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Kommt die Home-Office-Pflicht? Arbeitnehmer sollen wieder „telearbeiten“

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Von: Florian Römer

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Berlin - Angesichts der dramatischen Corona-Entwicklung in den letzten Wochen will die Bundesregierung gegensteuern. Arbeitnehmer sollen wieder mehr von zu Hause arbeiten:

Die Corona-Lage in Deutschland spitzt sich zunehmend zu. Mittlerweile steht die 7-Tage-Inzidenz bei 289 (RKI, 14. November, 3:16 Uhr), vergangene Woche registrierte das RKI mehrfach Höchststände bei den Neuinfektionen. Besonders im Süden und Osten der Republik verschärft sich auch die Lage in den Krankenhäusern. Laut DIVI-Intensivregister (14. November, 12:23 Uhr) müssen mittlerweile wieder bundesweit 3.021 Corona*-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden. Tendenz steigend.

In Baden-Württemberg* bewegt sich die Zahl der Intensivpatienten knapp unter dem für das Ausrufen der Alarmstufe relevanten Wert von 390. Dennoch ist die Lage im Südwesten so ernst, dass laut Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) bereits Gespräche über die Verlegung von Patienten in andere Bundesländer* geführt werden. Auch im Nachbarland Rheinland-Pfalz* steht man vor einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen*.

Corona: Bundesregierung plant wieder Home-Office-Pflicht

Wie HEIDELBERG24* berichtet, plant die Bundesregierung, die Homeoffice-Pflicht für Arbeitnehmer wieder einzuführen. Das sieht ein entsprechender Entwurf des Bundesarbeitsministeriums für ein geändertes Infektionsschutzgesetz vor. Laut dpa soll folgender Passus in dem Entwurfstext von Freitagabend (12. November) stehen: „Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.

Ein Mann sitzt zuhause an einem Esstisch. Er schreibt mit einem Stift auf ein Blatt Papier neben einem Laptop. (Gestellte Szene)
Ein Mann arbeitet im Home-Office (Symbolfoto). © Finn Winkler/dpa

Home-Office-Pflicht: Endgültige Einigung der Ampel-Koalition steht noch aus

Zuvor hatten die „Bild am Sonntag“ und das „Handelsblatt“ über das Vorhaben berichtet. Aus informierten Kreisen hieß es am Sonntag, zwischen den Fraktionen aus SPD, Grünen und FDP, die zurzeit über eine neue Bundesregierung verhandeln, gebe es noch keine endgültige Einigung. Die geplante Regelung zur Homeoffice-Pflicht ist Teil des Gesetzentwurfs für die 3G-Regeln am Arbeitsplatz. Demnach sollen künftig nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) zur Arbeit gehen dürfen.

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Die in der Bundes-Notbremse verankerte Home-Office-Pflicht war Ende Juni ausgelaufen. Unternehmen müssen seitdem dennoch weiterhin Corona-Maßnahmen aufrechterhalten und zwei Tests pro Woche anbieten sowie Hygienepläne erstellen. Geregelt ist das in der Corona-Arbeitsschutzverordnung für Unternehmen und ihre Beschäftigten. (dpa/rmx) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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