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Corona-Beschränkungen: Noch so lange gilt Maskenpflicht mindestens

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Von: Eliran Kendi

Stuttgart/Berlin - Mit Hinweis auf eine mögliche vierte Corona-Welle will das Bundesgesundheitsministerium die Corona-Einschränkungen fortsetzen – was bisher bekannt ist:

Zwei Dinge sind ein ständiger Begleiter im Corona-Alltag: Die Maskenpflicht und der täglich aktualisierte Inzidenzwert. Letzterer wird von der Bevölkerung sowie von Politikern und Gesundheitsexperten mit Argusaugen beobachtet, denn die Zahl dient als entscheidender Richtwert für Lockerungen oder Beschränkungen. Geht es nach den Plänen von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) soll der Inzidenzwert in der Corona-Verordnung Baden-Württemberg bald keine Rolle mehr spielen*. Anders sieht es hingegen bei der Maskenpflicht aus, wie HEIDELBERG24* berichtet.

Auf Bundesebene hat sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nämlich für eine Fortsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen ausgesprochen. Das soll aus einem Bericht seines Ministeriums an die Bundesländer und den Bundestag hervorgehen, das unter anderem der Deutsche Presse-Agentur vorliegt.

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Einwohnerzahl11.103.043 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche35.751 km²
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Baden-Württemberg: Maskenpflicht „bis ins Frühjahr 2022“

Mit Blick auf Herbst und Winter brauche es demnach weiterhin Schutzmaßnahmen, „um das Gesundheitswesen vor einer übermäßigen Belastung und die Personengruppen, die noch nicht geimpft werden können, vor einer möglichen folgenreichen Erkrankung zu schützen“, heißt es in dem Bericht.

Jedoch gilt ein umfassender Lockdown, wie im vergangenen Winter aufgrund der laufenden Impfkampagne als unwahrscheinlich. Bis zum 5. August sind 54,4 Prozent der Bevölkerung in Baden-Württemberg* vollständig gegen das Coronavirus* geimpft worden.

„Ein so einschneidender Lockdown wie in der zweiten und dritten Welle wird aller Voraussicht nach nicht notwendig sein“, heißt es im Bericht. Im Papier wir die Einhaltung von Basis-Maßnahmen benannt und das „durchgängig und unabhängig vom Inzidenzwert. Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem: Abstand, Hygiene und Maskentragen. Und zwar überall dort, wo in geschlossenen Räumen viele Menschen zusammentreffen, bei denen der Impfstatus nicht bekannt ist, oder unter denen besonders verletzliche Personen sein könnten.

Die Pflicht eine Corona-Maske zu tragen, ergebe sich somit „bis ins Frühjahr 2022“; insbesondere im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel – „für alle, auch für Geimpfte und Genesene“.

Baden-Württemberg: Ausschluss von Nichtgeimpften an Veranstaltungen und in der Gastronomie

Mit Blick auf Schutzmaßnahmen erläutert das Ministerium, Impfen und Testen verhindern mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass Personen mit hoher und damit infektiöser Viruslast einen Raum betreten. „Daher sollte unabhängig von der Inzidenz ab Anfang/Mitte September 2021 die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen in ganz Deutschland generell nur unter Einhaltung der 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) möglich sein.“

Genannt werden Innengastronomie, Hotelübernachtungen, körpernahe Dienstleistungen, Sport und Veranstaltungen drinnen, Großveranstaltungen drinnen und draußen. Insbesondere für Ungeimpfte werden ab bestimmten Grenzwerten, wie der Intensivbettenbelegung, erneut weitergehende Einschränkungen notwendig, heißt es in dem Bericht.

Dazu zählen insbesondere Kontaktbeschränkungen sowie die Begrenzung der Teilnahme oder der Ausschluss von der Teilnahme nicht geimpfter Personen an Veranstaltungen und in der Gastronomie („2G statt 3G“).

Baden-Württemberg: Vierte Corona-Welle in Anmarsch?

Abschließend wird im Bericht auf eine mögliche „vierte Welle“ hingewiesen. Als Ursachen hierfür gelten demnach Infektionen durch Reiserückkehrer und das Kontaktverhalten der Bevölkerung. Außerdem sind in den kälteren Jahreszeiten wieder saisonal verstärkende Effekte des Coronavirus zu erwarten. „Die entscheidende Frage ist also: Wie hoch wird diese vierte Welle? Das entscheidet sich jetzt“, resümiert der Bericht.

Über den Umgang mit steigenden Infektionszahlen wollen auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am 10. August beraten. (esk) HEIDELBERG24.de* ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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