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Masken-Rückruf: Falsche Angaben – Gefahr für Gesundheit

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Von: Katja Becher

Atemschutzmasken (partikelfiltrierende Halbmasken) der Schutzklasse FFP2 (r) und FFP3. (Symbolfoto)
Atemschutzmasken (partikelfiltrierende Halbmasken) der Schutzklasse FFP2 (r) und FFP3. (Symbolfoto) © Daniel Karmann/dpa

Masken-Rückruf: Ein Hersteller ruft Corona-Masken zurück, weil sie falsch gekennzeichnet wurden. Warum dringend von der Benutzung abgeraten wird:

Hamburg - Seit April 2020 ist der Mund-Nasenschutz aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Seit Einführung der Maskenpflicht haben wir das Hilfsmittel zur Eindämmung des Coronavirus* beim Einkaufen, Busfahren oder Stadtbummel immer dabei. Wie wichtig es ist, beim Kauf von Corona-Masken genau auf die Hersteller-Angaben zu achten, zeigt nun ein aktueller Rückruf der hubnet GmbH. Zwar gibt der Importeur nur wenige Informationen zum Masken-Rückruf – fest steht allerdings, dass eine Gefahr für die Gesundheit drohen kann. HEIDELBERG24* berichtet mehr über die Details des Produkt-Rückrufs*:

Masken-Rückruf: Produkte falsch gekennzeichnet – Importeur warnt vor diesen Artikeln

Betroffen von dem Masken-Rückruf sind nach Angaben von produktwarnungen.eu zwei Produkte von hubnet GmbH, einem Importeur aus Hamburg. Es handelt sich um Corona-Masken, die unter der Bezeichung „LUCCA Care-Maske“ und den Angaben „KN95“ und „FFP2“ vertrieben worden sind. Wie die hubnet GmbH auf ihrer Internetseite mitteilt, seien diese Angaben auf den Masken und der Verpackung jedoch nicht zutreffend. Bei den Masken handle es sich entgegen der Auszeichnung also nicht um „Persönliche Schutzausrüstung“ (PSA). Die „LUCCA Care-Maske“ sei KEIN Medizinprodukt, sondern lediglich eine herkömmliche Mund-Nasen-Bedeckung.

Rückruf von Corona-Masken: Verbraucher-Portal gibt wichtige Tipps

Das Verbraucher-Portal produktwarnungen.eu rät dringend davon ab, die vom Rückruf betroffenen Masken zum gesundheitlichen Eigenschutz vor dem Coronavirus zu nutzen. „Kaufe Sie keine KN95 Masken, wenn Ihnen dazu keine behördliche Genehmigung vorgelegt wird!“, raten die Experten. FFP2 Masken ohne CE-Kennzeichnungen seien gar keine. Zur CE-Kennzeichung müsse eine vierstellige Nummer der zertifizierenden Stelle angegeben sein. Wer einer der vom Rückruf betroffenen Masken erworben hat und diese nun zurückgeben will, kann die Produkte an das Unternehmen in Hamburg unter folgender Adresse zurücksenden:

Corona-Masken: Der Unterschied zwischen FFP2, KN95 und Alltagsmaske

Die unterschiedlichen Masken-Arten, die zur Eindämmung von Corona angeboten werden, bieten auch einen unterschiedlichen Schutz vor dem Virus. Es gibt die sogenannten FFP2- und KN95-Masken, die sowohl den Träger als auch die Mitmenschen vor Corona schützen sollen. OP-, Einweg- und Stoff- beziehungsweise Alltagsmasken schützen hingegen in erster Linie die Mitmenschen und nicht den Träger. „Der Eigenschutz durch MNB ist bisher wissenschaftlich nicht belegt“, erklärt auch das Robert-Koch-Institut. Jetzt haben neueste Forschungen sogar ergeben, dass die sogenannten Alltagsmasken gar nicht so gut vor Corona-Infektionen schützen, wie bisher angenommen.*

Rückruf: So erfahren Kunden von aktuellen Warnungen

Oft informieren Hersteller und Supermärkte über Soziale Medien oder ihre Internetseiten über Rückrufe von fehlerhaften Produkten, die bei ihnen verkauft wurden. In besonders schweren Fällen verbreitet auch die Katastrophen-Warnapp KATWARN einen Produkt-Rückruf mittels einer Push-Nachricht direkt auf das Handy. Eine weitere Möglichkeit für Kunden, sich über die aktuellen Rückrufe zu informieren, sind Internetportale, die sich auf diese Meldungen spezialisiert haben. Dazu gehört zum Beispiel www.produktrueckrufe.de oder www.lebensmittelwarnung.de Doch Achtung: Auf diesen Seiten findet sich nicht immer ein vollständiger Überblick über alle Produkt-Rückrufe, die für Kunden in Deutschland gerade aktuell sind.

Produktinformationen über zurückgerufene Lebensmittel oder andere Waren erhalten Kunden auch bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Auf der Internetseite der Bundesanstalt finden Kunden neben aktuellen Produkt-Rückrufen auch zum Beispiel auch eine Datenbank für „Gefährliche Produkte in Deutschland“ sowie Entscheidungshilfen für den Kauf von Produkten. (kab) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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