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Corona-Studie beunruhigt: Bluthochdruck erhöht Risiko für schweren Verlauf

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Von: Pauline Wyderka

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Eine neue Studie des Coronavirus offenbart beunruhigende Ergebnisse: Bluthochdruck steigere demnach das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs erheblich.

Seit Ausbruch der Pandemie stellt das Coronavirus die Experten vor ein Rätsel nach dem anderen. Eine der größten Fragen dreht sich dabei um die Schwere der Verläufe. Warum gibt es manche Menschen, die ihre Infektion gar nicht erst bemerken? Und wen treffen wiederum die besonders schweren Verläufe – und warum? HEIDELBERG24 berichtet über den Durchbruch, der den Wissenschaftlern in dieser Frage jetzt gelungen ist – einer, der jedoch auch beunruhigt.

Corona und Bluthochdruck: Experten beunruhigt über neue Studienergebnisse

Jeder Dritte Erwachsene in Deutschland leidet unter einer sogenannten Hypertonie, also Bluthochdruck. Das geht aus einer Studie des Robert Koch-Instituts hervor. Erhöhter Blutdruck kann zu einer Reihe an gesundheitlichen Problemen führen, wie Durchblutungsstörungen in den Beinen, einer Herzmuskelschwäche, Organschäden oder auch Schlaganfällen.

Die Liste an Risiken, die durch einen hohen Blutdruck entstehen, ist lang – und wächst: Nun belegt eine neue Studie, dass auch das Risiko für einen schweren Verlauf bei einer Corona-Erkrankung deutlich erhöht ist. Das fanden die Forscher der V. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) heraus. Umgekehrt gibt es auch Menschen, deren Blutgruppe sie vor einer Corona-Infektion sogar schützt.

„Schwerwiegendere Entzündung der Atemwege“: Bluthochdruck erhöht Risiko

Für die Studie wurden Corona-Patienten mit und ohne Bluthochdruck untersucht. Beobachtet wurde dafür jeweils die Immunantwort der Erkrankten auf das Virus. Den Experten fällt sofort auf: Patienten mit Hypertonie landen deutlich häufiger im Krankenhaus. Auch Blutuntersuchungen zeigen eine „signifikant stärker“ ausgeprägte Immunantwort.

Der Grund für den Unterschied scheinen demnach Besonderheiten im Immunsystem der Atemwege zu sein. Diese sorgen dafür, dass das Immunsystem deutlich länger braucht, um das Virus auszulöschen. Alarmierend: Im Verlauf der Erkrankung soll es bei Patienten mit Bluthochdruck zu einer wesentlich „schwerwiegenderen Entzündung der Atemwege“ kommen.

Corona-Studie beunruhigt Experten: Risiko durch Bluthochdruck liegt in Atemwegen

Die Unterschiede scheinen sich jedoch in erster Linie auf die Atemwege zu beziehen. Impfstoffe, die den untersuchten Patienten mit Hypertonie in den Muskel injiziert werden, riefen demnach keine derart starke Immunreaktion hervor. Unabhängig von der Schwere des Verlaufs sei jedoch noch lange eine Änderung in der Immunantwort zu messen.

Eine Corona-Infektion kann auch Monate nach der Erkrankung noch Spuren hinterlassen: An einigen Symptomen kann man erkennen, ob man an Long Covid leidet. (paw/PM)

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