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Corona in BW: „Booster-Impfung“ – Wer sollte sich zum 3. Mal spritzen lassen?

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Von: Marten Kopf

Impfung
Eine Person wird geimpft. © Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Baden-Württemberg - Seit Anfang September werden bestimmten Personengruppen Auffrischimpfungen angeboten. Derweil schließen zum Monatsende die Impfzentren.

Das Impftempo hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verlangsamt. Deutschlandweit sind Stand 30. September rund 53,5 Millionen Menschen vollständig geimpft, das entspricht knapp 64,5 Prozent der Bevölkerung. Baden-Württemberg liegt mit einer Impfquote von 62,7 Prozent dabei nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Während viele Bürger erst eine oder eben noch gar keine Spritze erhalten haben, werden seit 1. September schon die ersten Auffrischimpfungen – auch „Booster-Impfung“ genannt – verabreicht. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten Anfang August vereinbart, dass sich besonders gefährdete Gruppen ab September eine dritte Impfung geben lassen können. Inzwischen liegt auch von der Ständigen Impfkommission (STIKO) eine solche Empfehlung vor.

BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner11,07 Millionen (2019)
Fläche35.751 km²
LandeshauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Nach groben Schätzungen des Landes kommt eine Auffrischungsimpfung in den kommenden sechs Monaten für bis zu 1,7 Millionen Menschen in Baden-Württemberg infrage. Allerdings gibt es dabei etliche Überlappungen. Bei den besonders vulnerablen Gruppen geht das Ministerium von 150.000 Menschen in Einrichtungen aus. Im September nun haben bereits rund 118.000 Menschen eine solche dritte Spritze erhalten. Das sind etwa 20.000 mehr, als das noch Ende August erwartet worden war. Von Oktober bis Dezember dürften ersten Einschätzungen zufolge pro Monat weitere 20.000 hinzukommen.

„Booster-Impfung“: Wer bekommt die 3. Spritze?

Grundsätzlich sind Auffrischimpfungen – zumindest vorerst – nur für bestimmte Personengruppen vorgesehen. Dazu zählt das Sozialministerium Baden-Württemberg Personen, die...

Menschen, die in den oben genannten Einrichtungen, in ambulanten Pflege- oder Betreuungsdiensten, in Unterstützungsdiensten für besonders gefährdete Menschen mit Behinderungen, im Rettungsdienst oder in mobilen Impfteams tätig sind, wird eine Auffrischimpfung derzeit nicht allgemein öffentlich empfohlen. Sie ist aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch möglich. Gleiches gilt für Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Kontakt zu Personen haben, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht.

Die Auffrischungsimpfung erfolgt für alle genannten Gruppen in jedem Fall erst dann, wenn die Zweitimpfung (oder im Fall von Johnson & Johnson die einmalige Impfung) mindestens sechs Monate zurückliegt. Für die Auffrischimpfung ist eine einzelne Impfdosis ausreichend.

Corona-Impfungen: Impfzentren schließen – Hausärzte sehen sich gut gerüstet

Die Hausärzte sehen sich mit Blick auf die Schließung vieler Impfzentren gut vorbereitet, weitere Corona-Impfungen
sicherzustellen. In der Anfangsphase hätten die Zentren trotz hoher Kosten Sinn gemacht. „Für die ausstehenden Impfungen, zu denen wir dringend weitere Menschen ermuntern müssen, ebenso wie für die nun fälligen Auffrischungsimpfungen sehen wir uns in den Hausarztpraxen allerdings gut gerüstet“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). In Baden-Württemberg schließen zum 30. September die Impfzentren. Die Arztpraxen waren im April in die Massenimpfungen gegen Corona eingestiegen.

Im Zuge der Booster-Impfungen werden darüber hinaus auch mobile Teams wieder Alten- und Pflegeeinrichtungen in Stadt- und Landkreisen anfahren und die berechtigten Personengruppen vor Ort impfen. (dpa/mko)

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