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Nach der Bescherung – Geschenkpapier richtig entsorgen

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Von: Pauline Wyderka

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Nach der Bescherung ist vor der Mülltrennung. Und die ist den Deutschen im Interesse des Recyclings ein wichtiges Gut. In welche Tonne Geschenkpapier wirklich gehört:

Da haben wir die Bescherung! Heiligabend ist vorbei, die Verwandtschaft vielleicht schon abgereist, die Geschenke sind in den Händen derer gelandet, die beschenkt werden sollten und alles, was bleibt ist: Chaos. Ein Berg aus Geschenkpapierresten, so weit das Auge reicht. Kein Problem, denkt sich manch einer, ist doch GeschenkPAPIER, dann ab damit in den Papiermüll. Aber wie bei so vielen Dingen im Leben gilt auch hier: So einfach ist es leider nicht.

Nach der Bescherung – jedes Jahr fallen Berge an Geschenkpapier an

Immer öfter wird in der Vorweihnachtszeit dazu geraten, Geschenke in recyclebares Material einzupacken, statt in Geschenkpapier. Doch manchmal hat man dann einfach nichts Passendes gefunden oder keine Zeit, selbst einzupacken und lässt verpacken. Und selbst wenn es gelingt, alles in Zeitungspapier, Stofftüchern oder einem hübschen Gläschen zu präsentieren, bekommt man selbst am Ende die geballte Ladung Geschenkpapier von wohlmeinenden Freunden und Verwandten ins Haus gebracht.

Kurzum: Jedes Jahr fällt auch beim besten Willen ein Haufen Verpackungsmüll an. Während manche Papiere dabei schön genug und gut genug erhalten sind, um sie weiterzuverwenden, lässt sich mit anderen Resten rein gar nichts mehr anfangen. Und hier kommt die richtige Entsorgung ins Spiel.

Nach der Bescherung – beschichtetes Geschenkpapier erkennen

Denn das „-papier“ in Geschenkpapier ist ein wenig irreführend. Während einfaches Geschenkpapier ins Altpapier kann, gibt es heutzutage zahllose Sorten, die entweder mit Glitzer oder einer Kunststoffschicht daherkommen. Dann wird‘s kompliziert. Wer diese, wie auch Kassenbons, in den Papiermüll wirft, macht also einen Fehler.

Während einfaches Geschenkpapier unbeschichtet und höchstes bunt bedruckt ist, sind viele schickere Geschenkpapiere mit einer Folie beschichtet. Das merkt man vor allem beim Zerreißen des Materials, wie der NDR schreibt. So reißt die Verpackung nicht faserig ein, sie wirkt stattdessen etwas stabiler und an den Rändern dehnt sich das Material. Diese Art von Geschenkpapier gehört dann in die gelbe Tonne.

Nach der Bescherung – Was passiert mit den Tesaresten am Geschenkpapier?

Okay, Kunststoff in die gelbe Tonne, alles klar. Dasselbe gilt doch dann für die Klarsichtfolie, in der Blumensträuße oft eingewickelt sind, oder? Leider nicht unbedingt. Da die Folien oft aus nicht recyclebaren Plastikverbindungen bestehen, kann es je nach Gemeinde sein, dass die Folie in den Restmüll gehört. Im Zweifel kann ein Anruf beim zuständigen Entsorgungsunternehmen helfen.

Ebenfalls in den Restmüll gehören Verpackungen mit Glitzerverzierungen, aber auch weitere Deko, die nicht aus Papier besteht, wie Bänder und Glitzersternchen. Und schließlich die Frage nach den Tesaresten. Immerhin hängen die kleinen Klebestreifen ja an so gut wie jedem der Papiere noch dran. Doch keine Sorge, beim Altpapier-Recycling-Prozess können diese einfach herausgefiltert werden, wie Professor Samuel Schabel von der TU Darmstadt gegenüber Deutschlandfunk verrät. Der Tesa kann also dranbleiben.

Mülltrennung und andere Fragen nach der Bescherung

Während man sich in der Zeit nach Weihnachten mit solchen ungemütlichen Fragen auseinandersetzen muss, in welchen Müll etwas gehört, gibt es auch manche Dinge, die man sich zuvor noch nie gefragt hat, deren Hintergrund jedoch vielleicht überrascht. Warum ist es zum Beispiel so, dass wir bundesweit jedes Jahr genau zwei Weihnachtsfeiertage haben? (paw)

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