Dynamic Pricing

Aldi, Lidl & Co.: Große Veränderung steht an – droht jetzt der Preis-Wahnsinn?

Ein Preisschild in einem Supermarkt.
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Ein Preisschild in einem Supermarkt.

Auch in Supermärkten und Discountern schreitet die Digitalisierung voran. Ändern sich Produkt-Preise bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co. bald mehrmals am Tag? 

  • Viele Supermärkte und Discounter drucken noch fast täglich neue Preisschilder und bringen sie an Regalen an.
  • Damit könnte bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Kaufland und Co. bald Schluss ein.
  • E-Etiketten und „Dynamic Pricing“ können das Einkaufen bald grundlegend verändern:

Die Preisanpassung durch die Mehrwertsteuersenkung bedeutete für viele Angestellte in Supermärkten und Discountern enorme Mehrarbeit. Eine flächendeckende Umstellung auf digitale Preisschilder könnte das Einkaufen bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka oder Kaufland* grundlegend verändern. Durch die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent standen viele Händler vor größeren Schwierigkeiten. Zahllose Produkt-Preise mussten umetikettiert, neue Preisschilder in den Regalen angebracht werden. Wie HEIDELBERG24* berichtet, könnte das Einstecken von Preis-Etiketten in Regalen könnte aber bald ein Ende haben.

Aldi, Lidl, Rewe, Edeka & Co. - kommen jetzt die E-Etiketten?

In Supermarkt-, Discounter- und Drogeriemarkt-Filialen, die bereits auf digitale Preisschilder umgestellt haben, dürfte die Preisanpassung problemlos verlaufen sein. Das Zauberwort hier: Electronic Shelf Labeling (ESL). Dank ESL sind Produktpreise in kürzester Zeit aktuell - und das ohne aufwändiges Etikettentauschen in den Regalen. So können Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Kaufland und Co. Personal sparen. Dies könnte auch eine ganz neue Ebene in den jahrelang währenden Preiskampf zwischen Aldi und Lidl bringen, in den sich jetzt sogar bereits Edeka eingemischt hat*. Unter anderem geht der Supermarkt-Riese auf den Discounter Aldi in einer Werbung los.

Der Etikettentausch im Supermarkt ist zeitaufwändig und arbeitsintensiv.

Manuelles Etikettentauschen kostet Zeit und ist bisweilen fehleranfällig: Neue Preisschilder müssen gedruckt und an der richtigen Stelle im Regal platziert werden. Gerade für die großen Supermarkt- und Discounter-Ketten sind Fehler ein Ärgernis. Immerhin operieren Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Kaufland und Co. mittlerweile mit wöchentlichen Sonderangeboten und Aktionspreisen. Das bedeutet nicht nur einen hohen logistischen sondern auch personellen Aufwand. Laut chip.de helfen E-Etiketten, Zeit und Personal zu sparen. Schließlich lässt sich das Warensystem dank ESL per Knopfdruck aktualisieren.

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Preisänderung bald mehrmals am Tag?

Ein weiterer Vorteil für Supermärkte und Discounter: Sonderpreise und Rabatte können jetzt mit unterschiedlichen Farben auffälliger beworben werden. Und Verbraucher können sich via QR- oder Barcode wichtige Zusatzinformationen zu Produkten direkt aufs Smartphone holen. Öko-Test hat insgesamt 20 Apfelmus- und Apfelmark-Produkte getestet und kommt dabei zu überraschenden* – und teilweise erschreckendem – Ergebnissen.

Ein weiteres Schlagwort, das in Zukunft Einzug in den Handel, vor allem bei den großen Einzelhandelsketten halten dürfte, ist „Dynamic Pricing“. Dabei berechnen Algorithmen die Produktpreise anhand von Angebot und Nachfrage oder Preisen bei der Konkurrenz. Sogar das Wetter spielt eine Rolle in der Preisberechnung. Denkbar, dass Preise sogar mehrere Male am Tag angepasst werden. Aldi Süd kämpft nicht nur um Preise, denn der Discounter macht auch Waren nacht. So gibt es nun auch ein Ikea-Produkt im Aldi-Regal.

Einige Einzelhändler haben „Dynamic Pricing“ bereits eingeführt. Digitale Preisschilder oder E-Etiketten erlauben es ihnen, vor allem Frische-Produkte zu bestimmten Tageszeiten günstiger anzubieten. Gerade in Obst- und Gemüseabteilung kommt es mittlerweile zu kurzfristigen Sonderangeboten. Auch an der Supermarktkasse könnte sich bald einiges verändern: Edeka plant, in seinen Märkten smarte Einkaufswagen einzusetzen*. Der Konkurrent REWE hat hingegen ein anderes Problem: Eigentlich will der Supermarkt-Riese in Hessen ein neues Logistikzentrum bauen, doch weil dort Feldhamster leben, könnte der Bau abgeblasen werden. rmx *HEIDELBERG24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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