürcher Zeitung am Sonntag“ kommentiert die Aufregung um das „Stinkefinger“-Video des griechischen Finanzministers Janis Varoufakis in der ARD-Talkshow von Günther Jauch mit klaren worten. Die Zeitung wirft Jauch vor, er habe gegen "fundamentale journalistische Standards verstoßen" und solle deshalb von der ARD vor die Tür gesetzt werden.

„Varoufakis' obszöne Geste reflektiert nicht seine Meinung über Deutschland. Das kann jeder nachvollziehen, der sich im Internet die komplette Aufnahme (Anm. d. Red.: von 2013, bevor Janis Varoufakis griechischer Finanzminister wurde) ansieht. Auch Starjournalist (Günther) Jauch hätte das tun können und müssen. Sein Beitrag ist darum kein Coup, sondern übelster Kampagnenjournalismus, der das verkorkste Verhältnis zwischen Berlin und Athen zusätzlich belastet." Da Jauch damit gegen fundamentale journalistische Standards verstoßen hätte, solle die ARD den Moderator entlassen, so der Kommentar. "Nebenbei würde das helfen, die deutsch-griechischen Beziehungen zu verbessern“, heißt es am Ende.

Eine Reaktion auf den Kommentar von Seiten der ARD gibt es bislang nicht.

dpa

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