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Apfelbrei im Öko-Test: „Ungenügend“ – zwei Produkte fallen komplett durch

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Von: Fabienne Schimbeno

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Öko-Test hat insgesamt 26 Apfelbreie untersucht, darunter 15 Mal Apfelmus und elf Mal Apfelmark. Zwei Produkte können im Test nicht überzeugen – und bekommen die Note 6:

Ob als Beilage oder einfach so zum Löffeln: Apfelbrei ist ein leckeres Nahrungsmittel für Groß und Klein. Zum Kartoffelpuffer oder Pfannkuchen schmeckt er besonders gut, der pasteurisierte Brei kann sogar von Allergikern, die keine frischen Äpfel vertragen, problemlos verzehrt werden. Doch welcher Apfelbrei ist am besten? Öko-Test hat sich die süße Speise in seiner Ausgabe von September 2022 jetzt mal etwas genauer angeschaut und ist dabei zu folgendem Ergebnis gekommen: Zwei Produkte fallen komplett durch – mehr als die Hälfte ist „sehr gut“:

Apfelbrei im Öko-Test: Zwei Produkte fallen komplett durch

Wie HEIDELBERG24 berichtet, hat Öko-Test insgesamt 26 Apfelbrei-Produkte namhafter Hersteller und Discounter untersucht. Unter den Produkten waren insgesamt 15 Mal Apfelmus und elf Mal Apfelmark. Getestet wurde unter anderem auf bedenkliche Inhaltsstoffe. In mehreren Produkten konnten bedenkliche Stoffe entdeckt werden. Besonders kritisch und im Test mit „ungenügend“ bewertet: Das „Globus Apfelmus Golden Delicious“ und das „Jeden Tag Apfelmus“.

Beide Apfelmuse enthalten Rückstände des synthetischen und für den Obstanbau in der EU eigentlich verbotenen Wachstumsregulators Mepiquat. Das Spritzgift wirkt sich laut Europäischer Chemikalienagentur ECHA langfristig schädlich auf Wasserorganismen aus und konnte von Öko-Test sogar schon in mehreren Apfelsäften nachgewiesen werden. Daneben wurden auch Spuren des Pestizids Acetamiprid entdeckt: Der Stoff ist giftig für Bienen und wurde in Frankreich bereits im Jahr 2018 verboten.

Testsieger! Diese Apfelbreie haben im Öko-Test die Nase vorn

Während zwei Apfelmuse komplett durchfallen, gibt es aber auch noch gute Nachrichten von Öko-Test: Mehr als die Hälfte der untersuchten Apfelbrei-Produkte ist „sehr gut“. Zu den Testsiegern zählen unter anderem:

Auffällig: Besonders Apfelmark in Bio-Qualität kann im Test überzeugen. Von 14 Testsiegern sind elf Apfelmark-Gläser in Bio-Qualität.

Apfelbrei im Öko-Test: Pestizide in konventionellen Produkten

Diese guten Nachrichten dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass in allen (!) konventionellen Produkten Pestizide entdeckt worden sind: So wurden unter anderem im „Tegut Apfelmus“ („befriedigend“) Spuren des Pestizids Pirimicarb entdeckt. Der Stoff steht laut EU-Chemikalienrecht im Verdacht, Krebs zu erzeugen.

Auch im „Beste Ernte Apfelmus“ („ausreichend“) konnte laut Öko-Test ein „erhöhter“ Gehalt des Pestizids Tebuconazol festgestellt werden. Das Anti-Pilzmittel ist als vermutlich schädigend für das Kind im Mutterleib eingestuft. Öko-Test bewertet die in den konventionellen Produkten festgestellten Pestizide zwar nicht als „unmittelbar gesundheitsschädlich“. Dennoch ist das Verbrauchermagazin der Meinung: „Je weniger problematische Pestizide in der Umwelt und im Körper, desto besser“.

Zu viel Zucker: Zuckergehalt in Apfelbreien im Öko-Test immer noch hoch

Darüber hinaus wurde im Öko-Test von Apfelbrei in 10 von 15 Apfelmusen ein hoher Gehalt an Zucker identifiziert. Laut einer neuen Bestimmung muss Apfelmus nicht mehr den gewünschten Zuckergehalt von mindestens 16,5 Prozent erfüllen, um auch als „Apfelmus“ durchzugehen.

Nichtsdestotrotz stellen die Tester hohe Werte von 16 bis 18 Gramm Zucker pro 100 Gramm Apfelmus in den besagten Produkten fest. Auch Nutella bei Öko-Test fällt wegen zu viel Zucker gnadenlos durch: Die beliebte Marke kann auch in anderen Punkten nicht überzeugen. (fas)

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