„Vaxzevria“  

AstraZeneca mit neuem Namen: Darum heißt der Corona-Impfstoff jetzt anders

AstraZeneca: Ab sofort läuft der britisch-schwedische Corona-Impfstoff unter dem neuen Namen „Vaxzevria“. Doch was ist der Grund für die Änderung?   

Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca vermarktet seinen Impfstoff gegen das Coronavirus* in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden. Bislang ist das Präparat unter dem Namen Covid-19 Vaccine AstraZeneca bekannt. Mittlerweile hat das Pharmaunternehmen sich außerdem zu dem Impf-Stopp für Menschen unter 60 Jahren geäußert.

AstraZeneca: Corona-Impfstoff mit neuem Namen – wieso heißt er jetzt „Vaxzevria“?

Doch warum gibt AstraZeneca seinem Impfstoff einen neuen Namen? „Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen ist üblich und wurde seit vielen Monaten geplant“, so die Mitteilung des Pharmaunternehmens. Die vollständige Umstellung auf den Namen Vaxzevria werde in sechs Monaten erwartet, hieß es weiter. In anderen Märkten laufe derzeit noch eine Überprüfung. Das berichtet auch BW24*.

Am Mittwochabend fiel der Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, wonach der AstraZeneca-Impfstoff ab sofort nur noch für Personen ab 60 Jahren eingesetzt* wird. Zuvor hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) eine solche Altersbeschränkung für AstraZeneca empfohlen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen. HEIDELBERG24* erklärt, was der AstraZeneca-Stopp jetzt für Zweitimpfung und Impf-Termin bedeutet*. Mittlerweile hat sich auch das Pharmaunternehmen selbst zu dem Impf-Stopp für Jüngere geäußert. Auch interessant: Das steht im Beipackzettel des Astrazeneca-Impfstoffs.*

AstraZeneca: Impfstoff nur noch für Menschen ab 60 – Unternehmen äußert sich erstmals

Man respektiere die Stiko-Entscheidung, hieß es in der Mitteilung von Astrazeneca. „Die Patientensicherheit hat für das Unternehmen höchste Priorität. Wir werden weiterhin mit den deutschen Behörden zusammenarbeiten, um mögliche offene Fragen zu klären.“ Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) habe zwar keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und Gerinnungsereignissen feststellen können, doch sei sie zu dem Schluss gekommen, „dass für sehr seltene Fälle von schweren zerebralen thromboembolischen Ereignissen mit Thrombozytopenie ein kausaler Zusammenhang mit dem Impfstoff nicht bewiesen, aber möglich ist und weiter untersucht werden sollte“, so die Mitteilung weiter.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) wird in der kommenden Woche erneut über die Sicherheit des Astrazeneca-Impfstoffes beraten. Eine Expertengruppe sei am Montag bereits zusammenkommen. Ihr Bericht und weitere Analysen sollten beim Treffen des Sicherheitsausschusses der EMA vom 6. bis 9. April beraten werden. (kab/dpa) *HEIDELBERG24 und BW24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Nicolas Armer/dpa

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