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"Tiger King": Netflix soll viele grauenvolle Details verschwiegen haben

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Von: Sophia Adams

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Netflix soll viele furchtbare Details zu Joe Exotic in der Doku "Tiger King" verschwiegen haben.
Netflix soll viele furchtbare Details zu Joe Exotic in der Doku "Tiger King" verschwiegen haben. © Netflix

Die Netflix-Doku "Tiger King" bietet Einblicke in das Leben des Zoo-Besitzers Joe Exotic. Doch angeblich wurden nicht alle grauenvollen Details offengelegt.

Die Netflix-Doku "Tiger King" zählt jetzt schon zu einer der erfolgreichsten Produktionen des Streamingdiensts. In den USA soll die Serie laut dem Marktforschungsinstitut Nielsen innerhalb der ersten zehn Tage ganze 19 Millionen Zuschauer angelockt haben. Damit läge die Doku nur eine Million Zuschauer hinter der 3. Staffel von "Stranger Things", die von 20 Millionen Menschen in einem ähnlichen Zeitraum angeklickt wurde.

Der ungewöhnliche und teilweise schon absurd wirkende Konflikt zwischen dem ehemaligen Zoo-Besitzer Joe Exotic und der Aktivistin Carole Baskin scheint zu faszinieren und gleichzeitig zu schockieren. Dennoch soll die Netflix-Doku nicht alle düsteren Details aus Joe Exotics Leben offengelegt haben.

Netflix-Doku "Tiger King": Darum ist Joe Exotic im Gefängnis

Die Netflix-Doku "Tiger King"* macht kein Geheimnis daraus, dass der im Mittelpunkt stehende Joe Exotic kein Heiliger ist. Ganz im Gegenteil hat er sich während seiner Zeit als Besitzer des Zoss Greater Wynnewood Exotic Animal Park zu einigen schrecklichen Taten hinreißen lassen. So soll er beispielsweise einen Auftragsmörder angeheuert haben, um Tierschutzaktivistin Carole Baskin* zu beseitigen. Ein Vorhaben, das ihm nicht gelang.

Zudem sitzt Exotic wegen weiterer Vergehen im Gefängnis, da im unter anderem vorgeworfen wird, seine Tiere misshandelt zu haben.

Lesen Sie auch„Tiger King“-Star zur Abgabe von Großkatzen verpflichtet – wegen „schockierender Missachtung von Gesundheit“.

Kritik an Netflix-Doku: Wird Joe Exotic in "Tiger King" zu positiv dargestellt?

Obwohl Netflix* den vermeintlichen Auftragsmord nicht verschweigt, kritisiert Rick Kirkham, dass die Doku der Misshandlung der Tiere zu wenig Aufmerksamkeit schenkt. Der Produzent arbeitete in der Vergangenheit mehrere Monate lang mit Exotic, um eine Reality-TV-Serie zu drehen und erhielt deshalb viele Einblicke in das Leben des Zoo-Besitzers.

In einem Interview mit dem Magazin Daily Beast berichtet er von grauenvollen Erfahrungen, die Netflix unter den Tisch gekehrt hat: "Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie er zwei Tiger völlig grundlos erschossen hat, nur weil er sauer auf sie war." Er erzählt außerdem, dass Exotic lebende Hühner in die Käfige der Raubkatzen warf, wenn er einen schlechten Tag hatte.

"So war er einfach. Er hatte es genossen, Menschen und Tiere leiden zu sehen. Er hat es wahrlich genossen", erinnert sich Kirkham. Aus seiner Kritik geht hervor, dass Netflix Joe Exotic möglicherweise in einem viel zu positiven Licht darstellt.

Generell hat die Serie erneut Kritik am Geschäft mit den Großkatzen losgetreten. Immer wieder werden die Haltungen in Farmen als Tierquälerei angeprangert. Auch eine junge Thailänderin erlebte heftige Kritik als sie sich in bizarrer Pose mit einem der Tiere ablichtete*.

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