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2G im Supermarkt bald auch in BW? Ministerium mit klarer Ansage

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Von: Daniel Hagen

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Baden-Württemberg - In Hessen können sich Supermärkte entscheiden, ob sie ein 2G-Modell einführen wollen – also Ungeimpfte draußen bleiben müssen. Könnte so etwas auch in BW kommen?

Das Bundesland Hessen erhöht noch einmal den Druck auf Ungeimpfte. So dürfen dort Einzelhändler entscheiden, ob sie eine 2G-Regelung in ihren Geschäften zulassen wollen*, durch die dann nur noch Geimpfte und Genesen einkaufen gehen dürfen. Der Vorteil daran ist, dass in den Läden dann keine Maskenpflicht oder Abstandsregeln mehr eingehalten werden müssen. Für die aus der Branche gewünschte Anpassung gibt es sowohl Applaus, als auch Kritik. Viele fürchten, dass Ungeimpfte am Ende nicht mal mehr in einen Supermarkt zum Einkaufen gehen dürfen – was aber eher unwahrscheinlich ist.

„Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden. Das heißt dann aber auch, dass ohne 2G weiter die Abstands- und die Maskenpflicht gelten“, sagt der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Da die Entscheidung erst am 12. Oktober verkündet worden ist, gibt es bislang noch keine Statistik, wie viele Geschäfte wirklich das 2G-Modell nutzen. Sollte es sich aber durchsetzen, könnte es vielleicht sogar in anderen Bundesländern angewendet werden. Warum das eher nicht passieren wird, verrät HEIDELBERG24*.

2G-Optionsmodell im Supermarkt: Wird es auch in Baden-Württemberg eingeführt?

Das Land Baden-Württemberg* scheint einer 2G-Regelung dieser Art eher skeptisch gegenüberzustehen. „Die Handelsverbände haben bereits signalisiert, dass in solchen Fällen die Umsetzung von umfassenden Kontrollpflichten für die Einzelhändler nicht praktikabel ist. Alleine die erforderliche Kontrolle der Immunisierungsnachweise und der damit verbundene Aufwand des Betreibers stünde dem geringen Vorteil für die Kundinnen und Kunden entgegen“, antwortet ein Sprecher des Sozialministeriums auf HEIDELBERG24-Anfrage.

Aus diesem Grund erwarte die Landesregierung nicht, dass allzu viele Geschäfte das 2G-Modell überhaupt nutzen würden. „Somit ist auch weiterhin von einer ausreichenden Versorgung nicht immunisierter Personen auszugehen“, ergänzt der Sprecher. Zudem habe das Einkaufs-Verbot von Ungeimpften auch nichts mit der geltenden Corona-Verordnung zu tun. Supermärkte und Geschäfte könnten generell aufgrund der Vertragsfreiheit oder des Hausrechts bestimmten Personengruppen den Eintritt verwehren.

Baden-Württemberg: 2G beim Einkaufen schwer umsetzbar für Supermärkte

„Die Corona-Verordnung des Landes mit dem 2G-Optionsmodell ermöglicht es Betreibern von Einrichtungen und Veranstaltungen lediglich, bei der 2G-Option für den Publikumsverkehr auch ohne die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske zu öffnen. Das heißt, die Corona-Verordnung regelt, dass dann die Maskenpflicht entfällt“, heißt es aus dem Sozialministerium Baden-Württemberg. Sollte also ein Laden Ungeimpften den Eintritt verwehren, wäre das eine eigene Entscheidung und nicht vorgegeben. Bei Supermärkten und Discountern wie Aldi, Kaufland oder Edeka sind auch weiterhin alle Kunden wilkommen*.

Mit der neuen Corona-Verordnung von Baden-Württemberg* haben auch Gaststätten, Bars und Großveranstaltungen die Chance, auf das 2G-Modell umzusteigen. Dadurch müssen Geimpfte und Genesen keine Masken mehr tragen oder Abstände einhalten. Bei größeren Events gibt es zudem keine Mindestanzahl von Besuchern mehr. (dh) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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