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Corona: Neue Quarantäne-Regeln wegen Omikron – „Bald dominante Variante“

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Von: Florian Römer

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Das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg hat neue Quarantäne- und Absonderungsregeln für positiv Getestete und deren Kontaktpersonen erlassen. Was jetzt gilt:

Auch wenn die Corona*-Zahlen in Baden-Württemberg* tendenziell rückläufig sind, warnen Experten vor einem Anstieg der Neuinfektionen. Wie aktuell in Großbritannien, Dänemark oder Norwegen dürfte sich auch bei uns die neuentdeckte Omikron-Variante* drastisch ausbreiten. Laut Landesgesundheitsamt wurden bislang 35 Omikron-Fälle im Südwesten bestätigt (Stand: 14. Dezember).

Zahlen aus Großbritannien weisen allerdings daraufhin, dass die Variante sich rasend schnell ausbreitet. Die Verdopplungsrate liegt dort derzeit bei eineinhalb Tagen. In Dänemark gab es am 7. Dezember 398 Omikron-Fälle, sechs Tage später waren es bereits 3.437. Man kann also davon ausgehen, dass sich Omikron mittelfristig auch in Baden-Württemberg durchsetzt und einen Großteil der Infektionsfälle ausmachen wird. Der Netto-R-Wert der Variante liegt laut Studien aus Südafrika bei 3 bis 3,5. Er beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Schnitt ansteckt. Bei der Delta-Variante lag der Netto-R-Wert bei rund 2.

BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl11.103.043 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche35.751,46 km²
LandeshauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Corona in BW: Quarantäne-Regeln wegen Omikron geändert

Auch beim Gesundheitsministerium Baden-Württemberg stellt man sich auf die Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante ein. Gesundheitsminister Manne Luche (Grüne) rechnet damit, dass Omikron Mitte Januar im Südwesten die dominante Variante ist. Am Dienstag (14. Dezember) wurde deshalb die Corona-Verordnung* „Absonderung“ geändert, berichtet HEIDELBERG24*. Ab Mittwoch (15. Dezember) müssen Infizierte und deren Kontaktpersonen länger in Quarantäne. Wer mit Omikron infiziert ist, kann sich nicht mehr freitesten.

Ein Schild an der Sperre zur Ortszufahrt weist auf die Quarantäne des Ortes hin. Seit knapp zwei Wochen steht der Ort im Thüringer Wald wegen einer gehäuften Zahl von an Covid-19 erkrankten Personen unter Quarantäne.
Ein Schild warnt vor Quarantäne. © Michael Reichel/dpa

Als Startdatum für die Quarantäne von positiv Getesteten gilt jetzt nicht mehr der Symptombeginn. „In den Wintermonaten können gehäuft Symptome auch aufgrund anderer Atemwegserkrankungen auftreten“, heißt es zur Begründung aus dem Gesundheitsministerium.

Die aktuellen Quarantäne-Regeln im Überblick:

Die Absonderungs-Regeln bei Omikron in Kita oder Schule

Hinsichtlich Omikron ändern sich die Regeln für Schulen und Kitas indes nicht: Bereits jetzt können Schüler und Kita-Kinder nicht frei getestet werden, wenn von einer Ansteckung mit einer besorgniserregenden Variante ausgegangen wird. Bei Auftreten von Omikron in Schulen und Kitas gelten für Schul- oder Kitakinder also die regulären Absonderungs-Regeln für Kontaktpersonen. Ein Fünf-Tage-Freitesten für Schüler oder eine Wiedereintritts-Testung für Kitakinder ist nicht mehr möglich.

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Im Januar ändern sich für Kitakinder übrigens auch die Test-Regeln. Freiwillige Testungen wie bislang wird es ab 10. Januar 2022 nicht mehr geben. Dann gilt auch in Kitas und in der Kindertagespflege in Baden-Württemberg eine Testpflicht*. Wie Schulkinder sollen dann drei mal pro Woche einen Schnelltest machen. Der Test kann von Eltern zuhause durchgeführt werden. Es gibt auch die Möglichkeit, zwei mal wöchentlich einen PCR-Test durchzuführen. (rmx) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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