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Kurze Strecken mit dem Auto zerstören Deinen Motor – und sind viel zu teuer

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Von: Madlen Trefzer

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Während die Spritpreise weiter in die Höhe schießen, lohnt es sich immer mehr, den Wagen öfters mal stehen zu lassen. Doch das ist nicht der einzige Grund, um Kurzstrecken zu vermeiden.

Wer Spritkosten sparen will, sollte logischerweise weniger Auto fahren. Besonders bei kurzen Strecken lohnt es sich, den Wagen in der Garage zu lassen. Denn bei kaltem Motor verbraucht Dein Auto am meisten Sprit. Um gleichmäßig zu laufen, benötigt zumindest der Ottomotor in der Warmlaufphase laut ADAC ein fetteres Gemisch (mit höherem Kraftstoffanteil) als bei optimaler Betriebstemperatur. 

Kurzstrecken mit dem Auto strapazieren die Technik und sind teuer

Steige bei Kurzstrecken daher lieber aufs Fahrrad, gehe zu Fuß oder kombiniere mehrere Einzelfahrten zu einer längeren Fahrt. Im Winter solltest Du unbedingt auf das Warmlaufenlassen des Motors im Stand verzichten – es ist nicht nur verboten und kostet Extra-Sprit, sondern schädigt auch den Motor und belastet die Umwelt durch den erhöhten CO2-Ausstoß. Kurzstrecken strapazieren darüber hinaus die Technik.

Besonders wenn man eine Strecke von weniger als 10 Kilometern fährt, kann der Motor seine optimale Betriebstemperatur nicht erreichen. Eine Folge davon ist, dass Benzin nicht mehr verdampfen kann und sich zusammen mit Kondenswasser im Öl sammelt. Dadurch beginnt das Öl, nach Benzin zu riechen. Wer also regelmäßig mit seinem Auto kurze Strecken fährt, sollte das Öl auch öfter wechseln.

Gefahr für Partikelfilter: Kurzstrecken können ihn kaputt machen

Die Problematik, dass sich Kondenswasser absetzt, betrifft laut autobiene.de allerdings nicht nur das Öl, sondern auch den Auspuff deines Autos. Wenn das Kondenswasser aufgrund zu niedriger Temperaturen nicht verdampfen kann, beginnt dieser, schneller zu rosten. Auch interessant: Der richtige Reifendruck hilft dabei, Spritkosten zu sparen.

Übrigens: Mehr nützliche Spartipps für zuhause findest Du auf unserer Themenseite.

Besonders problematisch sind kurze Strecken für Fahrzeuge, die einen Diesel-Rußpartikelfilter besitzen. Hier sammeln sich die Rußpartikel, die der Motor produziert. Im Normalfall regeneriert sich der Filter bei höheren Abgastemperaturen eigenständig wieder. Erreicht ein Fahrzeug allerdings diese Temperaturen nicht, kommt die Regenerierung des Partikelfilters auch nicht zustande. Dieser verstopft schon nach kurzer Zeit und geht kaputt. (mad)

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