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Pflanzen zurückschneiden: Diesen Fehler macht so gut wie jeder

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Wenn die Sonne draußen scheint, zieht es viele Menschen in den Garten. Doch bevor jetzt wahllos Pflanzen zurückgeschnitten werden, sollte folgendes beachtet werden:

Alle Jahre wieder stellen sich Hobbygärtner die gleiche Frage: Welche Blumen, Sträucher und Bäume müssen im Frühling zurückgeschnitten werden – und von welchen Pflanzen sollte man lieber die Finger lassen? Wie HEIDELBERG24* berichtet, gibt es zahlreiche Blumen, die dringend im Frühjahr gestutzt werden müssen, doch bei so manches Gehölze sollte man keinen Schnitt ansetzen.

JahreszeitFrühling
Zeitraum1. März bis 21. Juni
GartenarbeitSäen, Schneiden, Düngen und Umpflanzen

Pflanzen zurückschneiden – Warum eigentlich?

Pflanzen setzen Samen an, sobald die Blüten anfangen zu verblühen. Dadurch entstehen zwar neue Blumen und Sträucher, allerdings benötigen die alten Pflanzeen für diesen Prozess jede Menge Energie. Deshalb sollten Blumen, Sträucher und Co. noch vor der Samen-Produktion zurückgeschnitten werden. Dadurch wird außerdem das unkontrollierte Ausbreiten der Pflanze verhindert. Die meisten Blumen-Arten und andere Pflanzen sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die Lebensdauer deutlich zu verlängern. Durch das Zurückschneiden wird das Wachstum anregt und es bilden sich besonders viele kräftige Blüten. Das Zurückschneiden von empfindlichen Kübelpflanzen ist außerdem wichtig, bevor man sie im Frühjahr wieder zurück in den Garten stellt.*

Pflanzen richtig zurückschneiden – Was muss entfernt werden?

Da sich Samen in den vertrockneten Blüten befinden, müssen diese entfernt werden. Wenn es an das Zurückschneiden geht, sollte man diese Gartenutensilien zur Hand haben:

Beim Zurückschneiden von Pflanzen sollte darauf geachtet werden, dass einige Arten eine spezielle Schneidetechnik benötigen. So reicht es bei manchen Blumen aus, wenn man das obere Drittel der Blüte abschneidet, bei anderen muss etwas mehr beachtet werden. Wichtig ist, dass man zunächst alte Triebe durch Zupfen oder Schneiden entfernt. Anschließend wird etwa einen halben Zentimeter unter der Knospe die Schere angesetzt und geschnitten.

Achtung: Man sollte die Schere schräg halten, damit die Schnittwunde klein bleibt und Regentropfen nicht die Pflanze schädigen. Zu schräg sollte es aber auch nicht sein, denn sonst kann die Pflanze ebenfalls faulen. Auch interessant: Bei diesen Pflanzen im Garten ist besondere Vorsicht geboten* – sie können für Kinder und Tiere gefährlich werden.

Blumen, Sträucher und Co. zurückschneiden – Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Oft werden Pflanzen zu früh oder zu spät zurückgeschnitten, das kann allerdings verheerende Folgen mit sich bringen. Hobbygärtner sollten sich folgendes deshalb merken: Frühlingsblüher sollte man direkt nach der Blütezeit schneiden, Spätblüher im Frühling. Es ist aber auch zu beachten, dass es manchmal trotzdem ein schlechter Zeitpunkt sein kann, die Pflanzen zurückzuschneiden. Denn die Samen und Früchte dienen einigen Tiere als wichtige Nahrungsquelle!

Garten-Tipp: Rosen richtig zurückschneiden

Rosen sehen schön aus, bedürfen aber auch ein wenig Pflege für ihre Blütenpracht. Schon im Frühjahr müssen die Blumen zurückgeschnitten werden. Die Rosen sollten dabei nie mehr als drei bis fünf „Augen“ gekürzt werden. Als Augen bezeichnet man die Knubbel am Rosenzweig. Auch hier sollte der Schnitt schräg angesetzt werden. Da die Blumen nach außen und nicht nach innen wachsen, sollten die Augen ebenfalls nach außen zeigen. Die Rosen bekommen so mehr Licht ab und können kräftiger wachsen. Von der Pflanze sollten am Ende noch 20 bis 40 Zentimeter hohe Triebe übrig bleiben. Schwach und am Boden befindliche Triebe können entfernt werden. Stärke Triebe werden nur ein wenig gestutzt.

Wenn die Rosenblüten irgendwann vertrocknet sind, sollten möglichst alle entfernt werden. Mit etwas Glück kann man so noch eine zweite Blütenpracht genießen. Einen zweiten Schnitt braucht die Pflanze dann auf keinen FAll, da sie sonst kaputtgehen könnte.

Garten-Tipp: Hortensien richtig zurückschneiden

Hortensien müssen ebenfalls im Frühjahr gekürzt werden. Die Art entscheidet jedoch darüber, wie viel wegmuss. Alte Blütenstände sowie schwache Knospen sollten entfernt werden. Aber Achtung: Zu viel wegschneiden ist auch keine Lösung. Oft blühen die Pflanzen dann nicht mehr so schön wie noch im Jahr zuvor.

Garten-Tipp: Diese Pflanzen jetzt bloß nicht zurückschneiden

So wohltuend es doch für einige Pflanzen ist, sie im Frühjahr zu stutzen – für einige andere Pflanzen ist das fatal. So werden einige Gehölze, wie Ahorn oder Walnuss, auf keinen Fall zurückgeschnitten. Sie verlieren dadurch zu viel Flüssigkeit, was wiederum dem Baum schadet. Auch Hecken sollten erst im Sommer gekürzt werden, da sie in dieser Zeit nicht mehr so stark wachsen und ihre Form behalten. Weitere Gehölze, die nicht geschnitten werden sollten, sind: Zaubernuss, Magnolie, Fächerahorn, Flügel-Spindelstrauch und Blumenhartriegel.

Pflanzen zurückschneiden – Das gilt für weitere Blumen-Typen

Lavendel: Kann im Jahr bis zu zwei Mal zurückgeschnitten werden.

Obstbäume: Sollten erst im Winter zurückgeschnitten werden. Bäume, die als starkwüchsig gelten, können aber im Frühjahr geschnitten werden. Dadurch wird ein unkontrollierter Austrieb gebremst. Im Frühling kann man außerdem erkennen, welche Äste nur Blätter ausbilden und welche bereits abgestorben sind.

Balkonblumen: Sind meist leichter zu pflegen als Gartenpflanzen. Oft reicht es aus, wenn die verwelkten Blüten abgezupft werden. Dahlien, Flieder, Petunien, Verbenen, Geranien, Fuchsien und Buschmargertien können so lange am Leben gehalten werden. (jol) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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