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Riskanter Einkaufswagen-Trick – Discounter Aldi rät dringend davon ab

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Von: Josefine Lenz

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Wer bei Aldi einkaufen geht und keine Münze bei sich hat, der muss auf den Einkaufswagen verzichten. Ein Kunde verrät nun einen Lifehack, der allerdings auch ein Risiko birgt:

Wer kennt das nicht: Man will eben noch kurz einkaufen gehen, doch beim Blick in den Geldbeutel bemerkt man, dass das Kleingeld fehlt. Wer keine 1-Euro-Münze dabei hat, muss dann auf den Einkaufswagen verzichten. An und für sich nicht schlimm, aber spätestens wenn ein paar Flaschen auf dem Einkaufszettel stehen, wird die ganze Sache mühselig. In vielen Geldbeuteln oder Autofächern sind deshalb Chips zu finden, mit denen man ebenfalls die Einkaufswagen von Aldi entsperren kann.

UnternehmenAldi
SitzEssen
Gründung1946

Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, um an einen Einkaufswagen zu kommen. Auf Twitter verrät ein Aldi-Kunde einen Lifehack und stößt damit auf Begeisterung – außer beim Discounter. Der finden den Einkaufswagen-Trick nämlich alles andere als clever.

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Aldi: Keine Münze parat? Kunde verrät einfachen Einkaufswagen-Trick

Doch erst der Reihe nach: Auf Twitter präsentiert der Aldi-Kunde seinen Lifehack, wie man auch ohne Münze an einen Einkaufswagen kommen kann. Darüber berichtet unter anderem DerWesten. Dafür steckt er einfach seinen Haustürschlüssel verkehrt herum in das Münzfach des Wagens. Die Kette löst sich daraufhin vom Einkaufswagen. „Ich war heute bei Aldi und hatte kein Münzgeld dabei“, erklärt der Kunde in dem sozialen Netzwerk und schreibt dazu: „Daraufhin fragte ich eine andere Kundin, ob sie Kleingeld wechseln könne. Sie verriet mir daraufhin diesen ungewöhnlichen (aber sehr effektiven) Trick.“ Von diesem super simplen Tipp sind auch zahlreiche andere Aldi-Kunden begeistert. „Das ist mal ein perfekter Plan“, freut sich ein Twitter-Nutzer in den Kommentaren.

Auch auf YouTube existieren mehrere Lifehack-Videos zu diesem Thema. Ein Clip erreicht über 66.000 User, von denen die meisten ebenfalls restlos begeistert sind. „Das kannte ich noch nicht. So einen Schlüssel habe ich. Für den Notfall werde ich mir das merken“, schreibt ein Nutzer beispielsweise.

Aldi-Kunde postet Einkaufswagen-Trick – Discounter schlägt Alarm

Doch nicht alle Twitter-User sind von dem Einkaufswagen-Trick hellauf begeistert. So meint ein Aldi-Kunde, dass dieser Tipp „ziemlich dämlich“ sei, immerhin könne der Schlüssel stecken bleiben. Auch ein anderer Nutzer kommentiert: „Das habe ich vorher schon gekannt, aber es gibt deutlich bessere Möglichkeiten.“ Auf YouTube schreibt eine Userin: „Das ist mir zu kompliziert, jedesmal einen Schlüssel von Bund zu machen. Da habe ich lieber doch einen Chip im Portemonnaie.“

Und was sagt Aldi selbst zu dem vermeintlichen Lifehack? Der Discounter warnt vor dem Schlüssel-Trick und rät dringend davon ab. Schlüssel oder andere Gegenstände, die nicht für das Münzfach eines Einkaufswagens gedacht sind, könnten beschädigt werden oder stecken bleiben. Auch das Pfandschloss kann dadurch zerstört werden. Man sollte also lieber bei der Münzen oder einem Chip bleiben. Wer keines von beidem zur Hand hat, der kann sicherlich freundlich bei den Aldi-Mitarbeitern um Hilfe fragen.

Auf der Unternehmenswebseite erklärt Aldi, warum übrigens das Rückgeld auf dem Kassenbon fehlt. Es hat einen ganz bestimmten Grund, warum die Firma den Geldbetrag nicht auf dem Zettel auflistet.

Aldi und Co.: Trotz Sperre – Rund 100.000 Einkaufswagen werden jährlich gestohlen

Zwei Jahre nach der Gründung von Aldi, also im Jahr 1948 wurde der erste Einkaufswagen in Deutschland angefertigt. Der Hersteller Rudolf Wanzl erleichterte das Einkaufen im Handumdrehen. Bis heute baut sein Unternehmen noch Einkaufswagen, die weltweit an die größten Marken-Discounter verkauft werden.

Anfang der 1980er Jahre wurde dann das Pfandschloss erfunden. Es gibt zwei Varianten: zum einen mit Münzschlitz und zum anderen mit Münzklappe. Letzteres öffnet sich immer nur bei einer bestimmten Münze, bei der ersten Variante können sowohl 1- oder 2-Euro-Münzen sowie die 50-Cent-Münze verwendet werden. Mitarbeiter von Aldi und anderen Discountern oder Supermärkten verfügen über einen Spezialschlüssel, mit dem man das Pfandschloss aufsperren kann. Ziel des Schlosses ist es, Einkaufswagen vor Diebstahl zu schützen. Jährlich werden in Deutschland rund 100.000 Einkaufswagen geklaut. Ein Wagen hat einen Wert von 80 bis 130 Euro. Für Discounter und Co. entsteht also jedes Jahr ein extrem hoher Schaden!

Übrigens: Die 1-Euro-Münze wird in Zukunft keine große Rolle mehr spielen. Denn schon bald sollen sich Einkaufswagen per App freischalten lassen. Auch abseits des Einkaufswagens lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen des Discounters: Kürzlich lüftete Aldi ein Geheimnis und verriet, was mit den Brötchen vom Vortag passiert. (jol)

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