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Sternschnuppen-Nacht in BW: Bis wann sich der Blick in den Himmel lohnt

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Baden-Württemberg – Im August können Wünsche wahr werden, zumindest wenn man daran glaubt. Denn zahlreiche Sternschnuppen werden im Nachthimmel zu sehen sein:

Jedes Jahr gibt es ein paar Tage, an denen sich ein Blick aus dem Fenster lohnen kann – denn dann ist Sternschnuppen-Nacht! Unter anderem sind im April zahlreiche Meteoriten über den Himmel geflogen. Das Spektakel konnte man auch in Baden-Württemberg* gut beobachten. Wie HEIDELBERG24* berichtet, findet im August die nächste Sternschnuppen-Nacht statt. Welchen Tag man sich also unbedingt merken sollte:

Wetter in BW: Sternschnuppen gelten als Wunscherfüller – doch nicht überall

Wünsch‘ Dir was! Seit Jahrhunderten existiert der Aberglaube, dass Sternschnuppen Wünsche erfüllen – wenn man diese nicht verrät. Woher er kommt, ist nicht geklärt. „Niemand weiß so genau, woher der Aberglaube kommt, dass man sich bei einer Sternschnuppe etwas wünschen kann. Es ranken sich viele Legenden um Sternschnuppen. Die meisten von ihnen betrachten Sternschnuppen als Glücksbringer. So kehren nach einem alten schwäbischen Volksglauben verirrte Sterne an ihren Platz im Himmel zurück. Andernorts hält man Sternschnuppen für die verglühenden Dochte von Kerzen, die die Engel beim Sterneputzen fallen lassen“, erklärt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline. 

Doch während bei uns die Sternschnuppen für etwas Faszinierendes, Mystisches und vor allem Positives stehen, gibt es ein paar Länder, die vom Gegenteil ausgehen. In der Mongolei zeigen Sternschnuppen die Seelen Verstorbener auf ihrem Weg ins Jenseits. Auf den Andamanen-Inseln geht man davon aus, dass Sternschnuppen die Fackeln böser Geister sind, die auf Menschenjagd gehen.

Die Wissenschaft kann mit den Geistergeschichten und Aberglaube letztlich nur wenig anfangen. Denn hier ist klar, was Sternschnuppen wirklich sind: Ein Meteorstrom der Perseiden. Diese sorgen jährlich in der ersten Augusthälfte für ein wahres Himmelsspektakel.

Wetter in BW: Sternschnuppen-Nacht – An diesem Tag unbedingt in den Himmel schauen

2021 werden wir die Sternschnuppen bereits ab dem 17. Juli über Baden-Württemberg und ganz Deutschland sehen können. Der Höhepunkt steht in der Nacht vom 12. bis zum 13. August bevor. Der Meteorstrom der Perseiden ist auf der gesamten Nordhalbkugel vom 9. bis zum 13. August am besten zu sehen. Die Sternschnuppen strahlen von Richtung des Sternbildes Perseus in alle Himmelsrichtungen aus. Das Wetter in Baden-Württemberg sagt übrigens eine laue Sommernacht bevor, mit wenig Wolken!

„Die Perseiden bestehen aus vielen kleinen, maximal zentimetergroßen Teilchen, die der Schweif des Kometen Swift-Tuttle in seiner Flugbahn hinterlässt. Die Erde bewegt sich auf ihrer Bahn um die Sonne jedes Jahr gegen Mitte August durch das Gebiet dieser kosmischen Teilchen. Sie schießen mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometer pro Sekunde in die Erdatmosphäre. Durch die enorme Reibung an den Luftmolekülen werden die Teilchen abgebremst und verglühen binnen Sekunden. Ihre Bewegungsenergie wird dabei in Licht und Wärme umgewandelt“, erklärt Björn Goldhausen. Bis sie vollständig verglüht sind, legen sie oft noch Dutzende von Kilometern zurück. So entstehen die mehr oder weniger hellen Leuchtspuren am Nachthimmel. Die kleinsten Schnuppen verglühen so schnell, dass sie kaum wahrnehmbar sind. Die Leuchtpfade der größeren können ein paar Sekunden lang nachglimmen.  

Übrigens: Perseiden werden auch „Laurentiustränen“ genannt. Diesen wenig fröhlichen Namen verdanken sie dem Umstand, dass sie am 10. August mit dem Fest des Märtyrers Laurentius zusammenfallen. 

Wetter in BW: Sternschnuppen-Nacht – So hat man die beste Sicht auf das Himmelsspektakel

Die beste Beobachtungszeit ist immer in der zweiten Nachthälfte. In dicht besiedelten Gebieten mittlerer Breiten kann man höchstens 20 bis 50 Perseiden pro Stunde sehen. Das theoretische Maximum von 100 bis 120 Sternschnuppen, das Mitte August möglich wäre, wird in Mitteleuropa aus mehreren Gründen praktisch nie erreicht. „Um das Spektakel beobachten zu können, ist ein möglichst dunkles Plätzchen weitab von störenden Lichtquellen wichtig. Wer in der Stadt wohnt, sollte aufs Land fahren und auch dort möglichst abseits von Ortschaften bleiben“, raten die Meteorologen von WetterOnline. „Die beste Sicht hat man von unbewaldeten Bergkuppen aus. Die Augen benötigen etwa 15 Minuten Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Natürlich bedarf es ein wenig Geduld und natürlich auch etwas Wetterglück, denn das alles klappt natürlich nur dann, wenn Petrus auch die Bühne freigibt!“, sagt Goldhausen. (jol/pm) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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