Hersteller mit neuer Technologie

Aldi plant Revolution – dabei werden Chips und Münzen überflüssig

Aldi: Wenn Discounter und Supermärkte sich für die Zukunft rüsten, müssen sich Kunden oft an neue Technologien gewöhnen. Das könnte bald auch für Einkaufswagen gelten:

  • Aldi*: Die Technologie am Einkaufswagen könnte bald revolutioniert werden.
  • Ein Hersteller plant einen smarten Einkaufswagen, der das alte Pfandsystem ablösen soll.
  • Heißt es für Kunden bald Smartphone statt Münze und Chip?

Beim Einkaufs-Erlebnis des Kunden ist der Einkaufswagen besonders wichtig. Es kommt nicht nur auf die Größe an, sondern auch die kleinen Feinheiten, mit denen ein Einkaufswagen bei Aldi, Kaufland* und Co. ausgestattet ist. Schon ein winziges Detail kann bestimmen, wie der Einkauf des Kunden im Discounter oder Supermarkt ausfällt. Schon alleine deswegen feilen die großen Ketten immer weiter an ihren Technologien. Wie HEIDELBERG24* berichtet, könnte jetzt nicht nur eine Einkaufswagen-Revolution kurz bevor stehen – sondern auch das Aus für das gewohnte Pfandsystem mit Chip oder Geldmünze.

Aldi: Einkaufswagen-Revolution beim Discounter? Pfand-System seit Jahren unverändert

In Deutschland wird der Einkaufswagen seit 1948 eingesetzt. In diesem Jahr kam in Supermärkten das Selbstbedienungsprinzip auf. Nachdem die Einkaufswägen jahrelang ohne Ketten und Sicherung vor den Supermärkten herumstanden – und oft von Mitarbeitern wieder eingesammelt werden mussten – führte man ein Pfandprinzip ein. Dieses entwickelte sich zum bekannten Münzsystem im Zusammenspiel mit einer Sperrkette, das sich bis heute kaum verändert hat.

Ein Einkaufswagen bei Aldi Süd mit dem bekannten Pfand-System (Symbolfoto)

Auch interessant: Viele Kunden wundern sich über den unpraktisch schrägen Boden im Einkaufswagen* – und ahnen nicht, dass eigentlich ein genialer Trick dahinter steckt. Ein weiteres Detail am Einkaufswagen, wird hingegen so gut wie immer übersehen.* Dabei kann man dadurch seinen Einkauf im Discounter und Supermarkt noch viel praktischer gestalten.

Aldi: Aus für Münzen und Chips? Hersteller plant smarten Einkaufswagen

Wie chip.de berichtet, arbeitet der weltweit größte Hersteller von Einkaufswagen, Wanzl, der seine rollende Ware weltweit an Ketten wie Aldi Süd, Aldi Nord, Lidl oder Ikea liefert, seit Jahren an einem sogenannten „Smart Trolley“, der mit seiner Technologie das alte Pfandsystem ablösen soll. Dabei handelt es sich um einen digitalen Einkaufswagen, der nicht mehr durch Münzen oder Chips entriegelt wird, sondern über das Smartphone.

Kunden von laden, um den „Smart Trolley“ entsperren zu können, eine App des jeweiligen Supermarkts auf ihr Handy. Ein NFC- oder Bluetooth-Signal schaltet den Zugang zum digitalen Einkaufswagen dann frei. Die passenden Apps von Aldi und Co. haben Millionen Kunden meist bereits auf ihrem Smartphone. Der Einkaufswagen-Hersteller Wanzl entwickelt nicht nur die notwendige Technik für den smarten Wagen, sondern auch die Software, die sich schließlich in jede Supermarkt-App integrieren lassen soll. Dass zum Beispiel Aldi für neue Ideen und Verbesserungen offen ist, zeigt auch eine Situation, die sich kürzlich im Netz zugetragen hat: Ein Kunde machte einen genialen Vorschlag für Einkaufszettel* – der Discounter reagierte sofort mit Begeisterung.

Aldi: Einkaufswagen-Revolution mit „Smart Trolley“ – Smartphone statt Münze und Chip?

Doch werden Münzen und Chips, sobald die neue Einkaufswagen-Technologie zur Verfügung steht, bei Aldi und Co. tatsächlich überflüssig? „Wir wollen mit Testphasen erste Markterfahrungen sammeln und schauen, wie das insgesamt ankommt“, zitiert chip.de einen Mitarbeiter. Einkaufswagen sollen laut Bericht auch weiterhin mit Münze und Chips funktionieren – besonders, weil ältere Menschen mit der neuen, digitalen Lösung eventuell nicht gut klar kommen würden.

Bis sich der smarte Einkaufswagen flächendeckend in den Filialen von Discounter Supermärkten in Deutschland ausgebreitet hat, könnte es also noch Jahre dauern – je nachdem, wie die Kunden den „Smart Trolley“ im Test annehmen. Fest steht jedoch, dass Smartphones im Zuge der Digitalisierung auch für Aldi, Lidl und Co. immer wichtiger werden. Die Kunden werden sich in den kommenden Jahren also wohl oder übel auch beim Einkauf an neue Technologien gewöhnen müssen. (kab) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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