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Notfallvorrat für 10 Tage: Checkliste – diese Lebensmittel sollte jeder Zuhause haben

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Von: Daniel Hagen

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Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, in guten Zeiten bereits einen Notfallvorrat für den schlimmsten Fall anzulegen. Was diese beinhalten sollte:

Erdbeben, Überschwemmungen, eine Pandemie oder sogar Krieg – solche Katastrophen passieren in den letzten Jahren immer wieder. Wie die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gezeigt hat, kann sich die Sicherheit der eigenen vier Wände innerhalb von Stunden ins Gegenteil wenden.. Auch die Bilder aus der Ukraine sorgen aktuell für Verunsicherung, ob man privat für den schlimmsten Fall gerüstet wäre. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt Tipps, wie man in Krisensituationen einen kühlen Kopf bewahrt – und wie ein Notfallvorrat, ganz ohne Hamsterkäufe, aussehen solllte:

NameBundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
PräsidentArmin Schuster
Gründung1. Mai 2004
AufsichtsbehördeBundesministerium des Innern und für Heimat
HauptsitzBonn

Notfallvorrat anlegen: BBK empfiehlt Vorbereitung statt Hamsterkauf

Der Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland hat im März 2020 gezeigt, wie viele Menschen nicht auf solche Situationen vorbereitet sind und in Panik verfallen. Als Kurzschlussreaktion beginnen daher die Hamsterkäufe, in dessen Mittelpunkt vor allem Toilettenpapier und Nudeln stehen. Solidarität mit Mitmenschen sieht anders aus. Daher empfiehlt das BBK bereits in guten Zeiten eine Vorsorge für schlechte Zeiten anzulegen. „Wenn jede und jeder Einzelne in sicheren Zeiten einen Vorrat anlegt, können Engpässe im Ernstfall gemeinschaftlich überbrückt werden. Ein Notvorrat ist daher sogar gut für die Gemeinschaft!“, heißt es auf der Seite des Amtes.

Es sei zudem nicht notwendig, gewaltige Massen von Dosennahrung, Wasser oder Klopapier anzuhäufen. Man soll eher das Nötigste anlegen, um zehn Tage problemlos überbrücken zu können. Da reicht es dann auch, über mehrere Wochen hinweg immer wieder eine Kleinigkeit beim Supermarkt mitzunehmen. Erschwerend kommt aktuell hinzu, dass aufgrund des Krieges in der Ukraine und generellen Ressourcenproblemen viele Geschäfte derzeit leere Regale haben – so auch beim Toilettenpapier.

Checkliste für Notfallvorrat: Diese Mengen an Lebensmitteln und Wasser empfiehlt das BBK

Doch was genau sollte man für den Katastrophenfall eigentlich zu Hause haben? Für diese Frage hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine Checkliste angelegt. In dieser ist der 10-tägige Grundvorrat für eine Person abgebildet, der rund 2.200 Kilokalorien pro Tag zu sich nimmt. Bei der Planung der eigenen Liste soll auf persönliche Vorlieben, Diät-Vorschriften oder Allergien geachtet werden.

LebensmittelgruppeMengeBemerkung
Getränke20 Liter2 Liter Flüssigkeit pro Person/Tag zum Trinken und Kochen. Mineralwasser, Fruchtsäfte, lange lagerfähige Getränke
Getreide Getreideprodukte3,5 KilogrammBrot, Kartoffeln, Nudeln, Reis
Gemüse, Hülsenfrüchte4,0 KilogrammProdukte im Glas oder Dosen sind bereits gekocht, getrocknete Produkte brauchen Wasser
Obst, Nüsse2,5 KilogrammObst in Dosen oder Gläsern aufbewahren, bei Frischobst nur lagerfähige Produkte kaufen
Milch, Milchprodukte2,6 KilogrammKeine
Fisch, Fleisch, Eier, bzw. Volleipulver1,5 KilogrammFrische Eier sind nur begrenzt lagerungsfähig, Volleipulver ist mehrere Jahre haltbar
Fette, Öle0,357 KilogrammKeine
Sonstiges nach BeliebenNach GefühlZucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Schokolade, Jodsalz, Fertiggerichte, Kartoffeltrockenprodukte, Mehl, Instantbrühe, Kakaopulver, Hartkekse und Salzstangen

Notfallvorrat anlegen: Auch Medikamente, Kerzen und Hygieneartikel wichtig

Neben Nahrungsmitteln und Getränken gibt es aber noch weitere Gegenstände, die man laut dem BBK im Katastrophenfall zu Hause haben sollte. Dabei handelt es sich um eine Hausapotheke mit einem Erste-Hilfe-Kasten, einer Pinzette und mehreren gängigen Medikamenten, Hygieneartikel wie Seife, Toilettenpapier und Zahnbürste, alles für den Brandschutz oder auch Taschenlampen, Streichhölzer und Kerzen für einen Stromausfall. Die vollständige Checkliste findest Du auf der Seite des BBK.

Bei allen gekauften Produkten ist es zudem wichtig darauf zu achten, wann sie ablaufen oder wie sie gelagert werden müssen. Da der Strom schnell ausfallen kann, sollte man eher nicht auf Ware setzen, die gekühlt oder sogar tiefgefroren sein muss. Nahrung in Dosen ist meist so konserviert, dass es lange hält. Die Lebensmittel sollten zudem dunkel, trocken und kühl gelagert werden. Für den absoluten Notfall sollte man außerdem immer einen Notfallrucksack gepackt haben, falls man die eigenen vier Wände plötzlich verlassen muss. (dh)

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