Shutdown bis 31. Januar verlängert

Baumarkt im Corona-Lockdown: Lockerung ab heute – darum dürfen sich Heimwerker jetzt freuen

Baumärkte in Baden-Württemberg: Trotz der Lockdown-Verlängerung verkündet die Landesregierung eine Lockerung im Handel. Was am Montag wieder möglich ist:

Update vom 7. Januar 2021: Die Landesregierung von Baden-Württemberg verlängert den Lockdown zwar auf den 31. Januar, erlaubt ab Montag jedoch wieder Abholangebote im Handel. Die Corona-Verordnung werde so geändert, dass der sogenannte Click&Collect-Service wieder möglich werde, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Kunden könnten so im Internet oder per Telefon eine Ware bestellen, einen Abholtermin vereinbaren und die Ware selbst abholen. 

Abholangebote waren in Baden-Württemberg im Zuge des Lockdowns über Weihnachten verboten worden, um lange Schlangen vor den Geschäften und somit zusätzliche Kontakte zu vermeiden. Auch für Baumärkte galt diese Regelung. Nur gewerbliche Kunden und Landwirte durften bisher einen Abholservice von Baumärkten nutzen.

Baumärkte im Corona-Lockdown: Diese Regeln gelten jetzt

Update vom 16. Dezember: Wie in der Corona-Verordnung von Baden-Württemberg festgehalten wird, müssen Baumärkte, Verkaufsstätten für Baustoffe und Gartenbaubedarf sowie Verkaufsstätten des Landhandels vom 16. Dezember bis zum 10. Januar schließen. Nur Lieferdienste, Online-Handel eingeschlossen, sowie der Weihnachtsbaumverkauf an Privatkunden im Freien ist erlaubt. Obwohl ein Abholservice für Privatkunden in Baden-Württemberg verboten ist, darf dieser für gewerbliche Kunden und Landwirte eingerichtet werden.

Corona-Lockdown: Baumärkte in Baden-Württemberg mit Sonderregel?

Update vom 15. Dezember: Im Zuge des Lockdowns müssen in Baden-Württemberg ab morgen die meisten Händler schließen. Die Abholung von Waren bei stationären Einzelhändlern wird in Baden-Württemberg während des harten Corona-Lockdowns verboten – mit wenigen Ausnahmen. Die Händler dürfen vorbestellte Artikel aber immerhin selbst ausliefern oder ausliefern lassen, wie das grün-schwarze Kabinett am Dienstag in Stuttgart beschlossen hat. Allerdings erklärte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), es werde immerhin Abholmöglichkeiten für Handwerker und die gewerbliche Wirtschaft geben. Was genau darunter fällt und wie etwa Handwerker Nachweise erbringen sollen, um Ersatzteile für eine Waschmaschine aus den Baumärkten abholen zu dürfen, sei noch offen, hieß es.

Ob es für Baumärkte in Baden-Württemberg eine Sonderregelung im Lockdown geben wird, bleibt somit weiterhin offen. Klarheit wird spätestens die Veröffentlichung der Corona-Verordnung bringen, die sich laut Ministerpräsident Winfried Kretschmann noch in der Endabstimmung befindet. „Der Teufel steckt im Detail“, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Aus diesem Grund werde die Corona-Verordnung auch erst am Mittwoch veröffentlicht.

Corona-Lockdown: Werden auch Baumärkte in Baden-Württemberg geschlossen?

Update vom 14. Dezember: Wegen der anhaltend hohen Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sehen sich Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten gezwungen, die Corona-Maßnahmen weiter zu verschärfen. Ab dem 16. Dezember bis zum 10. Januar gilt ein deutschlandweiter Lockdown. Der Einzelhandel, bis auf die Geschäfte des täglichen Bedarfs, Schulen, Kitas und körpernahe Dienstleistungsbetriebe wie Friseure werden geschlossen.

Baumarkt im Lockdown: Das gilt für OBI, BAUHAUS und Co.

Doch was sind Geschäfte des täglichen Bedarfs? Viele Menschen fragen sich ob auch Baumärkte dazu zählen. Müssen OBI, BAUHAUS und Co. ab Mittwoch auch schließen? Diese Läden dürfen auch noch nach dem 16. Dezember geöffnet bleiben:

  • Lebensmittelläden
  • Wochenmärkte
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Reformhäuser
  • Babyfachmärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Optiker
  • Hörgeräteakustiker
  • Tankstellen
  • Kfz-Werkstätten
  • Fahrradwerkstätten
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Reinigungen
  • Waschsalons
  • Zeitungsverkauf
  • Tierbedarf
  • Futtermittelmärkte
  • Großhandel

Wie Du sicher schon bemerkt hast: Das Wort „Baumarkt“ fehlt in dieser Auflistung.

Baumarkt Lockdown: Bleiben Baumärkte in Baden-Württemberg doch offen?

Der baden-württembergische Landtag befasst sich am Montag mit dem von Bund und Ländern geplanten Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Sondersitzung wollen die Abgeordneten über die weitreichenden Einschnitte in das private und öffentliche Leben sprechen. Es wird eine kontroverse Landtagsdebatte über den Corona-Lockdown erwartet. Nach dpa-Informationen hat es in der Kabinettsrunde zum Lockdown von Seiten der CDU auch Fragen nach möglichen weitgehenden Ausnahmen gegeben.

So habe etwa Justizminister Guido Wolf ins Gespräch gebracht, Baumärkte offen zu lassen. Gibt es also doch noch Hoffnung für Heimwerker in Baden-Württemberg? Vize-Regierungschef und CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl teilt jedoch mit, dass es gut sei, den Lockdown bundeseinheitlich zu regeln. In anderen Bundesländern müssen Baumärkte vom 16. Dezember bis zum 10. Januar schließen. Über die Details zur neuen Corona-Verordnung wollen Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozialminister Manne Lucha am Dienstagmittag um 12 Uhr informieren. Dann steht auch fest, ob Baumärkte in Baden-Württemberg im Rahmen des Lockdowns geschlossen werden – oder nicht.

Baumarkt Lockdown: Großer Andrang am Montag und Dienstag?

Der Andrang auf die ab Mittwoch geschlossenen Baumärkte dürfte am Montag und Dienstag gewaltig sein. Die Vorstellung, das lang aufgeschobene Projekt doch erst 2021 vollendet oder auch erst begonnen zu können, könnte viele Hobby-Heimwerker zu einer letzten Shopping-Tour im Bauhaus verführen. „Der Andrang ist tatsächlich noch nicht so stark wie erwartet. Ich habe es mir schlimmer vorgestellt, aber das kommt wohl morgen noch“, teilt ein Mitarbeiter eines OBI-Baumarkt im Rhein-Neckar-Kreis am Montag auf Anfrage mit. Die Kunden seien guter Dinge. Es bleibe abzuwarten, was den Baumärkten trotz der härteren Beschränkungen erlaubt sei.

Neben Leim und Nägeln fehlt aber sehr wahrscheinlich auch ein „Produkt“, das traditionsgemäß auch beim Baumarkt gekauft wird: der Weihnachtsbaum. Doch Verbraucher müssen nicht über fehlende Tannennadeln im Auto und auf dem Wohnzimmerlaminat klagen, denn auch anderswo sind Weihnachtsbäume zu bekommen. Der Feuerwerksverkauf in Baumärkten ist wie auch im restlichen Einzelhandel in diesem Jahr komplett verboten. Diese Regeln gelten über Weihnachten und Silvester in Baden-Württemberg. (lpb)

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa / qimono/pixabay

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