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Nach Teilnahme bei TV-Show „Die Höhle der Löwen“: Deutsches Unternehmen meldet Insolvenz an

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Von: Pauline Wyderka

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Eigentlich hatte das Berliner Start-up „Independesk“ bei der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ einen perfekten Deal gemacht. Doch jetzt muss das Unternehmen Insolvenz anmelden:

Zugegeben sind es nicht gerade einfach Zeiten, um ein Unternehmen zu gründen. Hohe Energiekosten, Inflation und Krieg sind nicht unbedingt die besten Voraussetzungen. Die Krisen haben jetzt auch die Berliner von „Independesk“ eingeholt. Laut Gründer Karsten Kossatz ist eine Finanzierungsrunde geplatzt. Nun sieht sich das Unternehmen gezwungen, Insolvenz anzumelden. Dabei setzten ursprünglich auch die „Die Höhle der Löwen“-Investoren Carsten Maschmeyer und Georg Kofler auf das Start-up.

Finanzierungsrunde geplatzt: „Die Höhle des Löwen“-Startup meldet Insolvenz an

Das „AirbnB für Arbeitsplätze“, so stellt Kossatz das Unternehmen dem Online-Portal t3n.de vor. Arbeiten soll mithilfe von „Independesk“ flexibel von unkonventionellen Orten aus möglich sein, beispielsweise beim Restaurant um die Ecke, oder einem gelegeneren unternehmensfremden Büro. Die jeweiligen Räume sollen demnach über die App einfach buchbar sein, ob für Stunden, Tage oder sogar Wochen.

Doch nun steckt das Berliner Start-up in der Krise. So schreibt Gründerszene, dass der „DHDL“-Schützling Insolvenz anmelden musste. Demnach gibt Gründer Kossatz an, dass eine geplatzte Finanzierungsrunde Anlass Hintergrund für die neuerliche Insolvenz sei. Der finanzielle Druck wurde einfach zu groß. Finanziell in der Krise steckt auch Galeria Kaufhof – das insolvente Unternehmen will dennoch einige Filialen retten.

Bekannt aus „Die Höhle der Löwen“: Start-up kann Carsten Maschmeyer und Georg Kofler überzeugen

Gestartet ist Independesk laut Focus mit einer Finanzierung vom Gründer selbst. 2021 folgt dann der „Die Höhle der Löwen“-Auftritt, bei dem das Start-up Carsten Maschmeyer und Georg Kofler von sich überzeugen kann, die laut Gründerszene gemeinsam 200.000 Euro investieren und mit Anteilen in das junge Unternehmen einsteigen. 2021 setzt sich auch eine Weinheimerin mit ihrer App bei „Die Höhle der Löwen“ durch.

Während Kossatz davon ausgeht, dass die Corona-Krise seinem Unternehmen auf die Sprünge geholfen hat, habe sie doch zur Folge gehabt, dass nicht mehr täglich in dasselbe Büro gegangen wird, scheint es eine neue Krise zu sein, die nun für Schwierigkeiten sorgt. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs hätte sich demnach der Markt geändert.

„Prioritäten verschoben“: Gründer glaubt an Unternehmen

Prioritäten haben sich verschoben, so Kossatz laut Gründerszene. Arbeitgeber setzten aktuell weniger auf Flexibilität. Stattdessen werde wieder mehr Wert darauf gelegt, Arbeitnehmer zurück in die eigenen Büros zu holen. So sei die Flexibilität, die Independesk biete, ein Luxus, den sich aktuell nicht viele leisten wollten.

Er glaube dennoch fest an das Projekt. Der nächste Schritt sei nun, Geldgeber zu finden. Dafür sei Kossatz bereits mit neuen Investoren im Gespräch. Immer mehr deutsche Unternehmen stecken aktuell in der Krise, so zum Beispiel auch Dr. Oetker, das kürzlich Stellen abbaute. (paw)

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