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Schädlich für die Gesundheit: Warum man morgens auf keinen Fall sein Bett machen sollte

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Als Kind hat man gelernt, dass man morgens sein Bett machen soll – auch wenn man sich abends wieder reinlegt. Doch britische Wissenschaftler fanden heraus, dass genau das schädigend für die Gesundheit sein kann.

Gute Nachrichten für alle Morgenmuffel, die nicht gerne ihr Bett machen – schlechte Nachrichten, für die, die es gerne ordentlich mögen. Wer morgens für Ordnung sorgt und seine Decke ausbreitet, schafft ideale Bedingungen für ungeliebte Kriechtiere. Sein Bett unordentlich zu hinterlassen kann demnach sogar besser für die Gesundheit sein, wie britische Wissenschaftler herausfanden. HEIDELBERG24 erklärt, warum man sein Bett morgens lieber nicht machen sollte:

Ein gemachtes Bett – ein Paradies für Hausstaubmilben

Man sieht sie nicht, doch besonders Allergiker kennen die kleinen Viecher gut: Hausstaubmilben. Allzu gerne nisten sich die kleinen Spinnentiere in der Wohnung ein. Überall da, wo sie Hautschuppen und Haare finden, von denen sie sich ernähren können, fühlen sie sich wohl. Und wo gibt es davon massenhaft? Genau: im Bett. Von allen Orten im Haushalt leben dort die meisten von ihnen. Die ungebetenen Gäste können Asthma und Allergien auslösen.

Laut den Forschern von der Kingston University in London leben im Schnitt etwa 1,5 Millionen von ihnen im Bett. Sie untersuchten, unter welchen Bedingungen sich die Tierchen am stärksten vermehren und fanden heraus: Milben mögen es feucht. Und die dicke Luft unter den Decken lädt für sie geradezu zum Kuscheln ein, denn über Nacht dünstet der Mensch beim Schwitzen und Atmen bis zu zwei Liter Wasser aus. Auch interessant: Koffein-Kick für die Klamotten – darum gehört Kaffee in die Waschmaschine.

Darum hilft es, das Bett morgens nicht zu machen

Das Wasser können die Milben nur über kleine Drüsen an ihrem Körper aufnehmen. Nimmt man die Feuchtigkeit aus ihrer Umgebung, können sie nicht überleben. Dafür reicht es laut den Wissenschaftlern bereits aus, das Bett morgens nicht zu machen. Wer seine Gesundheit schonen, aber nicht auf Ordnung verzichten möchte, kann die Decke einfach sorgfältig zurückschlagen. Solange die Matratze freiliegt, erfüllt dies denselben Zweck.

Am gründlichsten vermeidet man die Milben im Bett, in dem man seine Decken morgens zum Durchlüften nach draußen hängt. Generell sollte man die Bettwäsche einmal die Woche bei mindestens 60 Grad waschen. Zwischendrin hilft es, die Matratze, bevor man sie neu bezieht, ebenfalls auslüften zu lassen. Dafür stellt man sie am besten für einige Stunden aufrecht. Wer darüber hinaus für eine gute Luftzirkulation sorgt, indem er genug Raum um das Bett und darunter freilässt, macht es den kleinen Tierchen besonders ungemütlich. (paw)

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