1. Heidelberg24
  2. Verbraucher

2G im Einzelhandel: Termine im Überblick – ab wann die Regel in den Bundesländern greift

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marten Kopf

Kommentare

Ausgerechnet zur Weihnachtszeit rollt die „Vierte Welle“ übers Land. Um dem entgegenzuwirken, gilt bald bundesweit die 2G-Regel im Einzelhandel. Wann es wo so weit ist:

Nach den Bund-Länder-Beratungen zu einer bundeseinheitlichen Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie* gilt nun bundesweit die 2G-Regelung im Einzelhandel. Allein der Zeitpunkt der Einführung liegt im Ermessen der einzelnen Bundesländer. Die nämlich müssen die entsprechenden Schritte in ihren jeweiligen Corona-Verordnungen regeln – aber längst nicht alle haben bereits eine neue, angepasste Verordnung erlassen. Der Freistaat Bayern etwa gibt auch ungeimpften und nicht-genesenen Kunden noch ein paar Tage länger Zeit zum Shoppen.

Andere waren da schneller. Baden-Württemberg* beispielsweise erließ bereits am Freitag (3. Dezember) im Schnellverfahren eine neue Corona-Verordnung* – nur einen Tag nach den Bund-Länder-Beschlüssen also. Tatsächlich galt hier die 2G-Regelung zu diesem Zeitpunkt aber längst. Schon seit der Vorwoche war der Weihnachtsbummel den gegen Sars-Cov-2 Geimpften bzw. den davon Genesenen vorbehalten, wie HEIDELBERG24* berichtet. Hinzu kamen mit der Neuauflage der Verordnung aber einige Verschärfungen in anderen Bereichen, etwa bei Großveranstaltungen.

2G im Einzelhandel: Ab wann die Regel in den jeweiligen Bundesländern gilt

Neben Baden-Württemberg hatten aber auch Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen schon entsprechende Regelungen umgesetzt. Rheinland-Pfalz*, Hamburg und Schleswig-Holstein zogen am vergangenen Samstag nach, die restlichen Bundesländer werden es in den kommenden Tagen tun. Wann sich Kunden konkret auf 2G im Einzelhandel einstellen müssen, zeigt die folgende Übersicht:

Grundsätzlich gilt die Regelung übrigens für alle Bürger ab 12 Jahren. Ausgenommen sind aber Geschäfte der täglichen Grundversorgung. Dazu gehören neben Supermärkten beispielsweise auch Apotheken, Drogerien und Bäckereien – und selbstverständlich ist auch für den Arztbesuch kein besonderer Nachweis nötig.

Weihnachtsgeschäft: Handelsverband schlägt Alarm

Selbstredend bleiben solche Einschnitte für Einzelhändler nicht folgenlos. So schlägt etwa der Handelsverband Nordbaden Alarm und beklagt für das zweite Adventswochenende einen dramatischen Umsatz-Einbruch im sonst eigentlich so lukrativen Weihnachtsgeschäft*. Ein vom Verband in Auftrag gegebenes Gutachten kommt gar zu dem Ergebnis, dass die 2G-Regel für den Einzelhandel zu einem nicht verhältnismäßigen Grundrechtseingriff führe – weshalb bereits einige große Handelsunternehmen juristische Schritte angekündigt haben.

Dabei kommen die Händler noch vergleichsweise „milde“ davon: In anderen Branchen kommen die neuen Corona-Verordnungen einem Arbeitsverbot gleich. So mussten – ebenfalls unter anderem in Baden-Württemberg – Standbetreiber auf Weihnachtsmärkten ihre Buden nun wieder komplett schließen. Und das nach einem ohnehin schon entbehrungsreichen vergangenen Jahr: 2020 waren Weihnachtsmärkte bundesweit von Vornherein abgesagt worden. (mko) HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare