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Booster-Impfung: Stiko will Auffrischung für Kinder ab 12

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Von: Josefine Lenz

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Berlin – Die Stiko empfiehlt eine Booster-Impfung für Kinder ab 12. Komplett durch ist der Prozess damit aber noch nicht.

Update vom 13. Januar, 14 Uhr: Nach langer Überlegung hat die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Empfehlung ausgesprochen, bereits Kinder ab 12 Jahren zu boostern. Hierzu soll der Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer „in der altersentsprechenden Dosierung“ mindestens drei Monate nach der vorangegangenen Impfung genutzt werden. Der Beschlussentwurf der Empfehlung muss nun noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen, ist also noch keine endgültige Empfehlung.

Stiko empfiehlt Booster-Impfung für Kinder ab 12

Die derzeitige Lage mit den stark ansteigenden Fallzahlen durch die Omikron-Variante mache eine entsprechende Ausweitung der Impfkampagne notwendig, hieß es. Durch eine Auffrischimpfung werde der wenige Monate nach der Grundimmunisierung abnehmende Impfschutz wieder verbessert und auch die Übertragungswahrscheinlichkeit von
Corona-Infektionen reduziert.

Bislang werden Booster-Impfungen für Kinder und Jugendliche ab zwölf in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Ende Dezember hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) klargestellt, dass Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren „unabhängig von den Empfehlungen“ der Stiko grundsätzlich einen Anspruch auf Auffrischimpfungen hätten.

Booster-Impfung jetzt für alle! Stiko senkt Altersgrenze

Erstmeldung: Die Ständige Impfkommission (Stiko) weitet ihre Empfehlung zu Auffrischimpfungen massiv aus. „Ab sofort empfiehlt die Stiko allen Personen ab 18 Jahren die Covid-19-Auffrischimpfung“, teilt das Gremium am Donnerstag (18. November) mit. Auch ein flexiblerer Umgang mit dem Zeitabstand ist demnach vorgesehen: „Die Auffrischimpfungen sollen in der Regel im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf fünf Monate kann im Einzelfall oder wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind erwogen werden“, heißt es.

Stiko: Booster-Impfung ab 18 Jahren – mit BioNTech oder Moderna

Der Beschlussentwurf zur Booster-Impfung sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, mögliche Änderungen seien daher möglich. Es handle sich außerdem noch nicht um die finale Stiko-Empfehlung. Am Donnerstag diskutieren Bund und Länder auch darüber, ob die weiteren Corona-Regeln im Land.

Bislang empfiehlt das Gremium eine Auffrischungsimpfung unter anderem Menschen ab 70 Jahren, Menschen mit Immunschwäche, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegepersonal. Die Stiko bekräftigt am Donnerstag, dass diese Gruppen bevorzugt das Angebot zum Booster erhalten sollten. Geraten wird, dass unabhängig vom bisher verwendeten Impfstoff mit einem mRNA-Präparat aufgefrischt wird. „Auch bisher Nicht-Geimpfte sollen vordringlich geimpft werden“, betont die Stiko. Bei der Booster-Impfung können auch Nebenwirkungen auftreten, allerdings sind bislang keine schweren Verläufe bekannt.

Corona: Booster-Impfung für alle – Schutz lässt nach ein paar Monaten nach

Zuletzt hatte die Stiko bereits durchblicken lassen, dass die Empfehlung ausgeweitet werden soll. In einer Stellungnahme von voriger Woche hieß es, es sei aus immunologischen und infektionsepidemiologischen Gründen sinnvoll, über die bisherige Empfehlung hinaus mittelfristig auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten.

Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen und einer großen Zahl noch gänzlicher ungeimpfter Menschen in Deutschland hatten mehrere Experten und Politiker zuletzt Druck gemacht, mehr und schneller Auffrischimpfungen zu verabreichen. Die Hoffnung ist auch ein dämpfender Effekt auf die Virusverbreitung in der Bevölkerung. Die Stiko dämpft jedoch Hoffnungen auf allzu schnelle Effekte: „Die epidemiologische Auswirkung durch eine verminderte Transmission wird erst bei hohen Impfquoten bei Auffrischimpfungen deutlich wirksam werden“, schreibt sie. Bisher haben in Deutschland 5,7 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischimpfung erhalten, bei den Menschen ab 60 Jahren sind es 13,8 Prozent.

Der Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus lässt bei Geimpften mit der Zeit nach, das zeigen Studien. Der Schutz vor schwerer Erkrankung lässt insbesondere bei älteren oder vorerkrankten Menschen nach. Mit einer Auffrischung lässt sich der Schutz wieder merklich verbessern. Ein Schema mit drei Impfstoffdosen ist auch von anderen Impfungen bekannt. (dpa/jol)

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