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Aldi & Lidl: Discounter-Riesen geht Ware aus – Drohen leere Regale zu Weihnachten?

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Von: Tobias Becker

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Baden-Württemberg - Im Weihnachtsgeschäft drohen leere Regale. Aufgrund von Lieferengpässen schlagen die Discounter-Riesen Aldi und Lidl Alarm.

Gemütlich durch die Stadt schlendern, Geschenke suchen und manch eines vielleicht auch erst Last-Minute besorgen - was sonst üblich ist und zur Gemütlichkeit der Vorweihnachtszeit gehört, könnte dieses Jahr ein Fehler sein. Denn bereits im Sommer hieß es, dass sich Deutsche Sorgen um ihre Geschenke machen* müssen, wie HEIDELBERG24* berichtete. Zwar gab es aus dem Einzelhandel zunächst Entwarnung, aber nun kommt die nächste Schocknachricht. Dieses Mal geht es um die Discounter-Riesen Lidl und Aldi. In Supermärkten steigen die Preise bereits*, was auch vorhersehbar ist, allerdings kann das, was nicht da ist, auch nicht bezahlt werden. Im Klartext: Die Regale könnten bald leer sein!

Leere Regale in Supermärkten: Dieses Sortiment ist bei Aldi und Lidl betroffen

Betroffen sind wohl nicht nur die Discounter, sondern auch der Handel und die Wirtschaft generell. Im Falle der Supermarkt-Riesen Aldi und Lidl geht es aber vor allem um die Non-Food-Artikel, laut Lebensmittelzeitung. Bereits in den vergangenen Wochen gab es hin und wieder nicht ganz so prall gefüllte Regale, wenn es etwa um Kleidung, Bettwäsche oder Spielzeug ging.

NameAldiLidl
Gründung19461973
SitzEssenNeckarsulm
GründerKarl Albrecht, Theo AlbrechtDieter Schwarz

Die Aktionsware ist zwar nur temporär im Angebot, löst aber oft einen Run der Kunden aus. Heißt es jetzt also: Noch schneller sein? Gerade in der Weihnachtszeit kann das für die Discounter-Riesen zum Problem werden, denn weniger Ware bedeutet auch weniger Umsatz, solange die Nachfrage weiterhin hochbleibt. Und: Manch ein Aktionsartikel könnte in diesem Jahr komplett fehlen. Wie die Frankfurter Rundschau schreibt, wollen die Unternehmen wohl die „entsprechenden Werbetermine anpassen“.

Leere Regale in Supermärkten: Das sind die Gründe für Schwierigkeiten bei Aldi und Lidl

Die Lieferengpässe sind seit Wochen ein heißes Gesprächsthema in Medien und Wirtschaft, denn sie sind Folgen der Coronavirus-Pandemie. Der Ausnahmezustand durch Corona ist jedoch nicht der einzige Grund für die Schwierigkeiten der Discounter-Riesen Lidl und Aldi. Auch der fehlende Platz auf den Containerschiffen könnte ausschlaggebend sein, denn das beeinträchtigt wohl die Lieferzeiten. So soll Lidl beispielsweise auf mehr als 1400 Non-Food-Lieferanten angewiesen sein, die aus China kommen, wie die Lebensmittelzeitung berichtet.

Ein weiterer Grund für die wohl leeren Regale bei Aldi und Lidl könnten die Einsparungen Chinas sein - oder vielmehr: Die Rationierungen. So zitiert die Lebensmittelzeitung aus einer Lieferanten-Mail: „Wir hatten letzte Woche nur zwei Tage Strom. Wir wissen wirklich nicht, wie lange das so bleibt. Die kommenden Lieferungen werden sich verzögern.“ Für Aldi und Lidl, aber auch viele andere Unternehmen, sind das Aussagen, die man gar nicht gerne hört.

Leere Regal in Supermärkten: Die Auswirkungen und Aussicht - so geht‘s weiter

Eine gute Nachricht gibt es allerdings auch: Die Lebensmittel sind wohl nicht von den Engpässen betroffen. Dennoch überwiegen wohl die Nachteile, denn die Preise werden wohl weiter ansteigen. Hinzu kommt, dass die Landesbank Baden-Württemberg bereits eine Studie durchgeführt hat, nach der es wohl auch im Weihnachtsgeschäft diese Probleme geben wird. Dort heißt es: „Die Nachfrage trifft auf Lager, die im Wesentlichen durch Unsicherheiten in der Corona-Pandemie aktuell auf einem niedrigen Niveau liegen.“ Heißt: Besserung ist nicht in Sicht. (tobi) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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