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Neujahrsvorsätze 2023? So können sie klappen

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Von: Pauline Wyderka

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Vor jedem Start in ein neues Jahr lassen wir uns allerhand gute Vorsätze einfallen, nur um sie in den nächsten Wochen schnell wieder zu vergessen. Warum das so ist und wie man sie doch einhält:

Nicht persönlich nehmen, aber vielleicht hast Du ein Laster, das Du gerne los wärst. Damit bist Du nicht allein, jedes Jahr fassen Millionen Deutsche gute Vorsätze fürs neue Jahr. Wie viele genau ist immer ein bisschen schwierig herauszufinden, repräsentative Umfragen von Statista und dem MDR liefern jedoch eine grobe Anzahl zwischen jedem vierten und jedem dritten Deutschen, der sich persönliche Besserung vornimmt. Es gibt jedenfalls kuriosere Silvesterbräuche, wie zum Beispiel diese aus dem Rhein-Neckar-Kreis.

So klappt‘s 2023: Entscheidungen statt Vorsätze

Meist geht es bei den guten Vorsätzen um kleine alltägliche Dinge, die eine große Wirkung in unserem Leben haben können. Ob bewusstere Ernährung, mehr Bewegung oder mehr Zeit mit Freunden und Familie, gute Vorsätze sollen unsere Lebensqualität steigern oder etwas schöner ausgedrückt: uns glücklicher machen. Nun kann man sich fragen: Seit Jahrzehnten nehme ich mir gute Vorsätze vor, wieso bin ich dann immer noch nicht glücklicher als 1999?

Das Problem mit den Vorsätzen ist schließlich: Es sind nur Vorsätze. Dabei ist wichtig zu unterscheiden zwischen einem erträumten Ideal und der Entscheidung zu treffen. Das ist wie mit dem Müll, der rausgebracht werden muss. Man weiß es, man hat auch vor, es zu machen, aber jetzt die Schuhe anziehen und mit dem Müllsack vor die Tür gehen? Vielleicht später. Bis man aufhört, sich den Gang nur vorzustellen, und sich stattdessen entscheidet, es zu machen, passiert nun einmal nichts.

So klappt‘s 2023: Keine vage formulierten Vorsätze

Und da scheitern bereits Vorsätze wie „Ich möchte gesünder leben“, denn wichtig ist, was das im Alltag bedeutet. Wir können uns vornehmen, unter der Woche auf Fleisch zu verzichten oder jeden Tag vor dem Schlafengehen ein Glas Wasser mit Zitrone zu trinken. Wir können allerdings keine guten Gewohnheiten darum bauen, einfach „gesünder zu sein“. Wichtig ist also, seine Vorsätze ganz konkret zu formulieren, sodass man sie jeden Tag umsetzen kann.

Darum ist es auch schwieriger, mit einer Gewohnheit aufzuhören als eine neue aufzunehmen. Was muss man schließlich dafür tun, NICHT zu rauchen? Ans Nichtrauchen denken, scheint jedenfalls nicht zu funktionieren. Auch hier muss man aufpassen, nicht zu viel von sich zu erwarten. Ein Rückfall bedeutet nicht, dass man gescheitert ist. Es ist nur ein weiterer Schritt auf dem Weg nach vorne und beim nächsten Mal ist man wieder in der Spur.

So klappt‘s 2023: Nicht zu viel vornehmen

Passend dazu warnt auch die Psychotherapeutin Amy Morin gegenüber Business Insider davor, die eigenen Ziele zu hoch zu stecken. Bei ausbleibendem Erfolg lässt man sich schnell abschrecken und verliert die Motivation. Setzt man seine Ziele in kleineren Schritten an, erlebt man dagegen schneller Erfolge und bekommt ein besseres Gefühl für Fortschritt. Doch auch hier ist ein gesundes Maß an Vorsicht geboten.

Denn wer feststellt, dass es ihm leicht fällt, kleine neue Angewohnheiten zu entwickeln, tappt schnell in die nächste Falle. Dann häuft man zu viele davon an, nur um am Ende mit etlichen kleinen Ritualen überfordert zu sein, die eigentlich den Alltag optimieren sollen, und sie alle schließlich wieder fallen zu lassen. Vielleicht kann man sich gut merken: Handelt es sich um Handgriffe, die nach einer Weile auch am Ende eines schlechten Tags noch sitzen, hat man es vermutlich geschafft.

So klappt‘s 2023: Runter mit dem Stress!

Und seien wir mal ehrlich – manchmal sind wir zu streng mit uns und stellen uns einem ganz wichtigen Vorsatz entgegen: weniger Stress. Dabei klingt der doch eigentlich machbar. Besonders, wenn man weiß, wie man mit clever eingeplanten Brückentagen locker 61 freie Urlaubstage aus dem Jahr 2023 herausholt. (paw)

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