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Digitaler Impfpass: Tests in Impfzentren starten – wann die App fertig sein soll

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Noch vor den Sommerferien soll der digitale Impfpass an den Start gehen. Dafür laufen derzeit Testversuche in mehreren Impfzentren in Deutschland:

In Deutschland haben laut Angaben des Robert-Koch-Institutes über 34.539.579 Menschen bereits mindestens eine Corona-Impfung erhalten (Stand: 27. Mai). Als vollständig geimpft gelten über 13.053.626 Bürger, also rund 16 Prozent der Bevölkerung. Nach der Spritze wird die Impfung wie gewöhnlich im Impfpass eintragen. Damit man aber nicht ständig den gelben Wisch dabei haben muss, gibt schon bald den digitalen Impfpass. Noch ist er nicht auf dem Markt verfügbar, aber es fehlt nicht mehr viel bis es so weit ist. Derzeit laufen Tests in Impfzentren.

Digitaler Impfpass: Tests in Impfzentrum laufen an – Man will kein „Bürokratiemonster“

Eine erste Testversion des digitalen Impfpasses wird in Impfzentren auf die Probleme gestellt. Es soll dort geprüft werden, was gut funktioniert und was eventuell verbessert werden muss. Der Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministerium, Gottfried Ludewig erklärt am Donnerstag, dass man noch im Zeitplan liege. Bis Ende Juni soll der Pass fertig sein.

Holger Rostek, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, freut sich über den Start des Testversuchs. Der Impfpass müsse praxistauglich sein und auch in Hausarztpraxen funktionieren. Man wolle kein „Bürokratiemonster haben“.

Digitaler Impfpass: So wird er funktionieren

Der digitale Impfpass soll als Nachweis für eine Corona-Impfung und Infektion dienen. Es werden unter anderem Name, Geburtsdatum und Termin hinterlegt. Übrigens: Jeder EU-Bürger soll einen „grünen Pass“ erhalten. Dieser soll sowohl digital als auch analog verwendbar sein. Über einen personalisierten QR-Code könne alle notwendigen Daten abgerufen werden. Zudem soll er eine digitale Signatur enthalten, um den Nachweis fälschungssicher zu machen.

Unklar ist bislang wie bereits Geimpfte ihre Impfung im digitalen Impfpass eintragen können. „Es werden verschiedene Möglichkeiten geprüft, um auch nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen“, teilte das Gesundheitsministerium mit. Eine Impfpflicht wird es im Übrigen trotz des grünen Passes nicht geben. „Der digitale Impfnachweis ist lediglich ein freiwilliges und ergänzendes Angebot“, heißt es in einer aktuellen Information des Bundesgesundheitsministeriums. (jol)

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