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Corona-Infektion: Patienten klagen über diese Langzeitfolgen

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Von: Robin Eichelsheimer

Nur weil eine Covid-Erkrankung überstanden ist, heißt das noch nicht, dass es nicht zu schweren Langzeitfolgen kommen kann. Diese bleibenden Schäden kann eine Corona-Infektion nach sich ziehen:

Das Coronavirus und seine Folgen hat Deutschland weiter fest im Griff, die Pandemie bringt die Krankenhäuser an ihre Grenzen. In der Bundesrepublik haben sich bislang (Stand: 11. Januar) über 1,9 Millionen Menschen mit dem gefährlichen SARS-CoV-2-Erreger angesteckt, rund 41.000 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben.

Während zahlreiche Patienten in Folge ihrer Corona-Infektion auf den Intensivstationen des Landes behandelt oder gar beatmet werden müssen, bleiben beim Großteil der Erkrankten lebensbedrohliche Krankheitsverläufe aus. Unangenehm bleiben die häufigsten Symptome wie Fieber, Husten und Atemnot aber allemal. In Deutschland gelten aktuell rund 1,6 Millionen Menschen als genesen. Doch auch wenn eine Corona-Infektion überstanden ist: Eine Ansteckung kann auch nach der Genesung schwerwiegende Langzeitfolgen nach sich ziehen. Darüber berichtet HEIDELBERG24*.

Gemäß Definition des Robert-Koch-Instituts (RKI) gilt ein Patient, der sich mit dem Coronavirus infiziert und an Covid-19 erkrankt ist, als genesen, wenn 48 Stunden lange keine der folgenden Symptome vorliegen:

Doch Corona-Symptome können auch Wochen oder gar Monate nach einer Genesung wiederkehren – und das auch, wenn die Infektion mit dem Coronavirus selbst symptomfrei verlaufen ist.

Langzeitfolgen von Corona: „Long Covid“-Betroffene klagen über Müdigkeit, Schwindel und Merkstörungen

Neben den bereits beschriebenen Symptomen, die wiederkehren können, gibt es auch weitere Beschwerden, unter denen Corona-Infizierte auch lange Zeit nach ihrer Erkrankung leiden können. Folgende Symptome, die unter dem Begriff „Long Covid“ bekannt sind, können dabei auftreten:

Doch nicht nur körperliche, sondern auch psychische Probleme wie Angstzustände und Depressionen können in der Folge bei Erkrankten auftreten. Die Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung variieren in ihrer Häufigkeit je nach Alter der Betroffenen. Gemäß Studienergebnissen liegt die Wahrscheinlichkeit bei Corona-Infizierten zwischen 18 und 49 Jahren bei rund 10 Prozent, unter zusätzlichen Spätfolgen zu leiden.

Bei Corona-Infizierten über 70 Jahre sind bereits 22 Prozent von Spätfolgen betroffen. Aufgrund von Angaben zum Alter, Geschlecht und früheren Corona-Symptomen können Forscher mittlerweile bei rund 69 Prozent der Patienten mögliche Spätfolgen von Corona vorhersagen.

„Long-Covid“: Langzeitfolgen von Corona – Betroffene oft über Monate nicht arbeitsfähig

Eine weitere Studie hat sich damit beschäftigt, wie sich die Langzeitfolgen einer Corona-Infektion auf das Berufsleben auswirken. Dabei kamen Forscher zu dem erschreckenden Ergebnis, dass „Long Covid“ betroffene Patienten auch bis zu mehrere Monate nach ihrer Erkrankung beeinträchtigen kann.

Im Rahmen der Studie aus den USA und Großbritannien gab fast die Hälfte der befragten Teilnehmer an, nicht das gleiche Arbeitspensum zu schaffen wie vor ihrer Corona-Infektion. Bei den Untersuchten wurden insgesamt 205 verschiedene Symptome festgestellt – davon sollen 66 auch noch 6 Monate nach der Genesung nachweisbar gewesen sein.

Die häufigsten „Long Covid“-Symptome waren laut Studie starke Müdigkeit, Erschöpfung nach körperlichen Anstrengungen und Konzentrationsprobleme. Für viele Arbeitnehmer*innen ist die Rückkehr zu einem früheren Niveau so oftmals nicht möglich.

Wichtig: Das Themenfeld rund um Langzeitfolgen nach einer Infektion sind noch nicht ausreichend erforscht – dazu ist das Coronavirus schlichtweg noch zu neu. Umfassendere und klarere Erkenntnisse können wohl erst in den nächsten Monaten gewonnen werden. (rob) *HEIDELBERG24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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