Was ist erlaubt, was bleibt verboten?

Deutschland-Urlaub 2021: Diese Corona-Regeln müssen Reisende jetzt kennen 

Dank der entspannten Corona-Lage schmieden die Deutschen wieder Reisepläne. Was Urlauber im Corona-Sommer wissen müssen:

Mancherorts beginnen Ende Juni bereits die Sommerferien. Höchste Zeit also sich mit dem Sommerurlaub zu beschäftigen. Was ist wo erlaubt? Welche Auflagen gelten weiterhin? Durch sinkende Sieben-Tage-Inzidenzen in ganz Deutschland ist im Sommer 2021 wieder Urlaub im eigenen Land möglich. Durch die Einführung des digitalen Impfpasses wird das Reisen zudem erleichtert. Fast in allen Städten der Bundesrepublik liegt sie unter dem Wert von 50 oder darunter. Hotels und Restaurants können in 14 von 16 Bundesländern wieder öffnen und den Urlaubern etwas Normalität ermöglichen. Voraussetzung sind unter anderem ein negatives Corona-Testergebnis bei der Anreise und weitere negative Tests alle 72 Stunden vor Ort. Wer vollständig geimpft oder genesen ist, muss kein negatives Testergebnis vorweisen.

Urlaub in beliebten deutschen Bundesländern – diese Regeln gelten

Liegt die Inzidenz in Baden-Württemberg fünf Tage hintereinander unter dem Wert von 100, darf die Außen- und Innengastronomie mit Sperrstunde, Testkonzept und Hygieneauflagen wieder öffnen. Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen und Campingplätzen sind wieder möglich. Gäste brauchen einen Nachweis, dass sie gegen das Coronavirus geimpft, genesen oder negativ getestet worden sind. Auf Campingplätzen, Hotels und Pensionen muss alle drei Tage ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Ebenso können Reisebusse, Seilbahnen und Ausflugsschiffe wieder genutzt werden. Bei einer Inzidenz von unter 35 entfällt die Testpflicht in Restaurants, Schwimmbädern, Freizeitparks und Open-Air-Veranstaltungen. Die Kontaktdaten müssen dennoch weiterhin erfasst werden.

Eine Übersicht der aktuellen Regeln in den Bundesländern findet man auf der Seite der Bundesregierung.

In Bayern dürfen Pensionen, Hotels, Ferienwohnungen, Jugendherbergen und Campingplätze und Berghütten bei einer stabilen Inzidenz von unter 100 wieder öffnen. Gäste müssen einen höchstens 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen. Bei einer Inzidenz über 50 müssen sich Besucher zudem während des Aufenthalts mindestens alle zwei Tage erneut testen lassen. Bei Inzidenzen unter 100 ebenfalls geöffnet sind etwa Seilbahnen und Schifffahrt, die Gastronomie bis 24 Uhr sowie Saunen, Bäder und Freizeitparks. Grundsätzlich gilt dort zudem: Bleibt die Inzidenz unter 50, entfällt für Gäste die Testpflicht.

Berlin macht sich locker: Theater, Konzerthäuser und Restaurants wieder offen

Von Freitag an sind in Berlin wieder touristische Übernachtungen in Pensionen und Hotels erlaubt. Dabei müssen Gäste alle drei Tage einen negativen Corona-Test vorlegen. Bereits seit dem 4. Juni können sich Gäste mit negativem Testergebnis auch wieder in Innenräumen von Kneipen und Restaurants bedienen lassen. Die Außengastronomie ist schon länger geöffnet, hier gibt es keine Testpflicht mehr. Auch Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser dürfen seit dem 4. Juni mit Testpflicht und Hygienekonzept wieder öffnen. Erste Museen und Gedenkstätten sind ebenfalls auf. Auch Stadtrundfahrten und Schiffsausflüge finden wieder statt.

Urlaub in Hamburg: Hafen- und Stadtrundfahrten finden wieder statt

Nach sieben Monaten Pause sind in Hamburg seit Anfang Juni wieder Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze möglich. Voraussetzung sind die Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen und ein negativer Corona-Test. Bisher dürfen die Betriebe lediglich 60 Prozent ihrer Kapazität nutzen, ab dem 11. Juni ist wieder eine volle Belegung möglich. Verboten ist es weiterhin, Privatwohnungen an Touristen zu vermieten. Außengastronomie ist erlaubt, auch drinnen dürfen Gäste mit negativem Test essen. Hafen- und Stadtrundfahrten sind unter Einhaltung der Hygieneregeln erlaubt, in offenen Fahrzeugen entfällt die Maskenpflicht.

Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern: Ab dem 11. Juni auch Tagestouristen erlaubt

In Mecklenburg-Vorpommern können Gastwirte ihre Gäste schon seit längerem wieder bedienen. Für die Außengastronomie ist kein negativer Corona-Test oder Impfnachweise nötig, für drinnen schon. Einheimische dürfen schon seit Ende Mai wieder Urlaub machen, Gästen aus dem übrigen Bundesgebiet wird das seit dem 4. Juni auch wieder ermöglicht. Bei der Anreise muss ein negativer Test, ein Genesenen- oder Impfnachweis vorgelegt werden. Ab dem 4. Juni dürfen auch Tagesgäste wieder anreisen.

In Niedersachsen sind touristische Übernachtungen in kreisfreien Städten mit Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 wieder möglich. Hotels und andere Quartiere können bei einer Inzidenz unter 50 bis zu 80 Prozent belegt werden, bei einer Inzidenz unter 35 entfällt die Begrenzung. Gäste aus ganz Deutschland sind willkommen - mit negativem Test oder dem Nachweis einer Genesung oder vollständigen Impfung.

Urlaub in Rheinland-Pfalz: Wellnessangebote und Frühstücksbuffet im Hotel

In Rheinland-Pfalz gilt, dass die Gastronomie auch bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 ihre Innenbereiche öffnen darf, ein Corona-Test ist Pflicht. Die Testpflicht in der Außengastronomie ist dagegen entfallen. In den Hotels dürfen Gäste innen und außen bewirtet werden, Frühstück ist auch als Buffet zulässig. Wellnessangebote sind unter Auflagen für die Hotelgäste möglich. Kultureinrichtungen wie Theater und Kino sind innen und im Freien für 100 Zuschauer geöffnet, bei Inzidenz unter 50 im Freien für 250. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat zudem weitere Öffnungsschritte in Aussicht gestellt.

Schleswig-Holstein steht Touristen aus ganz Deutschland offen. Übernachtungsgäste müssen einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test mitbringen und diesen alle drei Tage erneuern. Außengastronomie ist im Norden bereits seit längerem erlaubt, mittlerweile auch die Innengastronomie. Dort müssen Gäste einen negativen Corona-Test vorlegen, ausgenommen sind
Übernachtungsgäste in ihrem jeweiligen Hotel.

Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen in Thüringen ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 gebucht werden. Reisebusveranstaltungen sind dann für tagestouristische Angebote erlaubt, bei einer Inzidenz unter 50 auch mehrtägige Reisen. Hotels und Pensionen dürfen Gäste ebenfalls beherbergen - mit 60 Prozent Auslastung und Innengastronomie für Übernachtungsgäste. Urlauber müssen zudem einen negativen Corona-Test oder einen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen. Auch muss eine Kontaktnachverfolgung möglich sein. Mit sinkender Inzidenz entfallen etwa in der Gastronomie gestaffelt Auflagen. (kp mit dpa)

Rubriklistenbild: © Klaus-Dietmar Gabbert

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare