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Aldi: Leere Regale drohen – Discounter vor Katastrophe?

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Von: Tobias Becker

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Baden-Württemberg – Sind die Regale bei Aldi und Co. bald wieder leer? Omikron ist ein Grund für mögliche Lieferengpässe. Aber es gibt noch einen weiteren sowie einen Lösungsvorschlag.

Im Frühjahr 2020 gab es eine Zeit, in der jeder Einkauf zum Schockerlebnis wurde: Die Regale leer, viele Produkte ausverkauft, Hamsterei in Deutschland. Inzwischen hat sich alles wieder einigermaßen normalisiert. Wer bei Discounter-Größen wie Aldi* in die Filiale kommt, muss keine Angst mehr um sein Klopapier haben - oder etwa doch?

Die Pandemie hält weiter an und gerade im Winter steigen die Zahlen erneut dramatisch an. Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach warnte am Wochenende vor neuen Einschränkungen, wie auch HEIDELBERG24* berichtete. Drohen deshalb auch wieder leere Regale bei Aldi und Co.? Zum Teil, denn das Coronavirus und die Variante Omikron sorgen gegebenenfalls für Lieferengpässe nicht nur in Baden-Württemberg*.

Leere Regale bei Aldi und Co.? Verbände warnen vor Lieferengpässen

„Omikron hat das Potenzial, dass ­Lieferengpässe vermehrt auftreten und nicht alle Lieferketten aufrecht­erhalten werden können“, erklärt Dirk Engelhardt gegenüber Bild am Sonntag. Der Präsident des Bundesverbands Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) sieht bei seiner Warnung aber nicht nur die Corona-Variante als schuldig an, sondern auch den weltweiten Mangel an Fahrern.

Davor warnt auch der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV). Aktuell fehlen laut einem Bericht wohl zwischen 60.000 und 80.000 Fahrer - Tendenz: steigend! Viele Fahrer gehen wohl nun in Rente, Nachwuchs ist nicht in Sicht. Die Gründe dafür sind naheliegend. Zum einen ist der Ruf der Branche eher schlecht, zum anderen sind das Einkommen und die Rahmenbedingungen nicht gut.

DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster: „Es besteht ein extremer Preisdruck, vor allem auch durch osteuropäische Transportunternehmen, die noch ein anderes Sozial- und Lohngefüge haben.“ Ein weiteres Problem: Der E-Commerce! Die eingekauften Produkte müssen schneller ankommen, besser heute als morgen. Die Ware wird aufgesplittet und der logistische Aufwand immer größer.

Leere Regale bei Aldi und Co.: Lösungsvorschlag – Politik meldet sich zu Wort

Dadurch drohen nun auch erneut Lieferengpässe bei Aldi und anderen Discountern sowie Supermärkten. Aber: Bleiben die Regale wirklich leer? Aktuell sieht noch alles gut gefüllt aus. Und auch vor Weihnachten war die Rede von möglichen Lieferengpässen*. Was Verbraucher am Ende wirklich mitbekommen haben, ist nicht klar. Dennoch gibt es nun einen Vorschlag des BGL, wie man auf Lieferengpässe reagieren kann: Deutschland könnte in bis zu sechs Notstandsregionen aufgeteilt werden, wobei noch unklar zu sein scheint, wie sich diese aufteilen.

NameAldi
SitzEssen
Gründung1946
GründerKarl und Theo Albrecht

Um den Einkauf bei Aldi mit gefüllten Regalen zu gewährleisten, muss nun wohl schnell gehandelt werden. Die Politik hat das Thema bereits auf dem Schirm. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) gegenüber Bild: „Wir tun alles, um die Lieferketten stabil zu halten. Deswegen habe ich schon kurz nach meinem Amtsantritt mit den Vertretern der Branche das Gespräch gesucht und lasse mich regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen informieren.“ (tobi) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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