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Corona-Impfzertifikat: Neue EU-Regel – Wie lange der digitale Nachweis gültig ist

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Von: Tobias Becker

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Wer geimpft oder geboostert wurde, erhält ein Impfzertifikat als Nachweis für die 2G-Plus-Regeln im Land. Doch das Zertifikat hat ein neues Ablaufdatum.

Das Smartphone gezückt, kurz hochgewischt und der Weg ist frei! Vereinfacht dargestellt, ist das eine Situation, die heutzutage überall in Baden-Württemberg und in vielen Teilen der Welt zu verfolgen ist. Wer in ein Restaurant oder auf eine Veranstaltung will, braucht einen Nachweis der Impfung gegen das Coronavirus oder einen Genesenenstatus. Es gilt weitestgehend die 2G-Plus-Regel und BaWüs Ministerpräsident Winfried Kretschmann fordert weitere Knallhart-Maßnahmen.

Für die Menschen, die bereits geimpft oder genesen sind, ist das kein Problem. Das Impfzertifikat kann in einer App hinterlegt werden. Angenehm und einfach anwendbar sowie in vielen Ländern anerkannt - auch außerhalb der EU. Nun geht es dem digitalen Impfzertifikat allerdings ähnlich wie dem Personalausweis: Irgendwann läuft er ab. Seit heute steht fest, wann es soweit ist!

Gültigkeit der Impfzertifikate: Neue EU-Regeln ab Februar

Die EU-Kommission gab am Dienstag bekannt, dass EU-Impfzertifikate ohne Booster in der Europäischen Union bereits neun Monate nach der „Grundimmunisierung“ ungültig werden. Das gilt ab dem 01. Februar. Zwar könnten die Mitgliedsstaaten der EU noch Widerspruch einlegen, aber damit ist kaum zu rechnen, da die Regel mit ihnen abgestimmt wurde.

NameStändige Impfkommission
Gründung1972
SitzBerlin (RKI)

Grund für die Änderung der digitalen Impfzertifikate, die per QR-Code eingescannt werden, sind die einheitlichen Reiseregeln, die nun garantiert werden sollen. Was noch unklar ist, ist die Dauer, für die Reisen in der EU nach der Booster-Impfung möglich ist. Da bislang sechs Monate nach der Grundimmunisierung das Boostern stattfinden sollte, würde die neue Regel bedeuten, dass das Zertifikat drei Monate Puffer für ungeboosterte Menschen bereitstellt.

Gültigkeit der Impfzertifikate: Boostern wird nun früher empfohlen

Unabhängig der neuen Regel für Impfzertifikate wird die Auffrischung nun bereits nach mindestens drei Monaten von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen. Dabei sollen künftig ältere und vorerkrankte Menschen bevorzugt die Booster-Spritze erhalten. Als Impfstoffe werden Comirnaty von Biontech/Pfizer sowie Spikevax von Moderna genutzt. Die Wirksamkeit beider mRNA-Impfstoffe gilt als „völlig gleichwertig“.

Die Booster-Impfung gilt als wichtig gegen die Omikron-Variante, ist aber kein 100-prozentiger Schutz. Es ist ein verbesserter Schutz vor schweren Erkrankungen, die durch Omikron hervorgerufen werden, und sorgt für eine verminderte Übertragung der Variante. Weshalb auch weiterhin strenge Regeln im Land gelten. (tobi)

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