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Corona-Impfung: Prio aufgehoben – das müssen Impfwillige jetzt wissen

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Von: Katja Becher

Corona-Imfpung für alle: Ab heute können sich Impfwillige unabhängig von der bisher gültigen Prio-Liste impfen lassen. Doch wie schnell kommt man jetzt überhaupt an einen Termin?

Ab diesem Montag (7. Juni) können sich alle Menschen ab 12 Jahren in Deutschland unabhängig von der bisher gültigen Prio-Liste gegen das Coronavirus* impfen lassen. Mit dem Ende der Priorisierung ist die Vergabe des Impfstoffs nun generell an die gesamte Bevölkerung möglich. Dennoch mahnen Experten bei der Termin-Vergabe zur Geduld. Denn bis genug Impfstoff für alle da ist, soll es den ganzen Sommer dauern. Was Impfwillige ab heute wissen müssen:

Corona-Impfung: Impf-Termin für alle – „Enttäuschung und Frust vorprogrammiert“

Nach der Freigabe des Corona-Impfstoffs* für alle mahnen Spitzenvertreter von Deutschlands Ärztinnen und Ärzten sowie Gesundheitsminister Jens Spahn die Impfwilligen zur Geduld. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sagte der „Rheinischen Post“ (Montag), die Aufhebung der Impfpriorisierung werde bei vielen Menschen zu Ernüchterung führen. „Enttäuschung und Frust sind dabei vorprogrammiert, da nicht sofort ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht“, sagte er.

Auch die deutschen Hausärzte dämpften die Erwartungen an das Ende der Impfpriorisierung. „Denn letztlich ist der Impfstoff noch immer zu knapp für die hohe Nachfrage und wird auch weiterhin zu unzuverlässig geliefert“, sagte Ulrich Weigeldt, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, den Zeitungen der Funde Mediengruppe (Montag). Gleichzeitig werde mit der Aufhebung der Priorisierung und der Ankündigung der Kinder- und Jugendimpfungen* die Nachfrage noch zunehmen. „Aber das Setting wird das Gleiche bleiben: Wir impfen, so viel wir eben können.“ 

Corona-Impfung: Priorisierung aufgehoben – doch nicht überall

Weil nicht überall die Menschen mit hohen Risiko bereits geimpft sind, wollen mehrere Bundesländer die Priorisierung nach Risikogruppen in ihren Impfzentren vorerst erhalten. So arbeiten die Zentren in Bremen zum Beispiel zunächst die Vorranglisten weiter ab. Im Saarland sollen Menschen der bisherigen Priorisierungsgruppen nach wie vor vorrangig bei Terminen bedacht werden. In den übrigen Ländern endet auch in den Impfzentren die bisherige Impfreihenfolge. HEIDELBERG24* gibt Tipps, wie man in Baden-Württemberg am schnellsten an einen Impf-Termin kommt.*

Lieferprognosen an Impfzentren vom 24. Mai bis 4. Juli 2021
Lieferprognosen an Impfzentren vom 24. Mai bis 4. Juli 2021 © HEADLINE24

Corona-Impfung: Betriebsärzte steigen ein – über 700.000 Dosen verfügbar

Gleichzeitig zum Ende der Impf-Priorisierung steigen mehr als 6.000 Betriebsärzte in die Impfungen ein – sie erhalten in der ersten Woche 702.000 von insgesamt gut 6,6 Millionen angekündigten Impfstoff-Dosen. In den Arztpraxen fällt die Priorisierung bundesweit generell weg. Mehr als 45 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfung. Vielerorts dominieren derzeit die Zweitimpfungen, denn erst mehr als jede und jeder Fünfte hat den kompletten Impfschutz. 

Zu den Impfwilligen, die ab Montag einen Termin beim Arzt erhalten könnten, zählen auch Kinder ab 12 Jahren. Denn Europas Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende Mai grünes Licht für die Zulassung des Präparats von Biontech* für dieses Alter gegeben, zuvor war es ab 16 frei. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat eine Empfehlung zur Impfung von Kindern angekündigt. Es wird erwartet, dass sie mangels ausreichender Datenbasis keine generelle Empfehlung gibt, sondern den Impfstoff zunächst vor allem etwa für vorerkrankte Kinder vorsieht. (kab/dpa) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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