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„Sind untröstlich“: Rückruf von Klebstoff trifft Klima-Aktivisten

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Von: Pauline Wyderka

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Die Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ stoßen auf leere Regale, wo sonst ihr „Lieblingskleber“ steht. Ein Rückruf wegen „behördlicher Beanstandung“ soll Schuld sein.

Die Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ haben sich vor allem mit einer Aktion in den vergangenen Monaten einen Namen gemacht: dem Festkleben auf der Straße. Viel wird aktuell diskutiert, über blockierte Rettungswägen, Präventivhaft und drastischere Methoden, um die Aktivisten von der Straße zu holen. Dass ein kleines weißes Fläschchen am Ende der Grund dafür sein würde, dass die Straßen frei bleiben, damit hätte wohl keiner gerechnet. HEIDELBERG24 berichtet, warum ein Klebstoff-Rückruf die Gruppe jetzt möglicherweise lahmlegt.

„Wir sind untröstlich“: Klima-Kleber wundern sich über Rückruf

Mit ihren Blockade-Aktionen sorgen die Aktivisten der „Letzten Generation“ aktuell für so viel Wirbel, dass sie deutschlandweit mittlerweile gemeinhin als „Klima-Kleber“ bekannt sind. Auch in Mannheim und in Heidelberg klebte sich die „Letzte Generation“ bereits mehrmals auf den Asphalt. Nun sorgt ein Klebstoff-Rückruf dafür, dass ausgerechnet die Blockierer vielleicht blockiert werden:

„Wir sind untröstlich“ postet die Aktivistengruppe „Letzte Generation“ am Wochenende des dritten Advents mit einem Foto von einem Baumarktregal, in dem eine schmale, aber offenbar tiefe Lücke klafft: Der „Lieblings-Sekundenkleber“ fehlt. Laut dem Tweet war das Regal aber nicht von Klima-Hamsterkäufern leergekauft worden, sondern ein Rückruf soll schuld sein, dass der Lieblings-Klimakleber fehlt.

„Behördliche Beanstandung“ – Filialleitung habe so etwas noch nicht erlebt

Ein Rückruf? Da kann auch so mancher Hobbybastler hellhörig werden. Daran, dass das Produkt nicht hält, kann es wohl kaum liegen. Was genau das Problem ist, wissen auch die Klebstoff-Koryphäen von der „Letzten Generation“ nicht. Die können nur die Filialleitung des Baumarkts zitieren: Das Produkt sei aufgrund „behördlicher Beanstandung“ aus dem Verkauf genommen worden.

Die Filialleitung selbst hätte das demzufolge noch nie erlebt. Statt zum Klimaprotest ruft die Aktivistengruppe nun zu Hinweisen zum Rückruf auf. Der Umstand, dass es sich um den Aktivistenkleber des Vertrauens handelt und die Behörden händeringend nach Wegen suchen, die Straßenblockierer von den Straßen fernzuhalten, kann einen da schon misstrauisch stimmen.

Klima-Kleber „untröstlich“ über Rückruf: Keine Produktwarnung für Sekundenkleber

Eine Produktwarnung für Endverbraucher scheint aktuell nicht herausgegeben zu sein. Den heimischen Bastelkeller muss man also vorerst nicht besorgt nach dem unbekannten Sekundenkleber durchforsten. Keine Entwarnung gilt dafür im Falle des großen Chips-Rückrufes, der vor Salmonellen warnt.

Um welchen Sekundenkleber es sich handelt, bleibt vorerst unklar. Dabei wäre der gute Halt auf Asphalt vielleicht gar keine schlechte Werbemasche für den Hersteller – wenn auch etwas umstritten. Außer den „Klima-Klebern“ gibt es noch andere kontroverse Klimaschutz-Gruppierungen, wie die sogenannten „Tyre Extinguishers“, die zuletzt mit einer Anleitung zum Zerstören von SUV-Reifen für Aufregung sorgten. (paw)

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