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Corona-Warn-App: Probleme bei Booster-Impfung – trotzdem nur „2G“ angezeigt

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Viele Nutzer der Corona-Warn-App sind derzeit verunsichert, weil diese immer häufiger rot aufleuchtet und ein „erhöhtes Risiko“ aufzeigt. Wie muss man auf die Meldung reagieren?

Im Sommer 2020 wurde die Corona-Warn-App erstmals in den Apple- und Playstores angeboten. Zusammen mit der SAP und der Deutschen Telekom AG hat das Robert-Koch-Institut (RKI) die App herausgebracht, um die Bürger über eine mögliche Corona-Ansteckung zu informieren. So sollen die Benutzer alarmiert werden, wenn wahrscheinlich ist, dass sie mit einer bereits infizierten Person Kontakt hatten. Seither gibt es mehrere Versionen, an denen weiterhin gearbeitet wird. Auch können in der App der Impf- und Genesenennachweis sowie Testergebnisse hinterlegt werden.

AppCorona-Warn-App (CWA)
Entwickler\tSAP SE, Deutsche Telekom
HerausgeberRobert-Koch-Institut
Erscheinungsjahr\t12. Juni 2020

Nachdem die Luca-App immer stärker in Kritik geraten ist und die Coronavirus*-Zahlen in Deutschland weiter nach oben steigen, ist die Corona-Warn-App wieder in aller Munde. Doch nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern wird die App genutzt. Mittlerweile verzeichnet das RKI über 34,4 Millionen Downloads. (Stand: September 2021). Mehr als 42,6 Millionen Ergebnisse von PCR und Antigen-Schnelltests wurden seither via Corona-Warn-App übermittelt.

Doch derzeit sind viele Nutzer verunsichert, da die Corona-Warn-App häufiger rot aufleuchtet und vor einem „erhöhten Risiko“ der Ansteckung warnt. Doch was bedeutet das? Wie sollte man sich richtig verhalten? HEIDELBERG24* hat die Antworten.

Rote Meldung in Corona-Warn-App: So reagiert man richtig

Wie die Bundesregierung auf der offiziellen Webseite berichtet, sehen momentan immer mehr Benutzer eine rote Risikowarnung der Corona-Warn-App. Dies stehe auch mit der Omikron-Welle im Zusammenhang. Wichtig vorab: Eine rote Warnung heißt nicht automatisch, dass man sich mit Covid-19 infiziert hat. Es bedeutet, dass der Nutzer einer Person begegnet ist, die sich in den vergangenen 14 Tagen via App als „positiv getestet“ gemeldet hat. Die Corona-Warn-App unterscheidet dabei nicht zwischen Geimpften, Ungeimpften und Genesenen. Die rote Warnung verschwindet automatisch nach 14 Tagen. Übrigens: Viele Menschen stecken sich im privaten Umfeld mit Corona a. 24vita* hat eine Liste mit den häufigsten Ansteckungsorten erstellt.

Warn-App
Eine Corona-Warn-App zeigt auf einem Handy ein erhöhtes Risiko an, mit einer an Corona infizierten Person Kontakt gehabt zu haben. © Bernd Weißbrod/dpa

Doch trotzdem empfiehlt die Bundesregierung sich bei einer roten Warnung besonders vorsichtig zu verhalten. Das bedeutet, man sollte möglichst zu Hause bleiben und Kontakte meiden. So könne eine Infektionskette effektiv unterbrochen werden. Auch sollten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln beachtet werden. Zudem wird das Tragen einer Maske sowie regelmäßiges Lüften empfohlen.

Corona-Warn-App leuchtet rot und zeigt „erhöhtes Risiko“: Sollte man zum Arzt?

Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann bei einem erhöhten Risiko auch einen kostenlosen PCR- oder Schnelltest machen. „Das gilt auch für vollständige Geimpfte“, weist die Bundesregierung hin. „Nutzerinnen und Nutzer mit einer roten Warnmeldung melden sich beim Hausarzt beziehungsweise dem örtlichen Gesundheitsamt. Diese entscheiden anhand möglicher Krankheitssymptome, wie verfahren wird“, heißt es weiter.

Corona-Warn-App: Probleme bei Booster-Impfung – trotzdem nur „2G“

Seit dem neusten Update gibt es außerdem ein Problem mit dem Impfzertifikat. Eigentlich soll sie anzeigen, ob die Nutzer geimpft, genesen oder getestet wird. Man kann außerdem den Impfnachweis mit einem aktuellen Schnelltest kombinieren, sodass Kontrollen hinsichtlich der 2G-Plus-Regel vereinfacht werden. Aber: Wer geboostert wurde und den QR-Code des Impfnachweises einscannt, wird trotzdem nur ein „2G“ angezeigt bekommen. Darüber berichtet der SWR. Allerdings: Personen mit einer Auffrischungsimpfung gelten auch als getestet. Dies könnte bei Kontrollen also für Diskussionen sorgen. Das Projektteam der Corona-Warn-App arbeite bereits an einer Lösung.

Übrigens: Derzeit wird erforscht, ob es ein weiteres Corona-Symptom gibt, das im Zusammenhang mit einer Omikron-Infektion* steht. Außerdem haben Untersuchungen gezeigt, dass zahlreiche Discounter-Selbsttests ziemlich sicher auf Corona-Infektionen* reagieren. Allerdings: Einen Schnelltest oder PCR-Test können die Selbsttests nicht ersetzen, sie können nur zusätzliche Sicherheit bieten. (jol) *HEIDELBERG24 und 24 vita sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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