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Novavax-Impfstoff kommt: So können sich Ungeimpfte online registrieren

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Von: Jason Blaschke

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Der Corona-Impfstoff ‚Nuvaxovid‘ des US-Herstellers Novavax soll in Deutschland bald verimpft werden. Erste Impfwillige können sich schon anmelden.

Die Corona-Variante ‚Omikron‘ dominiert in immer mehr Regionen in Deutschland und lässt die Infektionszahlen explodieren – auch in Baden-Württemberg, wo die 7-Tage-Inzidenz zuletzt (Stand 18. Januar) 575,6 betragen hatte. Der wichtige Corona-Wert sagt aus, wie viele Personen sich pro 100.000 Einwohner in einer Woche neu mit SARS-CoV-2 infiziert haben. In der Vorwoche hatte der für die Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg* ausschlaggebende Wert laut HEIDELBERG24* noch 357,1 betragen.

Im Kampf gegen das Coronavirus* setzen Politik sowie Experten auf die Impfkampagne, die zuletzt wieder an Fahrt aufgenommen hatte. Laut Landesgesundheitsamt (LGA) sind in Baden-Württemberg* mittlerweile 80,3 Prozent der Menschen vollständig geimpft – das sind 97.642 Menschen mehr, als in der Vorwoche. Insgesamt 5.365.138 vollständig Geimpfte haben zudem schon eine Booster-Impfung bekommen. Zudem schätzt das LGA, dass 981.163 nach einer Corona-Infektion als genesen gelten.

Anmeldung für Novavax-Impfung: Neues Vakzin soll bald verabreicht werden

Der Blick auf ganz Deutschland zeigt, dass die Impfquote in anderen Landesteilen noch deutlich unter der 80er-Marke liegt. Das für die Erfassung der verabreichten Corona-Impfungen zuständige Robert Koch-Institut (RKI) gibt an, dass (Stand 17. Januar) insgesamt 60,6 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft sind. Allein am 17. Januar seien 417.000 Impfdosen verabreicht worden, heißt es von der Behörde. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ein größerer Teil der Menschen noch nicht immunisiert ist.

Hersteller/EntwicklerNovavax
ForschungsnameNuvaxovid (NVX-CoV2373)
ImpfstoffartProteinimpfstoff
ApplikationsformIntramuskuläre Injektion
KrankheitCovid-19 (SARS-CoV-2)

Doch gerade mit Blick auf ‚Omikron‘ raten Experten, sich impfen zu lassen. Zwar schützt eine Corona-Impfung nicht zu 100 Prozent vor einer Infektion mit SARS-CoV-2, kann aber zuverlässig einen schweren Verlauf der Erkrankung verhindern. Und gerade mit Blick auf die stark ausgelasteten Intensivbetten in Deutschland ist das ein wichtiges Argument. Viele Menschen misstrauen der Impfung aber – besonders die Nebenwirkungen der mRNA-Impfstoffe* sind für Impfskeptiker immer wieder ein wichtiges Argument.

Anmeldung für Novavax-Impfung: Wo sich Impfwillige registrieren können

Auch deshalb hoffen viele Experten, dass sich mit der Zulassung von ‚Nuvaxovid‘ in der EU die Impfbereitschaft in Deutschland und ganz Europa noch einmal deutlich erhöht. Anders als die mRNA- oder Vektorimpfstoffe von Biontech oder AstraZeneca ist Novavax ein Corona-Impfstoff auf Proteinbasis. Das Verfahren ist nicht neu und wird schon lange angewendet – zum Beispiel bei Impfungen gegen Hepatitis B oder Keuchhusten. Gerade deshalb ist das Vakzin ein Hoffnungsträger in der Coronavirus-Pandemie.

So funktioniert der Novavax-Impfstoff:

Nuvaxovid (NVX-CoV2373) ist ein neuer Impfstoff gegen das Coronavirus auf Proteinbasis. Das heißt: Der Impfstoff enthält sogenannte Antigene (molekulare Strukturen) des Coronavirus, die sich im menschlichen Körper weder vermehren, noch eine Infektion mit Covid-19 auslösen können. Das hierfür benötigte Protein wird im Labor hergestellt und dient als Träger des Antigens. Im Körper bildet das Immunsystem Antikörper gegen das Protein – es wird quasi eine Infektion mit Covid-19 vorgetäuscht und so ein Immunschutz erzeugt. Da die Bestandteile des Impfstoffs genetisch im Labor hergestellt werden, ist Nuvaxovid kein Totimpfstoff, sondern wird als Proteinimpfstoff bezeichnet.

Der Grund dafür: Gerade für all die Ungeimpften, die einer Impfung mit mRNA- oder Vektorimpfstoffen skeptisch gegenüberstehen, könnte eine Impfung mit Novavax eine Alternative sein. Umso wichtiger ist es zu wissen, wann das neue Vakzin verimpft werden kann. Aus einer Mitteilung der Deutschen-Presse-Agentur (DPA) geht hervor, dass sich die Menschen in NRW ab Montag für eine Corona-Impfung mit Novavax registrieren können. Neue Details gaben die Behörden am Montag (18. Januar) bekannt.

Anmeldung für Novavax-Impfstoff: Eine oder zwei Dosen?

Die Anmeldung für eine Corona-Impfung mit Novavax erfolge über das Impfportal des Landes, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Mainz mit. Ende Februar erwartet NRW die erste Lieferung des Impfstoffs ‚Nuvaxovid‘*. Sobald das Vakzin verfügbar ist, werden die zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen verabreicht. In Sachen Wirksamkeit ist der Novavax-Impfstoff nach Informationen von HEIDELBERG24* anderen Vakzinen wie Biontech, Moderna oder AstraZeneca nicht unterlegen.

Der US-Hersteller gibt an, dass in einer Studie mit 30.000 Probanden eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung unterschiedlichen Schweregrades nachgewiesen werden konnte. Das Unternehmen teilte zudem mit, seinen Impfstoff ‚Nuvaxovid‘ an die neue Omikron-Variante* anpassen zu wollen. Und auch Moderna und Biontech arbeiten laut echo24.de an Impfstoff-Updates* mit Blick auf Omikron. Noch ist allerdings unklar, ab wann solche überarbeiteten Impfstoffe erhältlich sind.

Anmeldung für Novavax-Impfstoff: Warten oder anders Vakzin? Das sagen Experten

Auf Anfrage teilte das Bundesgesundheitsministerium mit, dass man an einer „schnellstmöglichen Lieferung“ interessiert sei. Sobald erste Dosen des Novavax-Impfstoffs in Deutschland angekommen seien, würden die auf Impfstützpunkte sowie Arztpraxen verteilt werden. Laut Gesundheitsministerium habe sich Deutschland erste Impfstoffdosen von Novavax schon vor Monaten vertraglich für 2022 gesichert. Mit Blick auf die Lieferungen ist absehbar, dass überall in ganz Deutschland schon in wenigen Wochen mit Novavax ‚losgeimpft‘ werden könnte.

Experten empfehlen trotzdem, nicht auf Novavax zu warten, sondern sich schnellstmöglich impfen, beziehungsweise „boostern“ zu lassen. Neuen Studien zufolge zeigen auch Biontech und Moderna eine gute Wirksamkeit gegen schwere Verläufe* und sind daher als Erst- oder Booster-Impfstoff gut geeignet. Dass gerade eine Infektion mit Omikron nicht zu unterschätzen ist, zeigt eine andere aktuelle Studie, welche schwere Organschäden nach einer Infektion mit Omikron* untersucht hatte. Das Ergebnis lässt aufhorchen. *HEIDELBERG24 und echo24.de sind ein Teil von IPPEN.MEDIA.

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