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Aldi, Kaufland, Lidl: Drastische Änderung ab Januar 2021 – das erwartet Kunden ab sofort

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Bei Aldi, Kaufland, dm und Co. stehen 2021 einige Neuerungen ins Haus. Entscheidend für Kunden ist allerdings die Frage: Steigen mit der Mehrwertsteuer-Anhebung auch die Preise?

Trotz Corona-Pandemie und Lockdown ist auf Drogerie- und Supermärkte sowie Discounter immer Verlass gewesen. In den kritischen Zeiten des grassierenden Coronavirus wünschen sich Kunden in Deutschland mehr den je Sicherheit und Kontinuität. Letzteres ist jedoch relativ, denn wie fast zu jedem Jahreswechsel wird es auch 2021 bei Aldi, Kaufland und Co. einige Änderungen geben. Mit der Rückkehr zum alten Mehrwertsteuersatz steht ein Aspekt ganz besonders im Mittelpunkt des Kunden-Interesses: Steigen damit auch wieder die Preise beim Einkaufen? Neben diesen finanziellen Fragen wird es für manche Kunden auch ein wenig Wehmut geben: Mit der Zerschlagung eines Handelsriesen wird 2021 auch eine Ära zu Ende gehen.

Aldi, Kaufland, dm und Co. – das verflixte Corona-Jahr: Toilettenpapier-Horter und Masken-Pflicht

Doch werfen wir zunächst einmal einen Blick auf das außergewöhnliche Corona-Jahr zurück: Im Vorfeld des ersten Lockdowns sorgten Hamsterkäufe für Schlagzeilen. Die Bilder von leeren Supermarkt machten die Runde. Und vor allem ein Hygiene-Artikel avancierte zum begehrtesten Produkt bei Kunden in ganz Deutschland: Toilettenpapier! Rückblickend wird der ein oder andere darüber lachen: Die witzigsten Posts zu Klopapier-Hamsterkäufen*.

Doch auch 2021 wird eine Regel die Kunden noch für lange Zeit begleiten: die Maskenpflicht. Bei Aldi, Kaufland, dm* und Co. gelten bereits seit Frühjahr Maskenpflicht und Mindestabstände.

Während Desinfektionsprodukte seit jeher zum Standard-Sortiment der Drogerie-Ketten dm*, Müller und Rossmann gehören, werden sie im Zuge der Corona-Pandemie durch Mund- und Nasenbedeckungen ergänzt.

Aldi, Kaufland, dm und Co.: Das gilt ab dem 1. Januar 2021

Hinsichtlich der Hygiene-Regeln in Supermärkten, Discounter und Drogerie-Filialen bleibt zunächst alles beim Alten: Auch wenn der Winter-Lockdown lediglich bis zum 10. Januar angesetzt ist, rechnen viele Beobachter mit einer Verlängerung der Maßnahmen.

Erst nach dem nächsten Bund-Länder-Gipfel am 5. Januar ist hierbei mit Klarheit zu rechnen. Somit werden sich die Kunden aller Voraussicht nach im Januar 2021 beim Einkaufen im Einzelhandel auf Aldi, Kaufland, dm und Co. beschränken müssen.

Kampf um die Mehrwertsteuer: Wer traut sich 2021 die Preise zu erhöhen? (Symbolbild/Fotomontage).
Kampf um die Mehrwertsteuer: Wer traut sich 2021 die Preise zu erhöhen? (Symbolbild/Fotomontage). © dpa/Jens Kalaene & dpa/Sebastian Kahnert

Beispielsweise bleiben, die bei Deutschen beliebten, Baumärkte ausschließlich für gewerbliche Kunden zugänglich. Möbelläden und Modegeschäfte müssen ihre Türen weiter geschlossen halten. Im Gegensatz zu einigen Bundesländern in Ost- und Norddeutschland verbietet Baden-Württemberg die Abholung von Ware nach Online-Kauf bei Baumärkten und Möbelgeschäften.

Aldi, Kaufland, dm und Co.: Steigen die Preise?

Um den Konsum der Kunden zu stärken, hat die Bundesregierung in der Corona-Krise die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent gesenkt. Ab dem 1. Januar ist diese finanzielle Erleichterung wieder hinfällig. Sowohl für Lebensmittel und Waren, als auch für Dienstleistungen steht wieder der alte Mehrwertsteuersatz an.

Somit wird der 2. Januar 2021 ein spannender Tag für den deutschen Einzelhandel. Mit dem ersten Verkaufstag des neuen Jahres sollten eigentlich die Preise wieder nach oben gehen – oder etwa nicht? Ob das wirklich geschieht, und in welchem Umfang, das scheint unmittelbar vor dem Jahreswechsel weiterhin ungewiss. Vor allem bei den Discountern gibt es eine Tendenz:

Aldi oder Lidl werde ein solcher Schritt schwerfallen, schätzt Handelsexperte Martin Fassnacht gegenüber der Deutschen-Presse Agentur die Lange ein. Die Begründung: Discounter haben in der Corona-Pandemie Marktanteile an die Supermärkte verloren. Demnach könnte der „brutale Wettbewerb“ im deutschen Lebensmittelhandel möglichen Preiserhöhungen einen Strich durch die Rechnung machen – die Kunden freut‘s.

Aldi betont zwar: „Die Bundesregierung hat die Mehrwertsteuersenkung bis zum 31. Dezember 2020 begrenzt, weshalb wir unsere Preise zu Jahresbeginn wieder entsprechend anpassen werden.“ Das Unternehmen signalisiert aber gleichzeitig seine Wachsamkeit für den Fall, dass die Konkurrenz eine Überraschung plant.

Im Klartext bedeutet das: Sollte einer der großen Discounter Anfang 2021 die Preise nicht erhöhen, werden sich alle anderen gezwungen fühlen, mitzuziehen.

Supermärkte und Discounter: Weniger Plastik – diese Sachen gibt es bald nicht mehr zu kaufen

Ab dem 3. Juli dürfen einige Plastikgegenständige nicht mehr hergestellt werden. Dazu zählen unter anderem Plastikstrohhalme, Plastikgeschirr, Plastikbesteck, Plastikwattestäbchen und Styroporbehälter.

Einkaufen 2021: Real verschwindet in vielen Städten von der Bildfläche

Nachdem die russische SCP Group die Warenhauskette Real von der Metro Gruppe gekauft hat, wird die Zerschlagung des einstigen Handelsriesen 2021 endgültig beendet.

Allein Kaufland übernimmt 92 Real-Standorte* und das Online-Geschäft. Laut Wettbewerbsbehörde konnte sich auch die Supermarktkette Globus 24 Real-Filialen sichern.

UnternehmenKaufland
ZentraleNeckarsulm
Mitarbeiterzahl132.000 (Dezember 2019)
Gründung1984
Filialen in Deutschlandüber 670

Im Februar 2020 zählte das Real-Filialnetz noch 272 Märkte und gehörte bis dahin zum festen Einkaufsrepertoire der Kunden in Deutschland. Obgleich es noch Monate dauern wird, bis die Märkte umgetauft sind, steht eins jetzt schon fest: Mit der Zerschlagung von Real neigt sich 2021 eine Ära ihrem Ende zu. (esk/dpa)

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