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Corona-Mutationen: Darum gibt es „britische“ und „indische“ Variante nicht mehr

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Von: Sina Koch

B.1.1.7, B.1.351 und viele mehr - Die WHO hat beschlossen die Varianten des Coronavirus umzubenennen. Die Benennung nach Ländern sei stigmatisierend. Das sind die ausgefallenen Namen:

Genf - Seit Tagen sinkt die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland. Auch die Politik macht sich Gedanken über die Zukunft, denn in der Vergangenheit haben die Corona-Mutationen zum harten Winter-Lockdown beigetragen. Gerade die britische Virus-Variante* gilt als ansteckender und infektiöser als das Ursprungsvirus, wie HEIDELBERG24* berichtet. Auch die indische Mutation sorgt bei Experten für Bedenken. Doch wie die Weltgesundheitsorganisation mitteilt, sollen jetzt genau diese Mutationen neue Namen bekommen. Die WHO hat gute Gründe für die Entscheidung.

Name:SARS-CoV-2
Virusvarianten:B.1.1.7, B.1.351, B.1.617
Impfstoffe:mRNA-Impfstoff, Vektorimpfstoff
Nachweismethoden:PCR-Test, Schnelltest, Antigen-Schnelltest

Bisher sind die Virus-Varianten nach den Ländern benannt, in denen sie erstmals aufgetaucht sind. Da die Zuordnung nach Ländern stigmatisierend sei, hat die WHO eine neue und ungewöhnliche Bezeichnung für die Corona-Mutationen preisgegeben.

Corona-Mutationen: So werden die Varianten des Coronavirus künftig heißen

Nach Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen die unterschiedlichen Varianten des Coronavirus künftig nach den Buchstaben des griechischen Alphabets benannt werden, also als Variante Alpha, Beta, Gamma und so weiter. Das gilt laut Mitteilung der WHO für diejenigen Mutanten, die als „besorgniserregend“ oder als „von Interesse“ eingestuft worden sind. So soll eine Stigmatisierung der Länder vermieden werden, in denen Varianten entdeckt wurden.

Die wissenschaftlichen Bezeichnungen hätten durchaus ihre Vorteile, allerdings seien sie schwer auszusprechen und zu behalten. Die zahlenlastigen Namen seien anfällig für eine falsche Wiedergabe, erklärte die WHO in Genf. „Deshalb benennen die Leute die Varianten oft nach dem Ort, wo sie entdeckt wurden, was stigmatisierend und diskriminierend ist.“

Ein Forscher zeigt im Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird.
Die Indische Mutante wurde in Deutschland gemeldet. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Corona-Mutationen: Das sind die neuen Namen der Corona-Varianten

Die Auswahl sei der Weltgesundheitsorganisation nicht leicht gefallen, wie die tagesschau berichtet. Der Entscheidung für das Namen-System mit den griechischen Buchstaben seien monatelange Überlegungen vorausgegangen. Nach dem neuen System trägt die sogenannte britische Variante B.1.1.7 nun den Namen Alpha, die erstmals in Südafrika entdeckte Mutante B.1.351 wird zu Beta umbenannt und die brasilianische Variante P.1 wird zu Gamma. Bei der sogenannten indischen Variante B.1.617 wird zwischen der besorgniserregenden Variante B.1.617.2, die zu Delta wird, und der Variante B.1.617.1, die derzeit als „von Interesse“ eingestuft wird, unterschieden. Letztere heißt nun Kappa.

Corona-Mutationen: WHO ermutigt die ungewöhnlichen Namen zu übernehmen

Neben den griechischen Buchstaben seien auch andere Namens-Optionen in Betracht gezogen worden. Dabei haben die Experten zunächst auch an griechische Götter oder pseudo-klassische Wortschöpfungen gedacht. Diese Ideen seien jedoch verworfen worden, da viele der Namen bereits genutzt würden - wie beispielsweise für Marken, Unternehmen oder Außerirdische.

Über die letzten Monate der Pandemie haben es vier Varianten*geschafft, nach Deutschland zu gelangen. Durch die Umbenennung soll unter anderem die öffentliche Kommunikation erleichtert werden. Aus diesem Grund ermutige die WHO nationale Behörden, Medien und andere, die neuen Namen zu übernehmen. (sik) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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