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Neue Corona-Variante: Schlimmer als Omikron? So gefährlich ist B.1.640.2 

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Von: Jason Blaschke

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In Frankreich wurde eine neue Corona-Variante entdeckt. Und sie weist mehr Mutationen auf, als Omikron. Wie gefährlich ist B.1.640.2 tatsächlich?

Die aktuell in Deutschland viel debattierte Corona-Variante ‚Omikron‘ aus Südafrika* grassiert immer mehr. In anderen Staaten wie zum Beispiel Frankreich ist die Mutation mittlerweile die dominanteste. Und auch in Deutschland gehen nun immer mehr Experten davon aus, dass ‚Omikron‘ sich als Variante durchsetzen wird. Am Donnerstag, 6. Januar, beraten Bund und Länder über die Corona-Lage und neue Maßnahmen. Und laut HEIDELBERG24* ist schon eine Verkürzung der Quarantäne-Zeit* im Gespräch.

Anlass dafür ist die Erkenntnis, dass ‚Omikron‘ zwar ansteckender ist, als die ursprüngliche Corona-Mutation, aber weniger schlimm im Verlauf ist. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft sind. Und wer zudem seine Booster-Impfung mit Biontech oder Moderna* schon bekommen hat, muss sich wegen eines schweren Verlaufs meist keine Sorgen machen. Denn laut echo24.de wirkt eine mRNA-Impfung gegen ‚Omikron‘* deutlich besser als gedacht.

Neue Corona-Variante B.1.640.2: Laut Experten mehr Mutationen als Omikron

Sorge bereitet Experten stattdessen eine völlig neue Corona-Variante, die jetzt zum ersten Mal in Frankreich nachgewiesen wurde. Als erster Infizierter wurde ein Mann identifiziert, welcher von einer Reise aus Afrika nach Frankreich zurückgekehrt ist. Die Forscher gehen deshalb davon aus, dass die neue Mutation aus Kamerun stammen könnte, wo sich der Mann auch aufgehalten hatte. Nach Informationen der Johns Hopkins Universität ist die Impfquote in Kamerun mit 2,4 Prozent extrem niedrig.

Und neue Varianten entwickeln sich immer da, wo wenig Menschen vollständig geimpft sind. Doch wie gefährlich ist die Mutation, die Experten mittlerweile B.1.640.2 getauft haben? Und fast genauso wichtig: Wirken die Corona-Impfstoffe gegen die Mutante aus Frankreich überhaupt? Experten der französischen Regierung berichten in Bezug auf eine Preprint-Studie (Vorab-Studie), dass diese neue Variante deutlich mehr Mutationen aufweist, als ‚Omikron‘. Ganze 46 Mutationen seien identifiziert worden.

Neue Corona-Variante B.1.640.2: So gefährlich ist die neue Mutation wirklich

Zum Vergleich: Die Corona-Variante ‚Omikron‘ weist bloß 37 Mutationen auf. Unter diesen Mutationen in B.1.640.2 seien die schon bekannten Mutationen N501Y und E484K enthalten. Berichten der Bild zufolge ist N501Y auch in der Alpha-Variante – also der als ursprüngliche Corona-Variante bezeichneten – enthalten. Bekannt ist daher, dass sich N501Y stärker an die Zellen bindet und sich so besser ausbreiten kann. Das wiederum könnte bedeuten, dass B.1.640.2 noch ansteckender ist, als ‚Omikron‘.

Kurz und einfach informiert: Das sind Mutationen

Viren wie das Coronavirus vermehren sich, indem sie ihre Erbinformation in Körperzellen des Infizierten einschleusen. Die Viren vervielfältigen ihr Erbgut – sie ‚kopieren‘ sich. Im Zuge der Vermehrung kommt es immer wieder mal zu ‚Fehlern‘ an einzelnen Kopien. Solche Veränderungen an einer Kopie im Erbgut einer Wirtszelle werden ‚Mutationen‘ genannt. Das neu wegen der ‚fehlerhaften Kopie‘ entstandene Virus wird als Virusvariante bezeichnet. Solche natürlichen Mutationen sind in vielen Fälle harmlos. Doch manchmal verschaffen solche Mutationen einem Virus auch Vorteile – zum Beispiel, weil sie die Übertragbarkeit erhöhen und das Virus so ansteckender machen.

Und das könnte die neue Corona-Variante extrem gefährlich machen. Der Grund: Gerade in dicht besiedelten Industriestaaten wie Deutschland haben solche leicht übertragbaren Erreger leichtes Spiel. Die andere bekannte Mutation E484K der neuen Variante ist nach ersten Erkenntnissen der Experten aus Frankreich eine sogenannte Escape-Mutation, welche die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen Corona* beeinflussen kann. Auch dieser Aspekt würde dafür sprechen, dass B.1.640.2 gefährlich werden könnte.

Neue Corona-Variante B.1.640.2: Sorge um die Wirksamkeit von Impfstoffen

Allerdings muss bedacht werden, dass die genannten Daten aus Frankreich zur neuen Corona-Variante ‚B.1.640.2‘ aus einer Vorab-Studie stammen und noch unabhängig begutachtet werden müssen. Zudem sind noch weitere Forschungen nötig, um eindeutig zu klären, ob und in welcher Art ‚B.1.640.2‘ wirklich gefährlicher ist, als ‚Omikron‘, ‚Delta‘ oder eben die Ursprungsvariante ‚Alpha‘. Eine in Bezug auf die neue Variante gute Nachricht ist, dass Corona-Impfstoffe an neue Mutationen angepasst werden können.

Dafür benötigen die Konzerne allerdings Zeit. Selbst die gut anpassbaren mRNA-Vakzine von Biontech oder Moderna benötigen im Schnitt 100 Tage, bis sie an eine neue Variante angepasst sind. Und aktuell arbeiten die zwei Unternehmen schon an einem solchen Impfstoff-Update für ‚Omikron‘. Ab wann dieses fertig ist und in Deutschland verimpft werden kann, ist noch nicht bekannt. Aktuell werden noch die ursprünglichen Vakzine verimpft. *HEIDELBERG24 und echo24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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