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Aldi: Kunde schockt Discounter mit Nazi-Vergleich – „Wird Aldi jetzt auch...“

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Von: Marten Kopf

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Kritik am Einzelhandelsriesen Aldi ist wahrlich keine Seltenheit. Und selbst offene Anfeindungen kommen häufig vor. Auf Facebook schießt ein User nun aber deutlich übers Ziel hinaus.

Der Lebensmittel-Discounter Aldi* macht nun wirklich oft Schlagzeilen – aus unterschiedlichsten Gründen, positiv wie negativ. Manchmal aber sind es die Kunden, die die Schlagzeilen produzieren. Und das ist gar nicht so selten, wie man vielleicht denken mag. In der Regel passiert das, wenn Kunden Vorwürfe erheben. Auch die können natürlich mitunter berechtigt sein, und grundsätzlich ist gegen berechtigte Kritik ja auch nichts einzuwenden, im Gegenteil. Schwierig wird‘s, wenn Menschen sich völlig im Ton vergreifen und offene Anfeindungen mit Kritik verwechseln. Und mit genau einem solchen Fall sieht sich nun kürzlich das Social-Media-Team von Aldi Süd auf Facebook konfrontiert.

DiscounterAldi
HauptsitzEssen (Aldi Nord)/Mühlheim an der Ruhr (Aldi Süd)
GründerKarl & Theo Albrecht
Filialen11.235 (2019)
Umsatz81,8 Milliarden Euro (2019)

Hintergrund der neuerlichen Anfeindung sind – man ahnt es ja fast schon – wieder einmal die aktuell geltenden Corona-Regelungen im Einzelhandel*. Die können mit ihren immer neuen Änderungen und Anpassungen zwar tatsächlich manchmal etwas kompliziert anmuten, ganz offensichtlich stiften sie bei einigen Menschen aber sehr viel mehr Verwirrung als bei anderen. Erst kürzlich etwa berichtet HEIDELBERG24* von einem anderen Fall, in dem sich eine Userin ebenfalls auf Facebook mit einem ziemlich peinlichen Vorwurf blamiert*.

Aldi Süd auf Facebook: NAZI-Vergleich in Großbuchstaben

In einem Kommentar zu einem eigentlich völlig harmlosen Post von Aldi Süd, in dem es um ein Angebot für Weihnachtskerzen geht, versteigt sich User Heiko nun aber vollends. „Wird Aldi jetzt auch zum NAZI?“, fragt er da allen Ernstes – und verlinkt einen Artikel der Nachrichtenseite MANNHEIM24*, in dem die Frage erörtert wird, ob die 2G-Regel (geimpft, genesen) wohl bald auch für Supermärkte gelten könnte*. Und von der definitiv völlig unpassenden Wortwahl mal ganz abgesehen, hätte Heiko den Artikel, der ihn da so aufzuwühlen scheint, wirklich gelesen, läge die Antwort auf der Hand. Die lautet nämlich ganz eindeutig: nein.

Zwar gilt die 2G-Regel inzwischen tatsächlich für den Einzelhandel – und das nicht nur in Baden-Württemberg*, sondern bundesweit –, davon ausgenommen sind aber Geschäfte der täglichen Grundversorgung. Und dazu gehören neben Apotheken und Drogerien eben auch: Supermärkte. Das weiß selbstverständlich auch das Social-Media-Team von Aldi Süd und reagiert mit nachdrücklicher Aufklärung – und etwas Geschichtsunterricht.

Nazi-Vorwurf via Facebook: Aldi reagiert souverän

„Bitte lese dir zuerst den Artikel gründlich durch bevor du solche Mutmaßungen und Beleidigungen äußerst, Heiko. Es steht sogar deutlich ein Statement drinnen, dass wir auf die Option (!) eine 2G-Regelungen einzuführen, verzichten. Um es nochmal zusammenzufassen: Es gibt bei uns keine 2G- oder 3G-Regelung“, heißt es da zunächst noch einigermaßen diplomatisch in der Antwort. Dann stellt der Social-Media-Beauftragte aber deutlich klar, was er von Heikos Wortwahl hält: „Solltest du allerdings meinen, uns beleidigen zu müssen oder mit solchen Äußerungen das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte zu verharmlosen, werden wir uns gerne von dir verabschieden.“

Klare Worte. So richtig beeindrucken lassen will sich Heiko von dem Statement allerdings nicht: „Ich werde mal eure Antwort speichern und ggf. euch dann unter die Nase reiben“, setzt er mit fragwürdiger Satzstellung und Zwinker-Smiley nach. Ob ihm das etwas bringt, darf allerdings getrost bezweifelt werden. (mko) *HEIDELBERG24 und MANNHEIM24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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