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Corona in BW: Test-Pflicht für Kita-Kids ab Januar – „Wappnen uns für Omikron“

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Von: Florian Römer

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Kinder stehen im Rahmen eines Medientermins in einem Kindergarten. (zu dpa «Corona-Schnelltest-Modellversuch in zwölf Hamburger Kitas») | Archiv
Corona-Schnelltest für Kita-Kinder (Symbolfoto). © Christian Charisius/picture alliance/dpa - Bildfunk

Baden-Württemberg - 2022 ändern sich in Kitas und in der Kindertagespflege die Test-Regeln. Freiwillige Testungen werden durch eine Test-Pflicht ersetzt. Was ab 10. Januar gilt:

In Ländern wie Großbritannien, Norwegen oder Dänemark ist die besorgniserregende Omikron-Variante auf dem Weg, das Infektionsgeschehen zu dominieren. In Baden-Württemberg hingegen macht die Delta-Variante aktuell noch den Großteil der Corona-Ansteckungen aus. Forscher und Politiker rechnen aber damit, dass sich das im kommenden Jahr drastisch ändert.

Ab Mitte Januar dürfte Omikron die dominante Variante im Südwesten sein, prognostiziert Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Auf die erwartete Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante bereitet sich das Land etwa über geänderte Quarantäne-Regeln vor. Aber auch in Kitas und in der Kindertagespflege ändert sich etwas:

BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl11.103.043 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche35.751,46 km²
LandeshauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Kitas in BW: Testpflicht ab 10. Januar

Seit 12. April 2021 gibt es in Baden-Württemberg die Möglichkeit, sein Kind vor dem Kitabesuch drei Mal die Woche freiwillig zu testen. Das wird sich wegen der Omikron-Variante im Januar 2022 ändern. Der Ministerrat hat sich am Dienstag (14. Dezember) darauf verständigt, „dass in Kitas und auch in Einrichtungen der Kindertagespflege künftig vermehrt getestet werden soll“, teilt das Land mit. Demnach sollen ab 10. Januar 2022 sollen Kinder ab dem Alter von einem Jahr Kitas nur noch besuchen können, „wenn ein negatives Testergebnis auf das Coronavirus vorliegt“. Eine entsprechende Regelung für die anstehende Testpflicht in Kitas beziehungsweise Testnachweispflicht bereiten Kultus- und Sozialministerium vor, heißt es.

Mit zusätzlichen Tests und der Testpflicht wappnen wir uns dafür, dass die Omikron-Variante auf uns zukommt. Wir wollen an den Kindertageseinrichtungen so viel Gesundheitsschutz wie möglich bieten“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne). Gesundheitsminister Lucha ergänzt: „Zur Gefährlichkeit von Omikron für Kinder gibt es noch keine abschließend gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Es ist deswegen der richtige Schritt, vorausschauend und präventiv die Sicherheitszäune hochzufahren und eine Testpflicht einzuführen.

Kita-Testpflicht: 3 Schnell- oder 2 PCR-Tests pro Woche

Nach der neuen Regel sollen künftig drei Schnell- oder zwei PCR-Tests pro Woche gemacht werden. Die Tests können entweder vor Ort in der Kita oder zu Hause von den Eltern durchgeführt werden. In letzterem Fall müssen die Eltern der Einrichtung gegenüber erklären, dass sie der Testung nachgekommen sind und das Testergebnis negativ war. Auch Tests von anerkannten Teststationen werden anerkannt. Sollte ein Test in der Gruppe positiv ausfallen, müssen Kinder aus der Gruppe an fünf aufeinanderfolgenden Tagen getestet werden.

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Wir werden nun die weiteren Details ausarbeiten und den Einrichtungen, den Eltern und Erziehern weitere Informationen zukommen lassen“, sagt Schopper. Lucha fügt an: „Auch jetzt schon kann man für mehr Sicherheit in den Einrichtungen sorgen: Lassen Sie sich impfen, lassen Sie Ihre Kinder über zwölf Jahren impfen - und testen Sie sich regelmäßig per Schnelltest.“ (rmx)

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