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Bürgergeld, 49-Euro-Ticket, Verbandkasten – Liste zeigt die wichtigsten Änderungen 2023

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Von: Marten Kopf

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Mit dem Jahreswechsel kommen so einige Neuerungen auf uns zu. Von Energiepreisbremse hin zum Home-Office ist alles mit dabei. Nicht leicht, dabei den Überblick über die wichtigen Dinge zu behalten.

Neues Jahr, neues Glück. Neue Gesetze. Neue Regeln. Es hat sich viel getan im Jahre 2022 – und das wird auch 2023 nicht anders sein. Mit dem Jahreswechsel tut sich wieder was, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Klar, es gibt Wichtiges und weniger Wichtiges. Aber ein paar Dinge sind dabei, die man dann doch auf dem Schirm haben sollte. Ein kleiner Änderungs-Überblick von HEIDELBERG24:

Weniger Kosten, höhere Grundsicherung: Energiepreisbremse und Bürgergeld

Bürger und Unternehmen sollen 2023 mit Preisbremsen für Gas und Strom von den stark gestiegenen Kosten entlastet werden: Sie können dann eine Basisversorgung zu günstigeren Preisen nutzen. Ziel ist es, die Energiekosten bezahlbar zu halten und zugleich eine sichere Versorgung mit Gas und Strom zu gewährleisten. Die Strompreisbremse deckelt den von privaten Verbrauchern und kleinen Unternehmen zu zahlenden Strompreis bei 40 Cent pro Kilowattstunde, der Gaspreis wird bei 12 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt. Los geht‘s offiziell zwar erst im März, allerdings gilt die Regelung rückwirkend auch für die ersten beiden Monate des Jahres.

„Hartz IV“ ist Geschichte. Zumindest unter diesem Namen. Mehr Leistungen und höhere Freibeträge stehen zum 1. Januar 2023 an. Das dann sogenannte „Bürgergeld“ die bisherige Grundsicherung „Hartz IV“ ersetzen. Der Regelsatz des neuen Bürgergelds für alleinstehende Erwachsene soll monatlich 502 Euro betragen (statt der bisherigen 449 Euro). Auch Kinder sollen mehr Geld erhalten. 

Nahverkehr und Autofahren: Deutschlandticket und Verbandkästen

Ein bundesweit nutzbares Nahverkehrsticket soll im neuen Jahr zum Einführungspreis von 49 Euro pro Monat kommen und an das beliebte 9-Euro-Ticket aus dem Sommer anknüpfen. Der Starttermin ist zwar noch offen, die Länder peilen für das auch „Deutschlandticket“ genannte Angebot aber den 1. April 2023 an.

Schon seit Februar 2022 müssen Autofahrer in ihrem Verbandkasten zwei Corona-Schutzmasken mit sich führen. Aber: Die Übergangsfrist für die neue DIN-Norm der Verbandstasche endet zum 31. Januar 2023. Heißt im Klartext: Wer im neuen Jahr bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle den Verbandkasten nicht nachgerüstet hat, muss dann mit einer Strafe rechnen. Doch für Autofahrer gelten noch weitere (Neu-)Regelungen, zumindest für einige – denn auch für alte Führerscheine drohen mitunter Bußgelder.

Einwegverpackungen adé: Mehrwegbehälter für To-Go-Produkte

Seit dem Jahr 2021 ist Einwegplastik größtenteils durch die knackig benannte Einwegkunststoffverbotsverordnung nicht mehr erlaubt. Wegwerf-Strohhalme und Wegwerf-Besteck gehören seitdem der Vergangenheit an. Doch auch 2023 kommt eine Verordnung der Sorte „Weg vom Einweg“ auf uns zu. Wer Essen ausliefert oder zum Mitnehmen anbietet, muss dieses dann im Mehrwegbehälter einpacken.

Große Einzelhändler haben schon Reaktionen auf die Neuerung angekündigt, Edeka beispielsweise stellt sich mit einem eigenen Pfandsystem darauf ein. Für Geschäfte mit einer Ladenfläche unter 80 Quadratmeter oder mit weniger als fünf Beschäftigten gilt die Regelung nicht.

Arbeiten nach Corona: Home-Office-Pauschale bleibt – und wird ausgebaut

Während der Corona-Pandemie ist das Arbeiten im Home-Office – notgedrungen – immer weiter vorangeschritten. Zwar ist die Arbeit in den eigenen vier Wänden durchaus bequem, die Strom- und Heizkosten steigen aber. Aus diesem Grund ist eine Sonderregelung – die sogenannte Homeoffice-Pauschale – ins Leben gerufen worden. Die war eigentlich nur auf die Jahre 2020, 2021 und 2022 begrenzt, nun aber entfristet.

Die Homeoffice-Pauschale gilt für Arbeitnehmer, Selbstständige und Freiberufler. Die können so ihre anfallenden Kosten in der Steuererklärung geltend machen. Bislang war die Pauschale auf fünf Euro pro Tag und insgesamt 120 Tage im Jahre begrenzt. Im Jahr 2023 sind nun maximal sechs Euro pro Tag mit insgesamt 210 Tage im Jahr möglich. Insgesamt konnten Arbeitnehmer nur 600 Euro pro Jahr steuerlich geltend machen – ab 2023 sind es ganze 1.260 Euro. (mko)

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