Charmante Komödie aus Italien

Kinokritik zu "Zoran - Mein Neffe, der Idiot"

Berlin - "Zoran - Mein Neffe, der Idiot": Der Titel verheißt nichts Gutes. Doch dahinter verbirgt sich eine charmante kleine Komödie aus Italien, in der sich alles um die Zähmung eines Widerspenstigen dreht.

Giuseppe Battiston, seit Filmen wie „Brot und Tulpen“ Italiens Lieblings-Dickerchen, zeigt in der Regie von Matteo Oleotto, dass er nicht nur in der Rolle des gutmütigen Bärchentyps zum Anlehnen überzeugen kann. Mit viel Verve gibt Battiston den Säufer Paolo, einen begeisternd ungepflegten Unsympathen. Der hat sich nach einer gescheiterten Ehe zum echten Menschenfeind gemausert und verbringt seine Zeit vorzugsweise mit Hilfe von ausreichend Wein in der Lieblingskneipe – bis ihn die Nachricht ereilt, dass er von einer vergessenen slowenischen Tante etwas geerbt hat.

Doch der vermeintliche Goldschatz entpuppt sich als Neffe namens Zoran (Rok Prasnikar). Den hält Paolo für einen Idioten, bis er dessen außergewöhnliche Begabungen entdeckt. Und rasch den finanziellen Vorteil dieses Könnens erkennt. Oleotto gibt seinem Hauptdarsteller Battiston viel Spielraum, und der nutzt ihn furios. Die anfangs meistens im Halbdunkeln liegende Leinwand leuchtet förmlich auf, wenn Battiston seine gepfefferten Bosheiten auf die Nachbarn loslässt. Schade nur, dass Oleotto bei seinem Debütfilm irgendwann das Tempo ausging. Das Ende der verheißungsvoll beginnenden Komödie verläppert in harmlosen Nettigkeiten.

ulf

Rubriklistenbild: © Movienet

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