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Aldi, Lidl und Co.: Trotz Verbot! Plastiktüten weiter im Angebot – Grund macht wütend

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Von: Jason Blaschke

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Seit 1. Januar 2022 sind Plastiktüten im Einzelhandel verboten. Warum also sind diese in Baden-Württemberg bei Aldi, Lidl und Co. noch zu bekommen?

Seit 1. Januar 2022 gibt es für Verbraucher* in Deutschland* zahlreiche Neuerungen – eine davon ist das Verbot von Plastiktüten im Einzelhandel*, über das HEIDELBERG24* schon berichtet hatte. Doch wer Einkaufen geht, sieht sie immer noch: Die dünnen, kleinen Plastiktüten an der Obst- und Gemüsetheke oder auch die großen Beutel an der Kasse. Sind das die Restbestände oder halten sich Händler wie Aldi, Lidl, Rewe und Co. schlicht nicht an die neue gesetzliche Vorgabe?

Fakt ist, dass in Deutschland seit 1. Januar 2022 Plastikbeutel mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometern verboten sind. Wenn sich die Einzelhändler nicht an das Verbot halten, riskieren sie ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro. Allerdings gibt es Ausnahmen – in bestimmten Bereichen kann/muss der Einzelhandel sogar weiterhin Plastiktüten anbieten. Das ist zum Beispiel an der Obst- und Gemüsetheke der Fall, wo die dünnen Plastiktüten auch weiterhin angeboten werden können.

Plastiktüte bei Aldi, Lidl und Co.: Deshalb sind manche Tüten weiter erlaubt

Denn die dünnen Obst- und Gemüsebeutel aus Kunststoff sind unter 15 Mikrometern dünn und fallen somit nicht unter das Verbot, welches bloß Plastiktüten mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometern verbietet. Und auch die größeren Plastikbeutel, die Aldi, Lidl, Rewe und Co. oftmals direkt an der Kasse anbieten, sind wegen ihrer Wandstärke nicht vom Verbot betroffen. Laut Bild.de sind die Plastiktaschen an der Kasse meist über 50 Mikrometer stark und können mehrfach verwendet werden.

Dass die Plastiktaschen von Aldi oder Lidl an der Kasse weiter erlaubt bleiben, ist mit Blick auf deren Wiederverwendbarkeit noch verständlich. Aber die kleinen Plastiktüten an der Obst- und Gemüsetheke in Baden-Württemberg? Tatsächlich gibt es gleich zwei wichtige Gründe, weshalb die Obst- und Gemüsetüten weiterhin erlaubt sind. Zum einen besteht die Sorge, dass die Hersteller ihre Produkte künftig bloß noch fertig verpackt anbieten und so mehr Müll entsteht, als durch die Erhaltung der kleinen Tüten.

Plastiktüte bei Aldi, Lidl und Co.: Lieber Plastik- statt Papiertüte nehmen

Zum anderen kaufen Verbraucher bei abgepackter Ware meist mehr, als sie eigentlich benötigen – Lebensmittel werden einfacher verschwendet. Und gerade mit Blick auf die Corona-Pandemie in Heidelberg* und Baden-Württemberg ist es sich nicht ratsam, bei Händlern wie Aldi, Lidl, Rewe und Co. komplett auf eine Verpackung zu verzichten. Aber Moment einmal: Könnte man die Tüten an der Obst- und Gemüsetheke statt aus Plastik nicht einfach umweltfreundlich aus Papier herstellen?

So überraschend es auch klingen mag: Aber Berichten von HEIDELBERG24* zufolge sind Papiertüten nicht besser als Plastiktüten – im Gegenteil. Weshalb das so ist und was für Alternativen es zur Plastiktüte an der Obst- und Gemüsetheke gibt, verraten wir euch im eben verlinkten Artikel. Bloß so viel mal vorweg: Wer heute in Baden-Württemberg schon beim Einkaufen auf die Plastiktaschen verzichten will, ist nicht alternativlos.

Plastiktüte bei Aldi, Lidl und Co.: Verbraucher haben diese Alternativen

Das Verbot von Plastiktüten ist übrigens nicht die einzige Änderung für Verbraucher ab 2022* in ganz Deutschland. Laut echo24.de* ist seit 1. Januar in großen Supermärkten und Discountern eine neue Regel* in Kraft, welche die Rechte von Kunden enorm stärkt. In Deutschland sind 2022 aber leider auch Änderungen für Verbraucher gekommen, die keine Vorteile bringen. Ein Beispiel sind die in der ganzen Bundesrepublik gestiegen Portokosten. *HEIDELBERG24 und echo24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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