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Aldi: Kundin schimpft über Preis von Corona-Tests – „Korrupt und unmenschlich“

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Von: Daniel Hagen

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Eine Kundin beschwert sich online über gestiegene Preise für Corona-Schnelltests. Aldi reagiert und erklärt die Situation mit der steigenden Nachfrage.

Jeder Schüler lernt bereits in der Schule über die soziale Marktwirtschaft und der Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage. Dabei geht es darum, dass der Preis eines Produktes steigt, je höher die Nachfrage ist. Das muss auch eine Facebook-Userin merken, die sich online beim Discounter Aldi beschwert. Sie klagt, dass die Corona-Schnelltests viel teurer seien, als noch vor ein paar Monaten. Das Unternehmen reagiert prompt und klärt die Situation auf. Doch auch in anderen Märkten scheint die Nachfrage nach den Tests massiv gestiegen zu sein – zumindest, wenn man sich die Preise anschaut.

NameAldi
HauptsitzEssen
Umsatz106,3 Milliarden USD (2019)
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht
Standorte11.235

Aldi, Kaufland und Co: Kundin beschwert sich über Preise für Corona-Schnelltests

„Ich habe im August mal einen Schwung Test für unter 1,00 EUR gekauft, vor kurzem beim Einkaufen habe ich dann festgestellt, dass der Preis auf ca. 2,00 EUR erhöht wurde“, schreibt eine Facebook-Userin an das Team von Aldi-Süd. Die Frau unterstellt dem Unternehmen zudem, sich an der Not der Menschen zu bereichern, da man mittlerweile ja zu den Tests „genötigt“ werde. Ein solches Verhalten bezeichnet sie sogar als „korrupt und unmenschlich“.

Das Team von Aldi-Süd liest die Nachricht und antwortet mit einem kleinen Grundkurs in Marktwirtschaft. „Angebot und Nachfrage wirken sich auch auf die Beschaffungskosten aus und daher sind Preisanpassungen leider nicht immer zu vermeiden. Wir versuchen Mehrkosten jedoch solange wie möglich selber zu tragen, bevor wir sie weitergeben müssen“, antwortet das Unternehmen. Wirklich zufrieden zeigt sich die wütende Kundin mit der Antwort allerdings nicht. Bei Aldi könnte es bald übrigens leere Regale geben, weil es zu Lieferengpässen kommt.

So teuer sind Schnelltests bei Aldi, Kaufland und Co.

Dabei scheint Aldi noch eines der Unternehmen zu sein, die die besagten Coronatests zu einem relativ günstigen Preis verkauft. So wird der auf dem Bild gezeigte Schnelltest dort für 1,95 Euro angeboten. Hätte die Frau bei dm oder Rossmann zugegriffen, hätte sie möglicherweise etwas Geld gespart. Dort ist der Test nämlich schon für 1,75 Euro zu haben. Etwas teurer wird es dann aber bei Kaufland, wo Kunden direkt 5,99 Euro für ein Set bezahlen müssen. Bei Rewe gibt es die Tests zwar nur im 20er Pack, dafür kostet jeder einzelne Artikel nur 3,70 Euro. Richtig tief muss man aber bei Müller in die Tasche greifen, wo ein einzelner Test gleich 8,99 Euro kostet!

Wie RTL berichtet, habe ein Corona-Selbsttest bei Aldi im Oktober noch 80 Cent gekostet – der Preis hat sich dort also schon einmal mehr als verdoppelt. „Wir bemerken aktuell eine erhöhte Nachfrage nach Corona-Selbsttests“, erklärt Aldi Süd gegenüber dem TV-Sender. Auch bei Rossmann sei die Nachfrage seit September gestiegen. Die erhöhte Nachfrage ist sehr wahrscheinlich auch auf die erneut ansteigende Zahl der Corona-Fälle in Deutschland zurückzuführen. So kann man sichergehen, sich bei Symptomen schnell selbst testen zu können. Einen Nachteil haben die Produkte allerdings: Als 3G-Nachweis reichen sie nicht aus. (dh)

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