12- bis 15-Jährige

BioNTech-Impfstoff: Freigabe für US-Teenies – EU-Zulassung noch im Juni?

Mainz – Derzeit gibt es keine Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Das soll sich bald ändern – in den USA wurde das Vakzin nun für Teenies zugelassen.

Update vom 11. Mai: Es ist ein weiter ganz wichtiger Schritt beim Kampf gegen das Coronavirus und für das Erreichen einer Herdenimmunität – die Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen! Nach der Freigabe durch die US-Arzneimittelbehörde FDA des deutschen Impfstoffs von Biontech uns seines Partners Pfizer können Teenies im Alter von 12 und 15 Jahren in den Vereinigten Staaten ab sofort mit „Comirnaty“ geimpft werden. Die bereits bestehende Notfallzulassung für Menschen ab 16 Jahren sei entsprechend angepasst und erweitert worden, teilte die FDA am Montag (10. Mai) mit. Den entsprechenden Antrag hatten Biontech und Pfizer Anfang April gestellt.

„Die heutige Aktion ermöglicht es, eine jüngere Bevölkerung vor Covid-19 zu schützen, was uns der Rückkehr zu einem Gefühl der Normalität und der Beendigung der Pandemie näher bringt“, freut sich FDA-Chefin Janet Woodcock über die Zulassung des Biontech-Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige.

Während das Vakzin zuvor bereits in Kanada als eines der ersten Länder der Welt für Jugendliche freigegeben wurde, läuft die Prüfung bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA noch – diese könnte noch bis Anfang oder Mitte Juni andauern. In Deutschland und der Europäischen Union ist der Impfstoff von Biontech bis dahin nur für Menschen ab 16 Jahren zugelassen.

BioNTech-Impfstoff: Corona-Hammer! Sind nach den Sommerferien alle Teenies geimpft?

Update vom 6. Mai, 14:39 Uhr: Guter Plan, Herr Spahn! Bis zum Ende der jeweiligen Sommerferien in den 16 Bundesländern sollen alle Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren zumindest ein Impfangebot erhalten haben, wie bild.de berichtet. Im optimalen Fall sollen unsere Teenie-Kids bis dahin sogar komplett durchgeimpft sein. Das geht aus dem Entwurf des Beschlusses der Gesundheitsministerkonferenz hervor, der BILD vorliegt.

Wie HEIDELBERG24 berichtet hat, planen die Gesundheitsminister noch im Juni mit der Zulassung von BioNTech für Jugendliche ab 12 Jahren durch die zuständige Europäische Arzneimittelbehörde (EMA).

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und seine Länderkollegen haben einen ehrgeizigen Plan. (Symbolfoto)

Wörtlich heißt es in dem Beschlusspapier:

  1. Es ist das gemeinsame Ziel, allen 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien im jeweiligen Bundesland ein Impfangebot mit dem Impfstoff von BNT gemacht zu haben.
  2. Für die Erst- und Zweitimpfung dieser Jahrgänge sind etwa zehn Millionen Dosen BNT notwendig. Bund und Länder werden sicherstellen, dass diese Menge an BNT-Dosen für diese Altersgruppe für die nach 1. geplanten Impfungen gesichert ist. Denn anders als alle älteren Jahrgänge können sie vorerst nur mit dem Impfstoff von BNT geimpft werden.
  3. Jedes Land wird bis Ende Mai ein Konzept erarbeiten, dass die skizzierten Impfungen bis zum Ende der Sommerferien sicherstellt. Dies kann beispielsweise durch ausdrückliche Einladung dieser Jahrgänge in die Impfzentren geschehen, durch Reihenimpfungen in den Schulen oder auf vergleichbaren Wegen. (...)

BioNTech-Impfstoff: Zulassung für Kinder ab 12 Jahren schon im Juni?

Update vom 30. April: Jetzt ging doch alles schneller als erwartet! Das Mainzer Unternehmen Biontech hat bereits den Zulassungsantrag seines Impfstoffs bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA für Kinder ab 12 Jahren gestellt – das will die BILD aus Unternehmenskreisen erfahren haben. Zunächst hatte der Spiegel berichtet, dass die Einreichung erst für den kommenden Mittwoch (6. Mai) vorgesehen war. Doch der Impfstoffhersteller hat den Turbo angeschmissen, schließlich zählt im Kampf gegen das Coronavirus jeder Tag.

In der Regel dauert die Prüfung eines Zulassungsantrags für Corona-Impfstoffe bei der EMA wenige Wochen – heißt im Umkehrschluss, dass die Freigabe somit bereits im Juni erteilt werden, Kinder zwischen 12 und 15 Jahren ab dann gegen das Coronavirus geimpft werden könnten.

Unterdessen läuft zudem eine zweite klinische Studie für Kinder unter 12 Jahre – diese soll nach Unternehmensangaben schon weit fortgeschritten sein. Biontech-Boss Ugur Sahin prognostizierte, dass schon im Herbst alle Kinder ab sechs Monaten geimpft werden könnten.

Corona-Impfstoff bald für Kinder ab 12? Biontech will Zulassung beantragen

Erstmeldung vom 29. April: Die Impfgeschwindigkeit in Deutschland nimmt immer weiter zu – inzwischen wurden laut Robert-Koch-Institut in Deutschland über 26,6 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt (Stand: 27. April), 6,1 Millionen Menschen haben bereits ihre zweite Dosis erhalten und sind somit durchgeimpft. Bislang sind in Deutschland jedoch Jungen und Mädchen unter 16 Jahren nicht für eine Corona-Impfung berechtigt – und das sind gemäß Statistischem Bundesamt immerhin rund 12,1 Millionen Menschen. Das könnte sich jedoch in den nächsten Tagen ändern. Denn wie HEIDELBERG24* berichtet, will der Impfstoffhersteller Biontech bald einen wichtigen Schritt hin zur Öffnung für den Kreis der Impfberechtigten machen.

NameBioNTech SE
Gründung2008
CEOUğur Şahin
CMOÖzlem Türeci
HauptsitzMainz
Tochtergesellschaften BioNTech Innovative Manufacturing Services GmbH, BioNTech US Inc.

Corona-Impfstoff: Biontech will demnächst Zulassung für Kinder ab 12 Jahren beantragen

Der Impfstoff-Riese Biontech mit Sitz in Mainz und sein US-Partner Pfizer wollen in Kürze die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs „Comirnatiy“ für Kinder ab 12 Jahren in der EU beantragen. Wie eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag (29. April) der Deutschen Presse-Agentur sagte, werde der Antrag für die Zulassung „in den nächsten Tagen“ bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA gestellt. Der „Spiegel“ hatte vorab berichtet, dass dieser am kommenden Mittwoch (6. Mai) eingereicht werden soll.

„Wir haben die Studiendaten für die 12- bis 15-Jährigen in den USA für die bedingte Zulassung eingereicht, in Europa sind wir in den letzten Zügen vor der Einreichung“, so Biontech-Chef Ugur Sahin gegenüber dem Nachrichtenmagazin.

Für gewöhnlich dauert die Prüfung eines Zulassungsantrags für Corona-Impfstoffe bei der EMA wenige Wochen – aktuell können Kinder unter 16 Jahren in Deutschland nicht geimpft werden. Der Impfstoff des Mainzer Unternehmens ist sowohl in der EU als auch in den USA erst für Personen ab 16 Jahren bedingt zugelassen.

Sollte der Antrag in den nächsten Tagen bei der EMA eingereicht werden und die Prüfung etwa vier bis sechs Wochen dauern, könnte die EMA-Zulassung im günstigsten Fall Anfang bis Mitte Juni erfolgen. Danach könnten dann die Impfungen der 12- bis 15-Jährigen beginnen. Hinsichtlich des kommenden Schuljahres und mit Blick auf die angestrebte Erweiterung der geimpften Bevölkerungsgruppen mit dem Ziel einer Herdenimmunität wäre die Ausweitung auf Kinder ab 12 Jahren ein immens wichtiger Schritt im Kampf gegen das Coronavirus.

Biontech: So wirksam ist der Corona-Impfstoff bei 12- bis 15-Jährigen

Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten kürzlich mitgeteilt, dass eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren in den USA eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt habe. Die Impfung sei gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen nach einer Impfung mit „Comirnaty“ hätten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen, erklärten die Unternehmen. Die Gesundheit der knapp 2.300 amerikanischen Studienteilnehmer würden aus Sicherheitsgründen noch bis zu zwei Jahre nach dem Erhalt der ersten Impfdosis beobachtet, hieß es weiter.

Währenddessen läuft zudem parallel die klinische Studie von Biontech und Pfizer zur Wirkung und Sicherheit ihres Corona-Impfstoffs bei Kindern zwischen sechs Monaten bis einschließlich elf Jahren weiter. Biontech gehe davon aus, dass belastbare Daten daraus bis September verfügbar sein werden, sagte die Unternehmenssprecherin der dpa. Bis die ersten Kinder dieser Altersgruppe mit dem Vakzin geimpft werden können, wird es folglich noch dauern, da Biontech/Pfizer erst nach diesem Zwischenschritt einen Zulassungsantrag bei der EMA stellen werden. Dessen Prüfung wird dann voraussichtlich wieder wenige Woche dauern. (dpa/rob)

Rubriklistenbild: © dpa/Ole Spata

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