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Impfstoff von Curevac: Kein Teil der Impfkampagne! Berichte lassen Aktie abstürzen

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War es das mit dem Impfstoff des Tübinger Biounternehmens Curevac? Ein brisanter Medienbericht lässt die Aktie abstürzen:

Die Europäische Union hat sich bis zu 405 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffes des Biounternehmens Curevac gesichert, nachdem erste Studien zur Wirksamkeit vielversprechende Daten hervorgebracht haben. Wie die Vakzine des Herstellers von BioNTech* und Moderna* basiert der Impfstoff auf der mRNA-Technologie. Das berichtet HEIDELBERG24*. Die mRNA, auch „messenger RNA“, transportiert den genetischen Bauplan, der zum Aufbau der sogenannten Spike-Proteine im Körper benötigt wird. Diese Virus-Proteine spielen für die Verbreitung des Coronavirus im Körper eine entscheidende Rolle.

Nach der Impfung nimmt der Körper dieses das Protein als „fremd“ wahr und aktiviert die körpereigene Immunabwehr. Das Vakzin ahmt also die Virusinfektion in einer ungefährlichen Weise nach, um den Körper auf mögliche Infektionen durch Antikörper vorzubereiten und so zu schützen. Die mRNA wird schon nach wenigen Tagen abgebaut. Sie beeinflusst das menschliche Erbgut nicht. Schließlich zeigen erste klinische Studien eine gute Verträglichkeit des Vakzins von Curevac mit wenigen Nebenwirkungen*.

Curevac: Zulassung sollte im Mai erfolgen

Die erste Generation des Curevac-Impfstoffs sollte im Mai zugelassen werden. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte am Dienstag (8. Juni) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass sich das Verfahren weiter verzögern wird*.

Lucha erklärte, dass es bei der von Curevac durchgeführten klinischen Studie zu dem Vakzin „Komplikationen“ gebe. Im Klartext bedeutet das: Bei der Studie gibt es noch nicht genug Teilnehmer. Zuvor hat „Business Insider“ berichtet, dass die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) „nicht vor August“ mit einer Zulassung des Curevac-Mittels rechne.

Curevac: Bundesregierung plant den Impfstoff nicht mehr ein

Noch Ende Mai hat es demnach in internen Lieferprognosen der Bundesregierung geheißen, dass bis Ende Juni 1,4 Millionen Dosen von Curevac kommen, bis Ende September 9,4 Millionen und im letzten Quartal 28,9 Millionen.

In den aktualisierten Prognosen von Juni soll nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur Curevac für dieses Jahr gar nicht mehr auftauchen. Der „Mannheimer Morgen“ hat aus Regierungskreisen erfahren, dass Jens Spahn den Curevac-Impfstoff nicht mehr für die laufende Impfkampagne einplane. Das habe der Gesundheitsminister der Länder während der vergangenen Ministerkonferenz gesagt, berichtet das Blatt in seiner Freitagsausgabe. Demnach sprach Spahn von einer „der größeren Enttäuschungen“.

Curevac: Aktienkurs stürzt nach Medienbericht ab

Die Aktien von Curevac sacken daraufhin bis zu 13,7 Prozent ab. Wie der „Spiegel“ berichtet, werden die Aktien durch die verzögerte Zulassung des Curevac-Impfstoffs belastet. Die Anteilsscheine haben seit Dienstag insgesamt um mehr als 20 Prozent an Wert verloren. (kp) HEIDELBERG24* ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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