1. Heidelberg24
  2. Verbraucher

Vorsicht, Black Friday-Abzocke: So schützt Du Dich vor falschen Angeboten und Fake-Shops

Erstellt:

Von: Pauline Wyderka

Kommentare

Immer wieder locken Fake-Shops Kunden in die Falle. Gerade am Black Friday versuchen die Abzocker es mit vermeintlich unschlagbaren Angeboten. So kannst Du Dich vor der Masche schützen:

Der Online-Handel boomt. Zwischen Amazon und Zalando findet man heutzutage alles, was das Herz begehrt und mit wenigen Klicks kann man bequem, schnell viel Geld ausgeben. Und genau da liegt das Problem, denn nicht hinter jeder Webseite mit genau dem richtigen Angebot verbirgt sich auch tatsächlich ein Online-Shop, der dann auch liefert, wie HEIDELBERG24 berichtet.

Vorsicht vor Fake-Shops: Manche Black-Friday-Angebote sind zu gut, um wahr zu sein

Gerade zur Weihnachtszeit greifen viele für den Geschenke-Kauf auf Online-Optionen zurück. Zu keinem Zeitpunkt wird das so deutlich, wie zum Black Friday, an dem aus allen Richtungen unschlagbare Deals auf einen einprasseln. Bei Stiftung Warentest kommen da auch günstige Kaffeevollautomaten gut weg. Angebote, die zu gut aussehen, um wahr zu sein, sind es jedoch meistens auch. Schnell ist es dann passiert: Das Geld ist weg, minderwertige oder gar keine Ware wird geliefert und sensible Daten fallen in falsche Hände.

Und so warnen Verbraucherportale und Kriminalämter jährlich vor dem schmutzigen Geschäft der Fake-Shops. Doch wie schützt man sich vor der Abzocke? Wie eingangs erwähnt, ist oft bereits der Preis ein deutlicher Hinweis. Ergibt dieser beispielsweise für das angebotene Produkt keinen Sinn oder enthält der gesamte Shop auffallend günstige Angebote, dann stehen die Chancen gut, Betrügern auf den Leim zu gehen. Um richtig zu sparen, können Schnäppchenjäger an Black Friday auf ein paar Dinge achten.

Vorsicht, Abzocke: Fake-Shops schummeln gerne mit falschen Güte-Siegeln

Unverhältnismäßig gute Kundenbewertungen können ebenfalls ein Warnsignal sein, entweder für einen Fake-Shop oder, dass andere, echte Bewertungen gelöscht werden. Auch bei Gütesiegeln wird viel geschummelt, beispielsweise mit komplett erfundenen Siegeln oder Abbildungen von Siegeln, ohne eine tatsächliche Lizenz. In der Regel landet man per Klick auf das Siegel auf der Seite der Siegel-Betreiber. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich vermutlich nicht um ein echtes Güte-Siegel.

Ist man sich immer noch nicht sicher, lohnt sich meist ein Blick ins Impressum. Fehlt dieses komplett, dann ist das ein klares Warnzeichen. Ist ein Impressum vorhanden, dann muss es eine Adresse, einen Vertretungsberechtigten und eine E-Mail-Adresse, sowie einen Verweis auf das Handelsregister mit einer Nummer enthalten. Leider sind diese Auffälligkeiten im Kleingedruckten nicht immer so leicht zu finden und am Ende lassen sich auch diese von seriösen Händlern kopieren.

Lupe wird vor Webseite gehalten, auf der „Onlineshops“ steht.
Eine Webseite wird buchstäblich „unter die Lupe“ genommen. © picture alliance/dpa/Jens Büttner

Black Friday: Fake-Shops im Internet – Rechtschreibfehler und dubiose Internetadressen

Auch Rechtschreibfehler können auf Abzocke hindeuten. Oft sehen selbst die Fake-Shops jedoch ziemlich seriös aus, wie die Verbraucherzentrale in NRW warnt. Das kommt nicht von ungefähr, denn häufig handelt es sich lediglich um Kopien bereits existierender Webseiten. Darum lohnt es sich, neben dem Erscheinungsbild auch auf die Internetadresse zu schauen.

Passt die URL oben zum Beispiel nicht zum Seiteninhalt oder enthält eine ungewohnte Domain-Endung, wie zum Beispiel „.de.com“, statt wie sonst nur „.de“, können das Warnzeichen für eine Webseiten-Kopie sein. Auch die AGB kann man sich entsprechend ansehen. Sind diese in gebrochenem Deutsch, als hätte jemand sie durch ein schlechtes Übersetzungsprogramm gejagt, dann ist das ein Zeichen für Internet-Abzocker.

Fake-Shops im Internet: Augen auf beim Bezahlvorgang

Klar wird der Fall oft spätestens beim Bezahlvorgang. Hier locken Fake-Portale gerne mit mehreren vermeintlichen Optionen, bis sie am Ende doch nur eine Zahlung per Vorkasse beziehungsweise einer Überweisung zulassen. Das ist für den Kunden jedoch nicht sicher, da er in Vorkasse geht und es schwierig wird, sein Geld zurückzubekommen, sollte keine Ware kommen.

Wenn jede Hilfe zu spät kommt und der Black-Friday-Deal sich als schwarzes Schaf unter den Angeboten entdeckt, gibt es ein paar Dinge, die Opfer tun sollten: Die Bank informieren und auffordern, die Zahlung rückgängig zu machen, Beleg, Screenshots und Bestätigungen aufbewahren sowie Anzeige bei der Polizei erstatten. Schließlich bietet verbraucherzentrale.de auch den „Fakeshop-Finder“ an, bei dem man einfach die URL des jeweiligen Shops eingeben kann und dann geprüft wird, ob es sich um einen seriösen Shop handelt. (paw)

Auch interessant

Kommentare